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Hausarbeit, 2005, 540 Seiten
Autor: Nadja Greve
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Wismar
Tags: Bilanzanalyse, DaimlerChrysler, Bilanzanalyse
Jahr: 2005
Seiten: 540
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-49449-6
Dateigröße: 4629 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Wismar
Veranstaltung: Bilanzanalyse
Bilanzanalyse der DaimlerChrysler AG
Nadja Greve
30.08.2005
Inhaltsverzeichnis:
Gliederung...I
Literaturverzeichnis...IV
I. Einleitung...1
1. Problemstellung und Gang der Analyse...1
2. Die DaimlerChrysler AG...2
3. Einführung in die Bilanzanalyse...3
a) Externe Bilanzanalyse...4
b) Interne Bilanzanalyse...5
c) Formelle und materielle Bilanzanalyse...7
II. Die Jahresabschlussanalyse am Praktischen Beispiel der DaimlerChrysler AG...7
1. Bilanzpolitik...8
2. Analyse der einzelnen Posten der Bilanz 2004 der DaimlerChrysler AG (in Verbindung mit den GUV-Posten)...9
a) Analyse der Aktivseite der Bilanz...9
(1) Anlagevermögen...9
(2) Umlaufvermögen...13
b) Analyse der Passivseite der Bilanz...16
3. Analyse ausgewählter Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Zusammenhang mit den Bilanzpositionen...18
a) Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren...18
(1) Abschreibungen...23
(2) Sonstige betriebliche Aufwendungen...24
b) Analyse der Ertragslage...25
(1) Rohergebnis...25
(2) Rohgewinnspanne...26
4. Kennzahlenanalyse und Auswertung...26
a) Vermögensanalyse und Vermögensstruktur...26
(1) Sachanlagenintensität...27
(2) Finanzanlagenintensität (Finanzanlagen in % der Bilanzsumme)...28
(3) Umlaufintensität (Umlaufvermögen in % der Bilanzsumme)...28
(4) Anlageintensität...29
(5) Abschreibungsgrad...29
(6) Anlage-/Umlaufintensität...29
(7) Umsatzrelation...31
(8) Umschlagskoeffizienten (Umschlagshäufigkeit/-dauer)...32
(a) Formel: Umschlagshäufigkeit des Sachanlagevermögens...32
(b) Formel: Umschlagshäufigkeit der Vorräte...32
(c) Formel: Lagerdauer (Umschlagsdauer der Vorräte) in Tagen...33
(d) Formel: Umschlagshäufigkeit der Forderungen...33
(e) Formel: in Anspruch genommenes Zahlungsziel bei Lieferanten in Tagen...33
b) Kapitalanalyse und Finanzierungsanalyse...34
(1) Messung des Leverage-Effekts (Beispielrechnung)...35
(a) Formel : Eigenkapitalrentabilität...35
(b) Formel: Leverage- Faktor...36
(c) Formel: I Leverage-Risiko (Zinsdeckung)...36
(d) Formel: II Leverage-Risiko (Zinsdeckung)...36
(2) Messung der Eigenkapitalquote...37
(a) Formel: Eigenkapitalquote...37
(b) Formel: Fremdkapitalquote...37
(c) Formel: korrigierte Eigenkapitalquote...37
(d) Formel: Verschuldungsgrad...38
c) Cash-flow und seine Bedeutung als Liquiditäts- und Ertragsindikator...38
(1) Bedeutung und Beschreibung...38
(2) Berechnung...39
d) Liquiditätsanalyse...41
(1) Langfristige Fristenkongruenz - Deckungsgrade I , II, III...41
(a) Formel: I „Goldene Bilanzregel“ Anlagendeckung durch Eigenkapital...41
(b) Formel: II „Goldene Bankregel“ Anlagendeckung durch langfristiges Kapital...42
(c) Formel: III Anlagendeckung durch lang- und mittelfristiges Kapital...42
(2) Kurzfristige Fristenkongruenz...43
(a) Formel: Liquidität 1.Grades – Barliquidität...43
(b) Formel: Liquidität 2. Grades – Liquidität auf kurze Sicht...43
(c) Formel: Liquidität 3. Grades - Liquidität auf mittlere Sicht...43
(3) Zwischenergebnis zur Liquiditätsanalyse...44
(4) Dynamischer Verschuldungsgrad (Tilgungsdauer) und Innenfinanzierung...44
(5) Innenfinanzierung...45
e) Kapitalflussrechnung als Bestandteil der Liquiditätsanalyse...46
f) Erfolgs- und Rentabilitätsanalyse...47
(1) Analyse des Erfolgs – Wertschöpfung...47
(2) Analyse der Rentabilität...48
(a) Formel: Eigenkapitalrentabilität vor Ertragssteuern...48
(b) Formel: Eigenkapitalrentabilität nach Ertragssteuern...48
(c) Formel: Gesamtkapitalrentabilität vor Ertragssteuern...49
(d) Formel: Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens...49
(e) Formel: Umsatzrentabilität oder Umsatzrendite...49
III. Ergebnis und Auswertung der Analyse...50
Anhang
I. Einleitung
1. Problemstellung und Gang der Analyse
Ziel dieser Arbeit ist es, den Jahresabschluss zum 31.12.2004 der Daimler Chrysler AG zu analysieren.
Im Rahmen einer externen Bilanzanalyse wird versucht mit Hilfe analytischer Instrumente, Berechnungen und Kennzahlenvergleichen einen Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DaimlerChrysler AG unter Einbeziehung des DaimlerChrysler-Konzerns zu erschaffen. In groben Ansätzen wird aufgezeigt, welche bilanzpolitischen Maßnahmen das Unternehmen ergriffen hat, um auf bestimmte sich abzeichnende Entwicklungen zu reagieren.
Zunächst werden der vorliegende Jahresabschluss und das darin vorhandene Zahlenmaterial aufbereitet. Danach erfolgen eine Analyse der einzelnen Jahresabschlussposten und eine Analyse der Bilanzpolitik in Ansätzen. Anschließend werden die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen im Zeitvergleich und teils Branchenvergleich gegenübergestellt. Für den Vergleich von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen werden Verhältniskennzahlen verwendet, wodurch Entwicklungen bei dem zu analysierenden Unternehmen Daimler Chrysler AG besser erkannt werden können.
2. Die DaimlerChrysler AG
Die DaimlerChrysler AG in der Unternehmensform einer Aktiengesellschaft ist ein deutsch amerikanischer Hersteller von PKW und Nutzfahrzeugen für zivilen und militärischen Einsatz sowie Finanzdienstleistungen mit Hauptsitz in Stuttgart und Auburn Hills, Michigan (USA). Die Daimler Chrysler AG bzw. ihre Konzerntöchter1 (wie z.B. DaimlerChrysler UK Holding plc., DaimlerChrysler Espana Holding S.A.) entwickeln, produzieren und vertreiben PKW im Rahmen der Mercedes Car Group Mercedes Benz, Smart und Maybach und im Rahmen der Chrysler Group Chrysler, Dodge und Jeep. In einem weltweiten Verbund entwickelt und fertigt das Unternehmen Nutzfahrzeuge der Marken Mercedes Benz, Sterling und weitere.
Das Unternehmen verfügt über Fertigungskapazitäten in insgesamt 20 Ländern. Eine wichtige Rolle spielt auch der Dienstleistungsbereich bei DaimlerChrysler AG mit den Firmen DaimlerChrysler Financial Services und Daimler Chrysler Bank.
Mit der Daimler Benz AG (Deutschland) und der Chrysler Corporation (USA) fusionierten 1998 in einer „Merger of Equals“ – einer „Fusion unter Gleichen“ - zwei traditionsreiche Unternehmen, die die Geschichte des Automobils zu jeder Zeit mitgestaltet haben, zur neuen DaimlerChrysler AG. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück, die bei beiden Vorgängerunternehmen durch Pionierleistungen im Automobilbau geprägt ist. Der Umsatz von DaimlerChrysler beträgt insgesamt 142,1 Mrd. € (2004) und die DaimlerChrysler AG verfügt über 163.369 Beschäftigte (2004).
Im Jahr 2000 erklärte der Co-Vorsitzende Robert Eaton seinen Rücktritt, so dass Jürgen Schrempp zum alleinigen Vorstandsvorsitzenden wird. Am 18.08.2005 hat der Aufsichtsrat der DaimlerChrysler AG seine personelle Entscheidung beschlossen, dass Dr. Dieter Zetsche, der seit dem 1.09.2005 Mercedes-Chef ist, zum 1. Januar 2006 den Vorstandsvorsitz der DaimlerChrysler AG übernehmen wird.2
Die DaimlerChrysler AG gehört nach der Klassifikation des Statistischen Bundesamtes
(WZ 93) zum Wirtschaftszweig Fahrzeugbau und ist wird als Sachleistungsunternehmen eingestuft. Allgemein zeichnen sich Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes durch eine relativ hohe Wertschöpfung aus, haben ein relativ hohes Anlagevermögen, sind personalintensiv und weisen einen relativ geringen Vermögensumschlag auf.3
Dies schlägt sich insbesondere in der Bilanz des zu analysierenden Unternehmens wieder.
3. Einführung in die Bilanzanalyse
Zweck und Ziel einer Bilanzanalyse ist die Darstellung und Beurteilung der gegenwärtigen und vergangenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens durch die Auswertung der in den Jahresabschlüssen enthaltenen und anderer zur Verfügung stehenden Informationen und Daten, die Aufbereitung und Bereinigung der Jahresabschlüsse und die Bildung von Kennzahlen.
Durch die Bilanzanalyse soll erkannt werden, welche aus den Jahresabschlüssen ersichtlichen Faktoren die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens beeinflusst haben.
Eine Bilanzanalyse zielt darauf ab, Aussagen über die mögliche oder wahrscheinliche zukünftige finanzielle Entwicklung des entsprechenden Unternehmens zu machen, um Entscheidungshilfen für Kredit-, Investitions-, Personal- und Rationalisierungsmaßnahmen zu geben. Diese Aussagen beinhalten demnach die Beurteilung der Finanzkraft (statische und dynamische Liquidität) und die Beurteilung der Ertragskraft (Fähigkeit zukünftige Erträge erzielen).4
Endziel der Bilanzanalyse ist somit, auf Grundlage der ermittelten Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wirksame Konsequenzen zu ziehen, um z.B. Krediturteile für kurz- oder langfristige, gesicherte oder ungesicherte Kredite abzugeben, Entscheidungen über den Kauf oder Verkauf von Unternehmen, Unternehmensanteilen oder Aktien vorzubereiten, das Management zu beurteilen und über seine Entlastung und Weiteranstellung zu entscheiden oder interne Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zu ergreifen. Demnach sind (1) Kreditgeber, (2) die Öffentlichkeit (z.B. Aktionäre, Arbeitnehmer, Betriebsräte, Gewerkschaften, Lieferanten, Kunden, Wettbewerber, Marktforscher), (3) die Unternehmensleitung, Gesellschafter, Überwachungsorgane wie der Aufsichtsrat, (4) der potentielle Erwerber eines Unternehmens oder von Unternehmensteilen oder Finanzanalysten aber auch (5) Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Unternehmensberater Adressaten einer Bilanzanalyse.
Eine fundierte Bilanzanalyse ist die Unternehmensbeurteilung aus finanzieller Sicht mit Hilfe der Hauptinformationsquelle, des aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie gegebenenfalls Anhang, Lagebericht und Kapitalflussrechnung bestehenden Jahresabschlusses.5 Bei vielen Kapitalgesellschaften wird weiterhin ein Geschäftsbericht veröffentlicht, in dem der Jahresabschluss, der Lagebericht und darüber hinausgehende freiwillige Angaben der Gesellschaft sowie ein Bericht des Vorstands und ein Bericht des Aufsichtsrats enthalten sind. Der Informationswert der Jahresabschlüsse wird durch Erläuterungsberichte von Wirtschaftsprüfern erhöht, insbesondere dann, wenn die darin enthaltenen Informationen über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Zur Analyse sollten mehrere Jahresabschlüsse bzw. branchengleiche Jahresabschlüsse zur vergleichenden Analyse vorliegen.
Für eine bessere Einschätzung der Finanz- und Ertragskraft des Unternehmens im Rahmen einer Bilanzanalyse sind zusätzliche Informationen über das Unternehmen von großem Nutzen. So geben z.B. die geschichtliche Entwicklung des Unternehmens, die Angabe über die Gesellschafter und das Management, Branchenentwicklung, Betriebsvergleiche und Branchenkennzahlen und die Personalstandsentwicklung wichtige Zusatzinformationen für den Analytiker. Ebenso können u.a. Online-Informationen aus externen Datenbanken, Berichte aus Wirtschafts- und Branchenzeitungen und ähnlich allgemein zugängliche Informationen für die Analyse von wert sein.6
Zu beachten ist, dass der Aussagewert von Jahresabschlüssen und folglich auch von Bilanzanalysen eingeschränkt ist. Die in den Jahresabschlüssen enthaltenen Informationen sind vergangenheitsbezogen und es mangelt an Aktualität, ausreichende unterjährige Informationen sind oft nicht vorhanden, bei den Jahresabschlüssen handelt es sich um Nominalwertrechnungen, die Informationen sind zu global und zeigen nur Ergebnisse, geben aber keine oder kaum Informationen über ihre Ursachen und darüber hinaus können Jahresabschlussangaben durch bilanzpolitische Maßnahmen und in Deutschland auch durch steuerrechtliche Vorschriften beeinflusst sein.7
Zusammenfassend kann man also sagen, dass uneindeutige Rechnungslegungsvorschriften, Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte, Bilanzierungshilfen, Steuerrechtliche Vorschriften, Vorsichtsprinzip, notwendige Schätzungen, Geldentwertung, Verquickung mit der Privatsphäre, Ermessensspielräume, Sachverhaltsgestaltung, Bilanzfälschungen und Grenzen einer legalen Bilanzpolitik, nicht bilanzierungspflichtige Tatbestände, Jahresabschluss und Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers, der nur die formale und nicht die inhaltliche Richtigkeit bestätigt, Gründe für die eingeschränkte Aussagefähigkeit des Jahresabschlusses sind.
[...]
1 Vgl. Lagebericht 2004 der DaimlerChrysler AG – Konzern-Überblick.
2 http://www.media.daimlerchrysler.com (Abruf am 24.08.2005 ca. 14.00 Uhr)
3 Peemöller, S. 133-139.
4 Born, Bilanzanalyse International, S. 4.
5 Born, Bilanzanalyse International, S. 5.
6 Born, Bilanzanalyse International, S. 6-7.
7 Born, Bilanzanalyse international, S. 10 f.
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