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Ökonomische Folgen der EU für Polen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 22 Pages
Author: Laura Niedballa
Subject: Politics - International Politics - Region: Eastern Europe

Details

Event: Einführung in die Internationale Politische Ökonomie
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Gesellschaftswissenschaften)
Tags: Folgen, Polen, Einführung, Internationale, Politische
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 22
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 15  Entries
Language: German
Archive No.: V54506
ISBN (E-book): 978-3-638-49693-3

File size: 207 KB


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Seminar: Einführung in die Internationale Politische Ökonomie
WS 2005/2006

Ökonomische Folgen der EU für Polen

von: Laura Moj

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 003

2. Beziehung zwischen der EU und Polen 005

3. Beitrittskriterien der EU 007

3.1 Politische Kriterien 007
3.2 Wirtschaftliche Kriterien 008

4. Mögliche ökonomische Vorteile für Polen und andere Beitrittsländer 011

4.1 Garantierter Zugang zu EU-Märkten 011
4.2 Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen und Strukturfonds 012

5. Mögliche ökonomische Vorteile für Polen und die EU 014

5.1 Wachsende Absatzpotentiale und regionalökonomische Auswirkungen 014
5.2 Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit 015

6. Mögliche ökonomische Nachteile für Polen und andere Beitrittsländer 016

7. Mögliche ökonomische Folgen für Polen und die EU (Güter-, Kapital- und Arbeitsmarkt, Ressourcentransfer) 18

8. Migration 019

9. Zusammenfassende Schlussbetrachtung 020

10. Quellen und Literatur 021



 

 

1. Einleitung

Polen ist das größte (312.000 Quadratkilometer) und bevölkerungsreichste (knapp 40 Millionen) Neumitglied der Europäischen Union. Aufgrund dieser Fakten, aber auch aufgrund der geopolitischen Lage und der historischen Entwicklung, gehört Polen zu den wichtigsten Beitrittsländern der EU. Mit der Unterzeichnung des Europaabkommens am 16.12.1991, dass Polen gemeinsam mit der Tschechoslowakei und Ungarn unterzeichnete, wurde die Heranführung an die EG besiegelt.1

Polen, welches als Vorreiter unter den osteuropäischen Ländern bis 1989 gegen den Kommunismus/Sozialismus kämpfte, wurde mit dem Antrag auf den Beitritt zur Europäischen Union am 05.04.1994 in den Kandidatenkreis aufgenommen und richtet eine Politik seitdem strikt auf die Angleichung und Erfüllung des erforderten EU-Standards, den „acquis communautaire2“, aus. Am 1. Mai 2004 stand nun der Europäischen Union die fünfte Integrationsetappe nach ihrer Gründung bevor.

Die Erweiterung der EU auf 25 Mitglieder durch den Beitritt von zehn Staaten Ost-, Ostmittel- und Südeuropas, unter anderem auch Polen, ist noch immer mit hohen Anpassungs- und Reformerfordernissen verbunden. Die Aufgabe dieser Seminararbeit wird es sein, mögliche ökonomische Folgen, sowohl für Deutschland, als auch für das Neumitglied Polen, der Europäischen Union nach der EU-Osterweiterung zu filtern und grob zu skizzieren, ohne dabei diese Auswirkungen analytisch zu diskutieren. Hierbei gilt es in Ansätzen die Fragen zu erörtern, welche eventuellen Vor- und Nachteile für die Ökonomien der EU bzw. der neuen Mitglieder (und im speziellen Fokus auf Polen) nach der Erweiterung bestehen könnten. Was sind mögliche wirtschaftliche Perspektiven nach der EU-Osterweiterung? Sind die ökonomischen Folgen für die EU bzw. für die Beitrittsländer voneinander abhängig oder kann man diese separat voneinander betrachten? Es sei darauf hingewiesen, dass diese Hausarbeit primär ein Grundriss möglicher Folgen der EU-Osterweiterung darstellt und nicht dem Anspruch nachgeht, ganzheitlich erschöpfend zu sein.

2. Beziehung zwischen der Europäischen Union und Polen

Bei den langwierigen Beitrittsverhandlungen erwies sich Polen, das meist als Wortführer der anderen MOE-Staaten auftrat, als ein äußerst hartnäckiger Partner, der sehr auf seine finanziellen Interessen fixiert war. Als die groben Problembereiche bei den Verhandlungen kristallisierten sich schnell die Landwirtschaft und die Strukturhilfe für ärmere Regionen heraus, daneben die geforderte Freizügigkeit polnischer Arbeitnehmer auf dem EUBinnenmarkt, sowie der Bodenerwerb durch Ausländer in Polen.3 Diese zum Teil emotionsgeladenen Debatten ließen im rechten Parteilager eine deutlich anti-deutsche Stimmung entstehen.

Polen sah sich finanziell hintergangen und verweigerte zunächst die Unterzeichnung des Agrarkompromisses (vom Oktober 2002), welcher festlegte, dass die neuen Mitgliedstaaten in das System der Direktzahlungen nur stufenweise einbezogen werden und erst ab 2013 Beihilfe in der gleichen Höhe wie die Landwirte der EU-Altmitglieder erhalten.4 Unter dem Druck der zunehmend europaskeptischen politischen Klasse, verhandelte Ministerpräsident Leszek Miller sehr hart nach und konnte für Polen einige Besserungen erreichen. Finanziell gibt es eine gute Unterstützung seitens der EU: Nachdem Polen im Zeitraum 1990-1999 über 2 Milliarden und 2004-2006 14,9 Milliarden Euro aus dem PHARE-Programm erhalten hatte, werden nach heutigen Schätzungen in den Jahren 2007-2013 etwa 69,2 Milliarden Euro in das Land fließen.5

[...]


1 Müller-Brandeck.Bocquet, Gisela: Polen in der Europäischen Union, In: Der Fischer Weltalmanach „Eu- Erweiterung“, FFM 2004, S. 85

2 „aquis communautaire“: Von den Beitrittsländern wird verlangt, dass sie den gemeinschaftlichen Besitzstand an Primäs- und Sekundärrecht übernehmen, was voraussetzt, dass sie über moderne und leistungsfähige Verwaltungsstrukturen verfügen.

3 Müller-Brandeck.Bocquet, S. 89

4 vgl. ebd., S. 90

5 vgl. ebd., S. 91


Comments

Heidi
10.07.2006 01:35:20
Kritik
Für zweiundzwanzig Seiten ist der Inhalt ziemlich wenig. Wenn man den Text mit Schriftgrad zwölf formatiert und normale Ränder von zwei oder drei Zentimetern nimmt, wie üblich, dann kommt man auf deutlich weniger Seiten. Inhaltlich ist die Hausarbeit gut, wenn auch in einigen Punkten, wie den Nachteilen für Polen, ziemlich dürftig mit nur einem Aspekt.
Redaktion
10.07.2006 10:02:59
Re: Kritik
Die Arbeit ist mit 12 Punkt-Schrift formatiert. Die etwas breiteren Ränder wurden bei der Preisfestsetzung berücksichtigt.
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