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Hauptseminararbeit, 2006, 22 Seiten
Autor: Laura Niedballa
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Fachbereich 10 Neuere Philologien)
Tags: Legastheniediagnostik, Kindsmisshandlung, Alter, Sekundarstufe, Hauptseminar, Didaktik, Sprache
Jahr: 2006
Seiten: 22
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-49694-0
Dateigröße: 220 KB
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WS 2005/2006
Legastheniediagnostik und -therapie nach
Kindsmisshandlung im Alter der Sekundarstufe I
von: Laura Moj
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 03
2. Begriffsdefinition: “Legasthenie” 04
2.1 Historischer Überblick 05
3. Definitionen: „sexueller Missbrauch“ 06
4. Ursachen der Legasthenie 07
4.1 „typische“ Anzeichen 09
4.2 sexuelle Ausbeutung von Jungen und Mädchen 10
5. Legasthenie als Symptom einer Beziehungsstörung 12
5.1 Symptome sexuellen Missbrauchs 12
5.1.1 Psychosomatische Krankheiten 13
5.1.2 Sexualverhalten 14
5.1.3 Sozialverhalten 14
5.2 Sind Störungen im Schriftspracherwerb eine Krankheit? 15
5.3 Welche Auswirkungen haben Lernstörungen? 15
6. Legastheniediagnostik 16
7. Therapie 17
8. Zusammenfassende Schlussbetrachtung 20
9. Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
Diese von mir erstellte Arbeit beinhaltet das Thema des Kindesmissbrauchs und welche Folgeschäden sich dadurch entwickeln können. Ich gehe dabei vor allem auf die Lese- und Rechtschreibstörung „Legasthenie“ ein und versuche zu erläutern, welchen Zusammenhang es zwischen Missbrauch und der Lernprobleme beim schulischen Spracherwerb gibt. Ich erläutere dafür zunächst den Begriff der „Legasthenie“, um einen Überblick zu erhalten.
Um einen Vergleich ziehen zu können, beschreibe ich anschließend den Begriff des „sexuellen Missbrauchs“. Danach stelle ich heraus, welche Ursachen die Legasthenie haben kann und versuche auch hier die Problematik des sexuellen Missbrauchs einzubinden. Um ein gutes Gesamtverständnis zu erreichen, erörtere ich anschließend die Diagnostikmöglichkeiten bei Legasthenie und beschreibe dann die Therapiemöglichkeiten, die bei Schulkindern angewandt werden. Zum Schluss versuche ich dann noch ein Fazit zu ziehen, um die Arbeit abzurunden.
2. Begriffsdefinition: „Legasthenie”
Legasthenie ist die Bezeichnung für Schwächen beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechtschreiben, die weder auf eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung, noch auf unzulänglichen Unterricht zurückgeführt werden können.1 Natürlich gibt es hierzu viele verschiedene ausführliche Ansichten. Im Folgenden nur einige:
Lindner (1962): „Unter Legasthenie verstehen wir eine spezielle, aus dem Rahmen der übrigen Leistungen fallende Schwäche im Erlernen des Lesens (und indirekt auch des selbstständigen fehlerfreien Schreibens) bei sonst intakter - oder im Verhältnis zur Lesefertigkeit - relativ guter Intelligenz. [...] Von Legasthenikern sprechen wir also nur, wenn ein Kind von ungefähr normaler Intelligenz unter normalen Schulverhältnissen und trotz aller Bemühungen der Erwachsenen das Lesen (oder Schreiben) nicht oder nur mit der größten Anstrengung erlernen kann, während in den übrigen Fächern keine auffallenden Probleme vorhanden sind.“ Biglmaier (1965) ergänzt hierzu: „Wir verstehen somit unter Legasthenie eine spezielle Störung in der Beziehung zwischen dem geschriebenen oder gedruckten und dem ausgesprochenen oder erkannten Wort. Sie ist an überdurchschnittlich häufigen und schwerwiegenden Lesefehlern und meist verzögertem Lesetempo zu erkennen.
Im Einzelnen finden wir beim Lesen des Legasthenikers: sinnlose Wörter, erratendes Lesen, sehr viele Umstellungen, Auslassungen, Hinzufügungen, Verwechslung von Buchstaben, erschwerte Analyse und Synthese; schlechte Rechtschreibleistungen sind der Ausdruck derselben Schwierigkeiten auf schriftlichem Gebiet. Von der Legasthenie sprechen wir aber nur dann, wenn die Leseschwäche nicht auf Organfehler, Minderbegabung oder ungünstige Umweltverhältnisse zurückzuführen ist. Der Begriff der Legasthenie wird seit den 80er Jahren auch „LRS“ (Lese- Rechtschreibschwäche) genannt
2.1 Historischer Überblick
Im Mittelalter und den Anfängen der Neuzeit gab es nur wenige Leute, die sich auf die Kunst des Lesens und des Schreibens verstanden. In dem Maße, in dem die Schriftsprache an Bedeutung gewann und die allgemeine Beschulung der Bevölkerung zunahm, wurde offenbar, dass eigentlich jeder diese Kunst bis zu einer gewissen Fertigkeit erlernen kann, selbst wenn er sonst eher schwach begabt erscheint.2 Aber 1916 prägte Ranschburg den Begriff der Legasthenie und veröffentlichte Experimente, mit denen er zeigte, dass zwischen Legasthenikern und schwach begabten Kindern ein deutlicher Unterschied besteht. Im Laufe der nächsten 60 Jahre wurde versucht, die Ursachen der Legasthenie zu erforschen.3
3. Definitionen: „sexueller Missbrauch“
[...]
1 http://www.lvls.de/#Was%20ist%20Legasthenie, Stand: 14.03.06 Definition des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesverbands Legasthenie e. V. Entsprechend ist Legasthenie unter Ziffer 315.0 in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten von 1979 (ICD 9) und im „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ von 1980 (DSM III) definiert.
2 Lange, Günter; Neumann, Karl; Ziesenis, Werner (Hrsg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts, Grundfragen und Praxis der Sprach- und Literaturdidaktik, Band 1: Grundlagen Sprachdidaktik Mediendidaktik, Schneider Verlag Hohengehren GmbH, Baltmannsweiler 2001, S. 305
3 ebd., S. 305
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