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'Ein Big Mac ist ein Big Mac, aber sie nennen ihn Le Big Mac' - Ausgewählte Charakteristika von Filmen der 90er Jahre

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 16 Pages
Author: Karsten Görsdorf
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Methoden und Modelle der Filmanalyse
Institution/College: University of Rostock (Institut für Germanistik)
Tags: Ausgewählte, Charakteristika, Filmen, Jahre, Methoden, Modelle, Filmanalyse
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V53963
ISBN (E-book): 978-3-638-49270-6

File size: 201 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Rostock, Philosophische Fakultät
Institut für Volkskunde, Seminar Modelle und
Methoden der Film- und Fernsehanalyse
8.Semester

„Ein Big Mac ist ein Big Mac, aber sie nennen ihn Le Big Mac“
- Ausgewählte Charakteristika von Filmen der 90er Jahre

von: Karsten Görsdorf

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  Seite 3

2. Die Filmanalyse – theoretische Grundlagen  Seite 3

3. Die Filme der 90er Jahre: Ausgewählte Charakteristika anhand von „Pulp Fiction“ und „Fight Club“ Seite 7

4. Zusammenfassung und Ausblick  Seite 13

5. Literaturverzeichnis  Seite 14

 


 

1. Einleitung

Die Filmanalyse hat vielleicht nicht im direkten Bezug etwas mit der Literaturwissenschaft zu tun. Aber mit dieser Arbeit soll auch belegt werden, dass gerade die Filme der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts eigene Erzählstrukturen entwickelt haben, um den Zuschauer zu fesseln. Da es oftmals in der Literaturwissenschaft vor allem die Aspekte der Erzählperspektive und das Verhältnis zwischen erzählter Zeit und Erzählzeit sind, die von Interesse sind, kann diese Arbeit sich durchaus auch auf Grund ästhetischer Wechselbeziehungen zwischen der Literatur- und Filmwissenschaft als begründet sehen. Der Zitierstandard der Arbeit folgt dem der American Psychologic Association (APA-Standard), der sich im Erstfach des Verfassers, der Sportwissenschaft und zahlreichen anderen empirisch und nicht-empirischen Wissenschaften, durchgesetzt und als überaus nützlich erwiesen hat.

2. Die Filmanalyse – theoretische Grundlagen

Um den Ansprüchen einer Hausarbeit im Hauptseminar gerecht zu werden, bedarf es einer theoretischen Grundlage. Diese ist im Falle der Filmanalyse, einer noch relativ jungen filmwissenschaftlichen Disziplin, vor allem durch einen Aufsatz von Albrecht (1964) manifestiert worden. Die Erläuterungen zum Modell von Albrecht finden sich in Kühnel (2004, S. 19ff). Albrecht versteht unter Filmanalyse zum einen die Analyse eines einzelnen Films als Ganzes. Filmanalyse sollte zum anderen unter soziologischem bzw. sozialpsychologischem Aspekt erfolgen. Die Filmästhetik und dramaturgische Aspekte sollten eine untergeordnete Stellung einnehmen. Die Filmanalyse nach Albrecht müsste mithin eine Interpretation des Films in seinem soziokulturellen Kontext liefern. Albrecht nennt es ein „Wechselspiel zwischen Hypothesen und Beobachtungen“ (1964, S. 235), durch das ein vertiefendes Sehen des Films erreicht werden würde. Dazu erstellt er ein Schema zur Filmanalyse. Dieses enthält fünf Punkte, die Albrecht wie folgt bezeichnet.

1. Produktionsfakten
2. filmische Gestalt
3. filmische Welt
4. filmische Funktion
5. filmische Absicht

Zu Erstens zählt Albrecht die Produktionsdaten des Films. Dazu gehören Herstellungsland, Produzent, Produktionsfirmen, aber auch Daten zur Ur- bzw. Erstaufführung oder zur Filmlänge. Unter Zweitens versteht Albrecht die Bildgestaltung, die Montage und die Bild-Ton-Montage. Ebenso zählt er auch die Inhaltsangabe zu diesem Punkt. Filmische Welt (3.) meint die fiktive Welt des Films mit Raum und Zeit sowie die Relationen zwischen den Individuen und der Gesellschaft. Hier wird das Handeln der Figuren in der fiktiven Welt und ihren Regeln beschrieben. Es wird der Frage nachgegangen: Welche Werte und Normen bestimmen das Agieren der Personen des Films? Der Teilpunkt ´filmische Funktion´ bezieht sich auf das „sozialpsychologische Bedeutungspotential“ (Kühnel, 2004, S.20) des Films. Gesucht ist ein mögliches Identifikationsangebot des Films für den Zuschauer. Der letzte Punkt meint identifizierbare Aussagen des Films sowie ihre „gesellschaftliche Bedingtheit“ (Kühnel, 2004, S.21). Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts versucht die wissenschaftliche Filmanalyse ihren Schwerpunkt vermehrt auf eine theoretische Fundierung sowie eine „Differenzierung und Präzisierung des methodischen Instrumentariums“ (Kühnel, 2004, S.21) zu legen. Dabei hat weiterhin ein soziologischer bzw. sozialpsychologischer Ansatz Vorrang. Die Grundlage bildet die Kommunikationstheorie. Innerhalb der Kommunikationstheorie kann zwischen Kommunikator, Medium und Rezipienten unterschieden werden. Hier würde alles was zur „Produktion und Distribution des Films gehört“ (Kühnel, 2004, S.22), also der Regisseur, der Drehbuchautor, der Kameramann, aber auch die gesellschaftliche Situation im Land der Produktion als Kommunikator bezeichnet werden können. Das Medium ist der Film als Produkt. Der Rezipient ist wie der Kommunikator in sein Umfeld integriert. Um diese Verhältnisse zu untersuchen, entstehen zahlreiche Methoden, zum Beispiel die sozialhistorische, die filmhistorische oder die psychologische Analyse.

[...]


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