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'Hilf mir, es selbst zu tun' - Freiarbeit nach Montessori

Hauptseminararbeit, 2005, 23 Seiten
Autor: Kristina Müller
Fach: Pädagogik - Reformpädagogik

Details

Institution/Hochschule: Universität Trier
Tags: Hilf, Freiarbeit, Montessori
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V54361
ISBN (E-Book): 978-3-638-49587-5

Dateigröße: 177 KB
Anmerkungen :
Die Arbeit enthält auch einen Unterrichtsentwurf zum Thema Freiarbeit in einer 5. Klasse im Englischunterricht.



Textauszug (computergeneriert)

′Hilf mir, es selbst zu tun′ - Freiarbeit nach Montessori

von: Kristina Müller

 


I. Einleitung  2

II. „Hilf mir, es selbst zu tun!“  3

1. Der pädagogische Ansatz von Maria Montessori  3
2. Was bedeutet Freiarbeit bei Maria Montessori?  7
3. Was ist Freiarbeit?  7
4. Freiarbeit am Gymnasium  8

III. Freiarbeit nach Montessori im Englischunterricht in der Klasse 5a des X-Gymnasiums in T. 11

Mit den Schülerinnen wurde im Vorhinein besprochen, wie sie sich in der  12

2. Voraussetzungen 12
3. Medien/Material  13
4. Didaktisch-methodische Strukturierung  15
5. Lernziele und Lerninhalte  16
6. Geplanter Stundenverlauf 20

IV. Schluss 21

V. Literaturverzeichnis  23


 

 

I. Einleitung

Beschäftigt man sich länger mit den verschiedenen pädagogischen Strömungen, so trifft man über kurz oder lang auf Maria Montessori, eine der wichtigsten Pädagoginnen der Reformpädagogikbewegung. Maria Montessoris Name ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und steht nicht nur für eine Person, sondern eine Idee, die vor fast 100 Jahren als revolutionär galt. Auch lange nach ihrem Tod leben ihre Vorstellungen von Erziehung in den zahlreichen Montessori-Einrichtungen weiter. Die Bahn brechende Neuerung in Montessoris Verständnis von Pädagogik lag darin, dass sie die psychischen Reaktionen als dem Mittelpunkt menschlichen Lernens und der damit verbundenen Veränderung erkannte. (Holtstiege 11)

In einer Zeit, die geprägt ist von den verschiedensten Ideen, das deutsche Schulsystem zu reformieren, machen sich viele Menschen Gedanken, wie sie die Schule wieder näher an den Menschen bringen, wie sie es schaffen, die Schüler der heutigen Zeit zu erreichen. Unterricht bedeutet mehr als die Erfüllung von Bildungsstandards und eine Anreicherung mit Wissen. Im Zentrum soll eigentlich der Schüler stehen und damit sein Leben. Leider entsteht immer wieder der Eindruck, dass die deutschen Schüler aus den unterschiedlichsten Motivationen heraus lernen: für gute Noten, für die Eltern oder eben für einen guten Job in der Zukunft. Nur nicht für das Leben. Selbständigkeit, Selbsttätigkeit und Kreativität im Unterricht kommen oft zu kurz und werden aus Zeitgründen auf Unbestimmt vertagt.

In der vorliegenden Seminararbeit möchte ich mich mit Maria Montessoris reformpädagogischem Ansatz auseinandersetzen und anhand eines konstruierten Unterrichtsbeispiels zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, Schulunterricht anders als herkömmlich zu gestalten und den Schüler wieder weiter in den Mittelpunkt zu rücken. Zunächst werden Maria Montessoris Vorstellungen von Pädagogik dargelegt und speziell auf Montessoris Konzepte zur Freiarbeit eingegangen. Im zweiten Teil der Arbeit wird versucht, ein Unterrichtsbeispiel zu konstruieren, in dem die vorher dargestellten Ideen Maria Montessoris mit einbezogen werden. Abschließend wird diskutiert, in wieweit Montessoris Ideen in den Unterricht an deutschen Schulen Einfluss haben oder haben könnten.

II. „Hilf mir, es selbst zu tun!“

1. Der pädagogische Ansatz von Maria Montessori

Durch ihr großes Interesse an Kindern und deren Beobachtung gewann Maria Montessori zeitlebens Erkenntnisse, die sie in ihre pädagogischen Richtlinien einfließen ließ. Ihre Pädagogik orientiert sich am Kind selbst und an seinen Bedürfnissen. „Hilf mir, es selbst zu tun.“ – Auf diese Bitte eines kleinen Mädchens baute Maria Montessori ihre Pädagogik auf; dieser Satz ist der Slogan ihrer Pädagogik. Er steht für den Wunsch des Kindes, selbständig zu Handeln und nicht in seinem Handeln durch Erwachsene gestört oder bevormundet zu werden. Das Kind soll nach Montessori nicht durch ungewollte Hilfeleistung der Erwachsenen in seiner Selbständigkeit eingeschränkt werden. Mit der Kindeserziehung im Zusammenhang stehende Erwachsene, wie Lehrer, Eltern und Kindergärtner, die bei Montessori „Erzieher“ genannt werden, sind Begleiter und Beobachter des Kindes. Der Erzieher hilft dem Kind nur auf seine persönliche Bitte hin und auch nur soweit es nötig ist. (Becker-Textor 9) Nach Schmutzler verfügt Maria Montessori über eine „neue Sicht des Kindes als ei konzentrationsfähiges und aktives Wesen, das seine individuelle Persönlichkeit selbst aufbaut, wenn es eine pädagogisch vorbereitete Umgebung hat und vor allem einen neuen Erzieher, der dem Kind seinem Streben nach ‚Unabhängigkeit’ beim Hineinleben in seien Lebenswelt und Kultur und bei der Entwicklung der dazu erforderlichen Kompetenzen hilft.“ (Schmutzler 93) Das Erziehungsziel Maria Montessori führt das Kind hin zu einem selbständigen und unabhängigen Menschen, der in der Lage ist, Entscheidungen selbst zu treffen. Nach Montessori bedeutet Erziehung Führung, nicht Zwang. (Becker– Textor 9) Jedes Kind habe von Geburt an „ein Recht auf Spontaneität und freie Entfaltung“ (Becker-Textor 26), so Montessori. Die Aufgabe des Erziehers bestünde darin, Kenntnisse über das Kind und seine Bedürfnisse zu erlangen und zu berücksichtigen. Er ist dafür verantwortlich, dass dem Kind ein störungsfreier Raum zur Verfügung steht und ein entwicklungsförderndes Klima in der Kindesumgebung bilden. Zudem ist es nach Montessori wichtig zu bedenken, dass nicht unbedingt der Weg, den der Erwachsene für das Kind aussucht, der richtige ist und das der vom Kind gewählte davon abweichen kann. „Erziehung als Hilfe zum Leben“ (Hobmair 401) bedeutet Pädagogik nach Montessori, Pädagogik bedeutet bei ihr außerdem Führung und Zwanglosigkeit. (Becker-Textor 9)

a) Normalisation

[...]


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