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Scholary Paper (Seminar), 2005, 20 Pages
Author: Christian Hoffart
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Tags: Produktionsorganisation, Automobilindustrie
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-49293-5
ISBN (Book): 978-3-638-76559-6
File size: 226 KB
In der Arbeit wird zunächst der Strukturwandel der Produktionsorganisation in der Automobilindustrie seit der von Henry Ford eingeführten Fließbandfertigung beschrieben und erläutert. Danach werden die wesentlichen Charakteristika der neueren Produktionsorganisation dargelegt und diskutiert ehe der Autor die Ergebnisse und Kernaussagen der Arbeit nochmals treffend zusammenfasst.
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Abstract
Die Arbeit beschreibt und erläutert die verschiedenen Epochen und Meilensteine der Prodktionsorganisation innerhalb der Automobilindustrie. Wesentliche Charakteristika waren dabei zweifelsohne die "Fordistische" Fließbandproduktion sowie die von Honda und Toyota eingeführte "Lean Production", welche die Automobilproduktion seit ihrer Entstehung entscheident geprägt haben. Der Autor geht bei seiner Berichterstattung chronologisch vor, so dass die verschiedenen strukturellen Wandlungsprozesse übersichtlich und anschaulich dargelegt werden. Die Arbeit ist nicht nur ein hervorragender Überblick über die industrielle Fertigung von Automobilen seit ihrer Entstehung, sondern gleichzeitig auch ein exzellenter Beitrag über organisatorische Anpassungsprozesse einschließlich den dafür maßgeblichen Einflussfaktoren.
Excerpt (computer-generated)
Rheinisch - Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
Lehrstuhl für Unternehmenstheorie
Seminars zur allgemeinen BWL WS 2005/06
Produktionsorganisation in der Automobilindustrie
von: Christian Hoffart
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Strukturwandel der Produktionsorganisation in der Automobilindustrie 1
2.1 Fließbandfertigungen in der Automobilindustrie als Ausgangspunkt 1
2.1.1 Ablauf von Fließbandfertigungen 2
2.1.2 Bewertung von Fließbandfertigungen 2
2.2 Ursachen des Strukturwandels 3
2.2.1 Produktdifferenzierung als Kundenwunsch 4
2.2.2 Humanisierung der Arbeit 5
2.2.3 Die MIT-Studie 6
3. Wesentliche Charakteristika der heutigen Produktionsorganisation 7
3.1 Eine schlanke Produktion als gegenwärtiges Produktionskonzept 7
3.1.1 Fehlerlose Gruppenarbeit mit dem Ziel einer ständigen Prozessoptimierung 7
3.1.2 Just in Time Produktion 9
3.1.3 Die Rolle von Zulieferern und Kunden 9
3.2 Der zunehmende Trend zu einer Produktion nach Kundenauftrag 10
3.2.1 Gründe für eine Fertigung auf Kundenwunsch 10
3.2.2 Kundenorientierung durch Mass Customization 11
3.3.3 Umsetzung einer kundenindividuellen Fertigung 12
3.3 Kooperationen als Form moderner Produktionsorganisation 12
3.3.1 Kooperationsmotive 13
3.3.2 Organisatorische Gestaltung von Produktionskooperationen 14
4. Zusammenfassung und Ausblick 14
Literaturverzeichnis 16
1 Einleitung
Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden Automobile noch handwerklich in Werkstätten gefertigt1. Henry Ford war 1913 der erste der bei einem Automobilunternehmen die Fließbandfertigung einführte. Diese Maßnahme war ein Meilenstein für die gesamte Branche, zumal es der Ursprung einer industriellen Massenfertigung von Kraftfahrzeugen war. Seitdem haben sich zahlreiche Entwicklungen in der Produktion und somit auch in der Produktionsorganisation vollzogen. Dieser Wandel hin zu einer Fertigung, die unter anderem zunehmend auf eine Produktion kooperierender Unternehmen abzielt, wird in dieser Arbeit erläutert. Des Weiteren wird die Art und Weise wie Automobilhersteller ihre Produktion derzeit organisieren erklärt, so dass letztendlich die folgenden Fragen beantwortet werden. Fragestellungen:
1. Welche Entwicklung nahm die Produktionsorganisation seit der Einführung der Fließbandfertigung in der Automobilindustrie?
2. Was kennzeichnet die heutige Produktion in der Automobilindustrie?
2 Strukturwandel der Produktionsorganisation in der Automobilindustrie
2.1 Fließbandfertigungen in der Automobilindustrie
Henry Ford, der Gründer der Ford Motor Company, war der Vater der Fließbandfertigung innerhalb der Automobilindustrie und folglich der erste der jene Fließbandtechnologien zur Herstellung von Kraftfahrzeugen nutzte.
2.1.1 Ablauf von Fließbandfertigungen
Bei einer Fließbandfertigung wird das zu fertigende Automobil entlang eines Fließbandes oder ähnlichen Transportsystems mechanisch transportiert. Entlang des Fließbandes sind diverse Arbeitsplätze angeordnet, wobei Arbeitskräfte mit Hilfe von Maschinen Verrichtungen ausführen die zeitlich aufeinander abgestimmt sind2, so dass Zwischenlager nahezu gänzlich entfallen. Das entstehende Kraftfahrzeug "fließt" somit, wie in der folgenden Grafik veranschaulicht, in fester Reihenfolge von Arbeitsgang zu Arbeitsgang, ehe es als fertig gestelltes Automobil den Produktionsprozess verlässt.
Abb.1: Schematische Darstellung der Fließbandfertigung [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.1.2 Bewertung von Fließbandfertigungen
Aufgrund einer zeitlichen Bindung der Verrichtungen und dem damit verbundenen Verzicht auf Zwischenlager, ist die Fließbandfertigung durch geringe Transportwege wie auch -kosten gekennzeichnet. Außerdem sind die Durchlaufzeiten im Vergleich zu anderen Organisationstypen sehr gering3. Da verschiedene Produkte die einzelnen Verrichtungen unterschiedlich lange in Anspruch nehmen und somit eine zeitliche Abstimmung gefährden, erfolgt die Fertigung am Fließband oftmals nur für das gleiche Produkt bzw. Produktteil4. Jener Organisationstyp unterliegt damit einem hohen Maß an Standardisierung, so dass Ford kurz nach Einführung der Fließbandfertigung alle Modelle in derselben Weise gefertigt und ausgestattet, sowie in derselben Farbe lackiert hat5. Anstelle der eben erwähnten Einproduktfließproduktion ist auch eine Mehrproduktfließproduktion durchführbar. Darunter versteht man die Produktion mehrerer Varianten eines Grundproduktes6. Letztere ist jedoch aufgrund unterschiedlicher Bearbeitungszeiten an den einzelnen Stationen7 wesentlich aufwendiger. Eine Anwendung der Mehrproduktfließproduktion an Stelle der Einproduktfließproduktion war zu Beginn der Fließbandfertigung wegen des Verlustes an Standardisierungs- und damit auch Produktivitätsvorteilen keine Alternative und wurde bei Ford erst nach einiger Zeit in moderater Ausprägung durchgeführt. Demnach zielte die Einführung der Fließbandfertigung im Wesentlichen auf eine durch höchste Standardisierung erreichte kostengünstige Massenfertigung von Autos, die zudem für eine breite Masse erschwinglich waren.
2.2 Ursachen des Strukturwandels
[...]
1 Vgl. Sydow/Möllering (2004), S.99
2 Vgl. Kieser/Walgenbach (2003), S.328
3 Vgl. Wildemann (2004), S.1183
4 Vgl. Kieser/Walgenbach (2003), S. 328
5 Vgl. Boyer/Freyssenet (2003), S.78
6 Vgl. Günther/Tempelmeier (2002), S.88
7 Ebd., S.88
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