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Scholary Paper (Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Martin Hierl
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Fürst, Niccolò, Machiavelli, Bert, Hellinger, Figur, Vaters
Year: 2002
Pages: 24
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-49605-6
ISBN (Book): 978-3-638-64748-9
File size: 229 KB
Gegenstand im ersten Teil meiner Arbeit ist es, den Text Der Fürst von Niccolò Machiavelli kurz wiederzugeben, die Kernaussagen des Werkes zusammenzufassen, das Menschenbild, das Machiavelli in dem Buch beschreibt zu erörtern und die für mich entscheidenden Erkenntnisse zu diskutieren. Im zweiten Teil werde ich einen kurzen Überblick über die Theorie und Methode von Bert Hellinger geben, und Hellingers verkörperte so, wie die von ihm beschriebene Vaterfigur skizzieren.
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Abstract
Gegenstand im ersten Teil meiner Arbeit ist es, den Text „Der Fürst“ von Niccolò Machiavelli kurz wiederzugeben, die Kernaussagen des Werkes zusammenzufassen, das Menschenbild, das Machiavelli in dem Buch beschreibt zu erörtern und die für mich entscheidenden Erkenntnisse zu diskutieren. Im zweiten Teil werde ich einen kurzen Überblick über die Theorie und Methode von Bert Hellinger geben, und Hellingers verkörperte so, wie die von ihm beschriebene Vaterfigur skizzieren. Voranstellen werde ich jeweils eine kurze Beschreibung der Personen. Im dritten Teil stelle ich die von Machiavelli gezeichnete Figur des Fürsten der des „Vaters“ gegenüber. Da eine allgemeingültige Definition von DER Vaterfigur von mir in dieser Arbeit nicht zu leisten ist, versuche ich zum einen, dass von Bert Hellinger repräsentierte und zum andern, das in Hellingers Texten beschriebene Vaterbild zu gebrauchen. Ich möchte zudem herausfinden, was diese beiden „Modelle“ oder die Triade zwischen Fürst, Vaterfigur und Hellinger aussagen, und welche Vergleiche (welche Übereinstimmungen und welche Unterschiede) zwischen dem Fürsten und dem Vater für mich zu erkennen sind. Zum Schluss fasse ich die für mich entstandenen Ansichten zusammen und erwäge einen möglichen Ausblick.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule München, Fachbereich 11 Sozialwesen
Abgabedatum 31.12.2002
Der Fürst von Niccolò Machiavelli - verglichen mit
der von Bert Hellinger verkörperte und
beschriebene Figur des Vaters
von: Martin Hierl
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 03
2. Der Fürst von Niccolò Machiavelli 04
2.1. Zur Person von Machiavelli 04
2.2. Zusammenfassung von Der Fürst 05
2.3. Das Menschenbild von Machiavelli 09
2.4. Erkenntnisse 10
3. Bert Hellinger 13
3.1. Zur Person von Hellinger 13
3.2. Theorie und Methode von Hellinger 13
3.3. Hellinger als Vaterfigur 14
3.4. Hellingers Vaterbild 15
4. Vergleich 16
4.1. Übereinstimmungen 16
4.2. Unterschiede 19
5. Persönliche Stellungnahme 22
Literaturverzeichnis 24
1. Einleitung
Gegenstand im ersten Teil meiner Arbeit ist es, den Text „Der Fürst“1 von Niccolò Machiavelli kurz wiederzugeben, die Kernaussagen des Werkes zusammenzufassen, das Menschenbild, das Machiavelli in dem Buch beschreibt zu erörtern und die für mich entscheidenden Erkenntnisse zu diskutieren. Im zweiten Teil werde ich einen kurzen Überblick über die Theorie und Methode von Bert Hellinger geben, und Hellingers verkörperte so, wie die von ihm beschriebene Vaterfigur skizzieren.
Voranstellen werde ich jeweils eine kurze Beschreibung der Personen. Im dritten Teil stelle ich die von Machiavelli gezeichnete Figur des Fürsten der des „Vaters“ gegenüber. Da eine allgemeingültige Definition von DER Vaterfigur von mir in dieser Arbeit nicht zu leisten ist, versuche ich zum einen, dass von Bert Hellinger repräsentierte und zum andern, das in Hellingers Texten beschriebene Vaterbild zu gebrauchen. Ich möchte zudem herausfinden, was diese beiden „Modelle“ oder die Triade zwischen Fürst, Vaterfigur und Hellinger aussagen, und welche Vergleiche (welche Übereinstimmungen und welche Unterschiede) zwischen dem Fürsten und dem Vater für mich zu erkennen sind. Zum Schluss fasse ich die für mich entstandenen Ansichten zusammen und erwäge einen möglichen Ausblick.
2. Der Fürst von Niccolò Machiavelli
2.1. Zur Person von Machiavelli
Niccolò Pietro Michele Machiavelli wurde am 3. Mai 1469 in Florenz als Sohn eines Rechtsgelehrten geboren. Der Großteil der männlichen Familienangehörigen schlug eine Laufbahn im Staatsdienst ein. Der Vater war anfangs in der päpstlichen Finanzverwaltung tätig und arbeitete später in Florenz als Anwalt. Machiavelli genoss eine übliche Schulbildung und wurde auf Grund der Bücherleidenschaft des Vaters, die breiten humanistischen Interessen folgte, schon früh mit der antiken Literatur vertraut gemacht. Der Besuch einer Universität blieb ihm - wahrscheinlich auf Grund familiären Geldmangels - nicht vergönnt. Mit 29 Jahren wurde Machiavelli von der florentiner Bürgervertretung zum ,,Segrataro della Republica“ gewählt und mit der Leitung der ,,Seconda Cancellaria“ beauftragt. Er war für Schreib- und Verwaltungsaufgaben zuständig und stets über die innen- und außenpolitische Lage von Florenz informiert. Kurze Zeit später wurde er zusätzlich als Sekretär in den „Rat der Zehn“ einberufen, einem Ausschuss für militärische Angelegenheiten. Seine politische Karriere dauerte 14 Jahre an; diplomatische Reisen prägten Machiavelli in seinem Denken, besonders die zu dem ,,Condottiero“ Borgia, dessen skrupellose und vor keiner Tat zurückschreckende Handlungsweise, beeindruckte Machiavelli nachhaltig. Die republikanische Regierung wurde 1512 gestürzt und die Medici konnten erneut die Macht erlangen.
Im folgenden Jahr wurde Machiavelli aller seiner Ämter enthoben und unter dem Vorwurf der Verschwörung ins Gefängnis geworfen, wo man ihn foltern ließ. Im Rahmen einer allgemeinen Amnestie wurde er aber aus der Haft wieder entlassen, gleichwohl aber aus der Stadt verbannt. Er zog sich auf sein Landgut zurück. Da für Machiavelli mittelfristig keine Möglichkeit bestand, eine von ihm so sehr begehrte Position im Staatsdienst zu erlangen, betätigte er sich mit Schriftstellerei. Machiavelli wurde 1519 von den Medicis mit der Niederschrift der Geschichte von Florenz beauftragt und 1525 beendete er diese Arbeit. 1526 wurde Machiavelli noch einmal eine kleine politische Aufgabe zu Teil, als er Mitglied in einem Gremium wurde, das den Ausbau der Stadtmauer von Florenz überwachte. Ein möglicher Beginn einer neuen politischen Karriere blieb ihm aber versagt, da sich 1527 die Bürger der Stadt Florenz von der Herrschaft der Medici befreiten. Machiavelli starb kurze Zeit später am 21. Juni 1527. Erst nach seinem Tod wurden seine Werke veröffentlicht: die ,,Discorsi“ 1531, ,,Il Principe“ ein Jahr später.
2.2. Zusammenfassung von Der Fürst
Machiavellis Werk „Der Fürst“ lässt sich in vier Teile gliedern. In den ersten elf Kapiteln geht Machiavelli auf die verschiedenen Entstehungsformen von Fürstentümern ein und belegt sie mit Beispielen und Anekdoten aus der Geschichte, wie sie entstanden sind und bewertet deren jeweilige Vorzüge und Nachteile. Er beschreibt, dass Fürstentümer entweder ererbt, erobert, oder durch Glück erworben werden und auf welche Weise sie zu regieren sind. Entscheidend bei allen Entstehungs- bzw. Herrschaftsformen ist seiner Meinung nach, dass alte Strukturen und Gewohnheiten von bestehenden Völkern nicht verändert werden dürfen. „Für ein Volk ist es unerheblich von wem es regiert wird, ausschlaggebend ist, dass alte Gesetze und Steuern nicht verändert werden.“2 Neben der Erläuterung von ererbten oder durch Glück erworbenen Fürstentümern, beschäftigt er sich besonders mit dem Vorgang der Eroberung und hält eine Annexion für völlig vernünftig: „Die Eroberung ist in der Tat eine sehr natürliche und gewöhnliche Sache, und die Menschen, die das ausführen, was sie können, werden stets gelobt und nicht getadelt.“ 3
[...]
1 Machiavelli, Niccolò: Der Fürst, Frankfurt am Main, 1999
2 Ebd., S. 22
3 Ebd., S. 28
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