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Scholary Paper (Seminar), 2005, 21 Pages
Author: Carsten Heckmann
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Institution/College: University of Hannover (Institut für Sozialpsychologie)
Tags: V-I-E, Theorie, Victor, Vroom, Theoretische, Erläuterung, Motivationstheorie, Bezug, Projektmanagement, Motivation, Arbeitszufriedenheit, Arbeits-, Organisationspsychologie
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 29 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-48792-4
File size: 109 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Hannover
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Institut für Sozialpsychologie
Hausarbeit
im Rahmen des Seminars
„Motivation und Arbeitszufriedenheit als Thema der Arbeits- und
Organisationspsychologie“
im SS 2005
V-I-E Theorie von Victor Vroom:
Theoretische Erläuterung der Motivationstheorie mit praktischem Bezug zum
Projektmanagement
von
Carsten Heckmann
Abgabedatum: 20.09.2005
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... II
Abbildungsverzeichnis ... III
1 Einleitung ... 1
2 Grundlagen der Motivationspsychologie ... 2
2.1 Motiv, Motivation und weitere grundlegende Begrifflichkeiten ... 2
2.2 Motivationstheorien – Aufteilung und Einordnung ... 3
3 Die VIE – Theorie von Victor Vroom im Hinblick auf die Arbeitsmotivation ... 5
3.1 Grundlegende Darstellung begrifflicher Determinanten und Sachverhalte ... 5
3.2 Modellierung der VIE – Theorie in Teilmodelle ... 7
3.2.1 Valenzmodell („Concept of Valence“) ... 7
3.2.2 Handlungsmodell („Concept of Expectancy“) ... 8
3.2.3 Kraftmodell („Concept of Force“) ... 9
4 Kritische Würdigung der VIE – Theorie von Victor Vroom ... 10
5 Praxisrelevante Folgerungen der Führung von Mitarbeitern aus Sicht der VIE-Theorie ... 11
5.1 Grundlagen des Projektmanagements ... 12
5.2 Die VIE – Theorie im Hinblick auf die Projektdurchführung ... 13
6 Fazit ... 15
Literaturverzeichnis ... 16
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Phasen der Motivation (Rubikon-Modell) ... 4
Abbildung 2: Phasen der Motivation nach Victor Vroom ... 6
Abbildung 3: Valenzmodell („Concept of Valence“) ... 8
Abbildung 4: Kraftmodell („Concept of Force“) ... 9
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu
beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten oder die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu
vergeben – sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer.”1
1 Einleitung
Motivation und Arbeitszufriedenheit sind zwei Schlagwörter, die in der Gesellschaft immer wieder genannt und genutzt werden. Abgeleitet von dem lateinischen Verb „movere”, bezieht sich der Begriff Motivation auf Dinge, die den Menschen etwas tun lassen und ihn in Bewegung versetzen.2 Was auch in dem vorangestellten Zitat deutlich wird ist, dass dieser Bewegungstatbestand vor allem in der heutigen Arbeitswelt von hoher Bedeutung ist, da die Gesamtheit der derzeitigen Arbeitsumstände, wie zum Beispiel die permanente Unsicherheit, zwischenmenschliche Rivalitäten und enormer Leistungsdruck, nicht unbedingt motivierend wirkt.
Der Übergang von einer Produktionsindustriegesellschaft in eine wissensintensive Dienstleistungsgesellschaft schreitet voran, wobei Informationen, Wissen und Kreativität eine erfolgsentscheidende Bedeutung für die unternehmerische Wertschöpfung darstellen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind mit ihrem Humankapital ein Erfolgsfaktor von besonders hoher Bedeutung, was sich im Hinblick auf den demographischen Wandel sogar noch verstärken wird.
Führungskräfte der Unternehmen müssen mehr und mehr in der Lage sein, die emotionalen Signale der Mitarbeiter richtig zu deuten und entsprechend darauf zu reagieren. Motivation und Arbeitszufriedenheit sind mögliche Handlungsgebiete, mit deren Hilfe der Einsatz von Mitarbeitern effizienter gestaltet werden kann. Die vorliegende Arbeit beginnt mit einer grundlegenden Einführung in die Motivationspsychologie, in der die unterschiedlichen Theoriemodelle vorgestellt werden und eine Einordnung der VIE – Theorie von VICTOR VROOM (1964) ermöglicht wird. Diese Theorie wird im dritten Kapitel ausgiebig erläutert und in seine Teilmodelle aufgespalten. Der theoretische Teil der Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Theorie und leitet den praxisrelevanten Bereich der Arbeit ein. In Kapitel 5 werden die Erkenntnisse von VROOM genutzt, um auf das wichtige Thema Projektmanagement angewendet, die möglichen Folgerungen für Führungskräfte eines Unternehmens herauszustellen. Das abschließende kurze Fazit stellt wichtige Punkte noch einmal in den Vordergrund und rundet das Thema der Motivationspsychologie ab.
2 Grundlagen der Motivationspsychologie
2.1 Motiv, Motivation und weitere grundlegende Begrifflichkeiten
In der Literatur der Motivationspsychologie werden „Motiv“ und „Motivation“ unterschiedlich definiert und bezeichnet. Motive sind dabei zeitlich relativ überdauernde, inhaltlich spezifische psychische Dispositionen, die zum Teil angeboren sind oder im Zuge der Sozialisation in der Person entwickelt werden.3 Während die eigentliche Aktion eines Individuums beobachtbar ist, kann auf die dahinter stehenden Motive nur geschlossen werden. Von dem Begriff Motiv ist im weiteren die Motivation zu unterscheiden, welche einen inneren Zustand des Organismus bezeichnet, der das menschliche Verhalten in Bezug auf die Veranlassung, Hartnäckigkeit, Energie und Richtung bezüglich eines Ziels leitet.4 Motivation ist zudem nicht direkt beobachtbar, sondern kann aus dem beobachtbaren Verhalten in komplexer Weise erschlossen werden.5 Um Verhalten erklären zu können, muss stets die Situation berücksichtigt werden, in der man es beobachtet.6 Das damit angesprochene Zusammenspiel einer Person mit einer Situation zeigt auf, dass bestimmte Sachverhalte so wahrgenommen werden, dass sich diese zu Anreizen7 entwickeln. Diese wirken ihrerseits aktivierend auf die Motive in der Person und bestimmen entsprechend das Verhalten in seiner Intensität, Richtung, Form und Dauer.8
LUTZ VON ROSENSTIEL sieht Motivation als dualistischen Begriff. Auf der einen Seite dient Motivation zur Erklärung von beobachtbarem Verhalten, wobei die oben beschriebenen Motive dabei nicht unmittelbar zu sehen und eher unbewusst sind. Der Begriff Motivation dient auf der anderen Seite auch direkt Erlebtem, welches je nach Person und Situation verschieden wahrgenommen wird. Als ein Beispiel dafür kann der Hunger angesehen werden, welcher sehr unterschiedlich empfunden und meist dennoch mit dem gleichen Wort ausgedrückt wird.9
Zusätzlich von großer Bedeutung ist die Unterscheidung in intrinsische und extrinsische Motivation. Ein Verhalten wird als intrinsisch motiviert bezeichnet, wenn es, statt Mittel zum Zweck, Selbstzweck-Charakter hat. Häufig wird eine Handlung als intrinsisch bezeichnet, deren reiner Vollzug lustvoll ist, somit Valenzcharakter aufweist.
[....]
1 Zitat SAINT-EXUPERY.
2 Vgl. RUDOLPH (2003), S. 1.
3 Vgl. ROSENSTIEL (2003), S. 225.
4 Vgl. KLINGER / COX (2004), S. 4.
5 Vgl. HUG / SPISAK (2003), S. 90.
6 Vgl. NERDINGER (2003), S. 3.
7 Anreize sind Merkmale der Situation, die Motive anregen und handlungsauslösend wirken können.
8 Vgl. ROSENSTIEL (2003), S. 226.
9 Vgl. ROSENSTIEL (2001), S. 5 f.
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