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Die Geschichte von Hanna (1. Samuel 1f) und die Frage der Kult- und Opferfähigkeit von Frauen im Alten Testament

Termpaper, 2005, 21 Pages
Author: Miriam Kleinemas
Subject: Theology - Biblical Theology

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 19  Entries
Language: German
Archive No.: V53272
ISBN (E-book): 978-3-638-48774-0

File size: 154 KB
Notes :
Bei der Arbeit handelt es sich um eine Modulabschlussarbeit für das Modul AT/NT im Nebenfach.



Excerpt (computer-generated)

Hausarbeit

Die Geschichte von Hanna (1. Samuel 1f) und die Frage der Kult- und
Opferfähigkeit von Frauen im Alten Testament

Bachelor-Studiengang Lehramt an GHR
1. Semester
Nebenfach: Evangelische Theologie

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - 2 -

2. Hauptteil - 4 -
2.1. Allgemeine Definition von Kult und Opfer - 4 -
2.1.1. Kult - 4 -
2.1.2. Opfer - 5 -
2.2. Kult und Opferfähigkeit von Frauen im AT - 7 -
2.2.1. Die Bedeutung der sozialen Stellung der Frau für ihre Kult- und Opferfähigkeit - 11 -
2.3. Hanna - 13 -
2.3.1. Die Geschichte von Hanna (1. Samuel f) - 13 -
2.3.2. Hanna und Kult- und Opferfähigkeit - 14 -

3. Schluss - 18 -

4. Literaturverzeichnis - 19 -

 

 

1. Einleitung

Die Kult- und Opferfähigkeit von Frauen spielt in der theologischen Literatur eine große Rolle. Es gibt sehr viele Forscher und Wissenschaftler die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. Die Meinungen der Experten sind zum Teil sehr widersprüchlich. Viele Meinungen älteren Datums (z.B. Wellhausen, G. Beer) stellen die Frau als nicht kult- und opferfähig dar bzw. beschreiben die religiöse Rolle der Frau negativ. Aktuellere Erkenntnisse hingegen (z.B. Braulik, Crüsemann) tendieren dazu der Frau Kult- und Opferfähigkeit zuzusprechen.

Ziel dieser Arbeit ist es verschiedene Erkenntnisse bezogen auf die Kult- und Opferfähigkeit untereinander abzuwägen. Dazu wird die Verfasserin wie folgt vorgehen:
Im ersten Teil der Arbeit (Kapitel 2.1) werden die Begriffe "Kult" und "Opfer" definiert. Dies ist nötig, um zu verstehen, was unter Kult und Opfer im religionswissenschaftlichen Sinn zu verstehen ist und um zu wissen, wie man sich Kult und Opfer im Alten Testament vorzustellen hat. Am Ende dieses Kapitels wird darauf eingegangen, was unter Kult- und Opferfähigkeit zu verstehen ist. Im zweiten Teil der Arbeit (Kapitel 2.2) wird auf die Kult- und Opferfähigkeit von Frauen im AT eingegangen. Anhand verschiedener Quellen wird geklärt werden, in wieweit Frauen kult- und opferfähig waren. Die Verfasserin wird sich dabei schwerpunktmäßig mit einem Gesetz aus dem Buch Numeri und der deuteronomischen Gesetzessammlung beschäftigen. Diese Texte liefern viele Argumente, die für die Klärung der Kernfrage dieses Kapitels von großer Bedeutung sind. Im Anschluss dieses Kapitels wird kurz auf die Frage eingegangen, ob die soziale Stellung die Frau vom Kult- und Opferbereich ausschließt bzw. in wie weit ihre soziale Stellung ihre Kult- und Opferfähigkeit bestimmt. Zusammen mit der Kernfrage dieser Arbeit taucht diese Frage in der Literatur immer wieder auf (z.B. bei Bird, Vos) und darf deshalb auch in dieser Arbeit nicht ausgeschlossen werden. Im dritten Teil der Arbeit (ab Kapitel 2.3) geht es um die Geschichte von Hanna. Sie ist eine der großen Frauen des Alten Testaments. Ihre Geschichte steht im ersten Kapitel des ersten Samuelbuches. Zu Anfang des zweiten Teils dieser Arbeit wird ihre Geschichte kurz erzählt. Anhand ihres Handelns wird versucht zu klären, ob sie als kult- und opferfähig anzusehen ist.

Obwohl das Thema der Hausarbeit "Die Geschichte von Hanna (1. Samuel 1f) und die Frage der Kult- und Opferfähigkeit von Frauen im Alten Testament" lautet, hat sich die Verfasserin entschieden, so wie gerade dargestellt vorzugehen und erst die Frage der Kult und Opferfähigkeit von Frauen im Alten Testament zu behandeln und danach die Geschichte Hannas. Die Begründung für dieses Vorgehen ist, dass erst ein allgemeiner Einblick bezogen auf die Kult- und Opferfähigkeit von Frauen gegeben werden soll. Danach wird dann Hannas Geschichte behandelt, welche einen ganz konkreten Fall bezogen auf Kult- und Opferfähigkeit darstellt.

2. Hauptteil

2.1. Allgemeine Definition von Kult und Opfer

Die Definitionen sollen einen Einblick geben, was Kult und Opfer in der Religionswissenschaft bzw. im Alten Testament bedeuten. Anschließend soll versucht werden eine Definition für die Wörter Kult- und Opferfähigkeit, die Bestandteil des Themas dieser Arbeit sind, zu geben. Dafür ist es notwendig, das Wort "Fähigkeit" näher zu definieren.

2.1.1. Kult


S. Mowinckel definiert den Begriff "Kult" im religionswissenschaftlichen Sinne wie folgt:

"I. K. kann definiert werden als die sichtbaren, gesellschaftlich festgesetzten und geordneten, wirkungskräftigen Formen, durch die das religiöse Erleben der Gemeinschaft zwischen Gottheit und "Gemeinde" verwirklicht wird und ihre Wirkungen ausübt" (Mowinckel: Kultus, religionsgeschichtlich: I. Definition, S. 120).

So ähnlich steht es auch in einer neueren Auflage von Reclams Bibellexikon:


"1. Die besondere aus dem Alltag herausgehobenen und oft mit Fest verbundene Weise gemeinschaftlichen Verkehrs von Menschen mit einem göttlichen Bereich bezeichnet die Religionswissenschaft als K. In Erwartung segensreicher Wirkung wirken Menschen auf die Gottheit (sakrifiziell, z.B. durch Gabeopfer) oder lassen empfangend die Gottheit auf dich wirken (sakramental, z.B. Kommunionsopfer) […]" (Koch und Roloff: Kult. 1. Begriff, S. 294).

Beide Definitionen beschreiben Kult als Formen bei denen Menschen mit Gott in "Verbindung" treten. Dazu passt auch folgende Übersetzung ins Deutsche:


"Seit dem 13./14. Jh. findet sich für K. die dt. Übers. ? Gottesdienst (:I)" (Baudy: Kult/Kultus: I. Religionswissenschaftlich, S. 1800).

Auch beim Gottesdienst verkehren Menschen gemeinschaftlich mit Gott (vgl. Koch u. Roloff, Gottesdienst, S. 187).

Die genanten Definitionen geben einen Einblick darin, wie man sich Kult religionswissenschaftlich vorstellen muss. Für diese Arbeit ist es aber zudem von Bedeutung was unter Kult im Alten Testament verstanden wird.

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