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Ansätze zur Kostenoptimierung bei der kommunalen Abwasserentsorgung

Autor: Dipl.-Ing. Stephan Glapski
Fach: Bauingenieurwesen

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Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 130
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 142  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 508 KB
Archivnummer: V54610
ISBN (E-Book): 978-3-638-49770-1

Textauszug (computergeneriert)

Diplomarbeit
Technische Universität Berlin
Fakultät Architektur, Umwelt, Gesellschaft

Ansätze zur Kostenoptimierung bei der kommunalen Abwasserentsorgung

vorgelegt von: Stephan Glapski
vorgelegt am: 21.08.2004

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis V

1. Einleitung 1
1.1 Hintergrund 1
1.2 Problemstellung 1
1.3 Ziele und Vorgehensweise 2

2. Grundlagen der Abwasserentsorgung ... 4
2.1 Begriffsbestimmungen ... 4
2.2 Eckdaten zur materiellen Infrastruktur - unter Beachtung des Landes Brandenburgs ... 5
2.2.1 Umfang der Kanalisation ... 5
2.2.2 Alter und Zustand der Kanalisation ... 7
2.2.3 Kläranlagen ... 9
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen ... 9
2.3.1 Europarecht ... 10
2.3.2 Bundesrecht ... 11
2.3.3 Landesrecht ... 12
2.3.4 Kommunale Satzungen ... 13
2.4 Organisationsformen ... 13
2.4.1 Öffentlich-rechtliche Modelle ... 14
2.4.1.1 Regiebetrieb ... 14
2.4.1.2 Eigenbetrieb ... 14
2.4.1.3 Anstalt öffentlichen Rechts ... 15
2.4.1.4 Zweckverband ... 15
2.4.1.5 Wasser - und Bodenverband ... 15
2.4.2 Privatrechtliche Modelle ... 16
2.4.2.1 Eigengesellschaft ... 16
2.4.2.2 Betreibermodell ... 17
2.4.2.3 Betriebsführungsmodell ... 18
2.4.2.4 Betriebsüberlassung ... 18
2.4.2.5 Kooperationsmodell ... 18
2.5 Veränderte Nachfragebedingungen ... 19
2.5.1 Abnehmerentwicklung ... 19
2.5.2 Abnehmerverhalten ... 19
2.5.2.1 Einsparpotentiale private Haushalte ... 20
2.5.2.2 Einsparpotentiale Unternehmen ... 22
2.5.3 Auswirkungen auf die Systeme der Abwassertechnik ... 22

3. Finanzierung der Abwasserentsorgung ... 24
3.1 Innenfinanzierung ... 24
3.1.1 Gebühren ... 24
3.1.2 Beiträge ... 25
3.1.3 Investitionszuweisungen ... 26
3.2 Außenfinanzierung ... 26
3.2.1 Kreditfinanzierung ... 27
3.2.2 Kreditsubstitute ... 28
3.2.2.1 Kommunalleasing ... 28
3.2.2.2 Cross-Border-Leasing ... 30
3.2.2.3 Forfaitierung ... 32
3.2.2.4 Stille Beteiligung ... 34
3.3 Fazit ... 35

4. Umgang mit Kosten bei der Abwasserentsorgung  ... 36
4.1 Kostenrechnung allgemein ... 36
4.1.1 Grundlagen ... 36
4.1.2 Aufgaben und Ziele der Kostenrechnung ... 37
4.1.3 Systematik der Kostenrechnung ... 38
4.1.4 Kostenrechnungssysteme ... 38
4.1.5 Kosten- und Leistungsrechnung ... 39
4.2 Kostenplanung ... 40
4.2.1 Grundlagen ... 40
4.2.2 Investitionskostenplanung ... 41
4.2.3 Planung der Betriebskosten ... 43
4.2.3.1 Kanalisation ... 44
4.1.3.2 Abwasserpumpwerke ... 45
4.2.3.3 Kläranlagen ... 45
4.2.3.4 Reststoffbehandlung und -entsorgung ... 47
4.2.3.5 Abwasserabgabe ... 47
4.3 Kostenvergleichsrechnung ... 48
4.3.1 Vorüberlegungen ... 48
4.3.2 Abgrenzung ... 49
4.3.3 Ablauf ... 50
4.4 Kostenmanagement ... 52
4.4.1 Abgrenzung ... 53
4.4.2 Instrumente ... 53
4.4.2.1 Benchmarking ... 54
4.4.2.2 Prozesskostenrechnung ... 55
4.5 Fazit ... 56

5. Ansätze zur Kostenoptimierung bei der Abwasser-Entsorgung in zwei Brandenburger Regionen ... 58
5.1 Auswahl der Untersuchungsbeispiele ... 58
5.2 Der Wasser- und Abwasserverband „Havelland“ ... 59
5.2.1 Die Region Havelland ... 60
5.2.1.1 Geographische und administrative Einordnung ... 60
5.2.1.2 Demographie ... 60
5.2.2 Organisationsstruktur ... 61
5.2.3 Entsorgungsstruktur ... 62
5.2.4 Entgelterhebung ... 62
5.2.4.1 Beiträge ... 62
5.2.4.2 Gebühren ... 63
5.2.5 Unternehmensbestand ... 64
5.2.5.1 Anlagevermögen ... 64
5.2.5.2 Umlaufvermögen ... 65
5.2.5.3 Verbindlichkeiten ... 65
5.2.5.4 Personal ... 66
5.2.5.5 Verträge ... 66
5.2.6 Entwicklung der Nachfrage ... 68
5.2.7 Analyse der wirtschaftlichen Lage ... 68
5.3 Der Abwasserzweckverband „Planetal“ ... 70
5.3.1 Die Region Planetal ... 70
5.3.1.1 Geographische und administrative Einordnung ... 71
5.3.1.2 Demographie ... 71
5.3.2 Organisationsstruktur ... 71
5.3.3 Entsorgungsstruktur ... 72
5.3.4 Entgelterhebung ... 73
5.3.4.1 Beiträge ... 73
5.3.4.2 Gebühren ... 73
5.3.5 Unternehmensbestand ... 74
5.3.5.1 Anlagevermögen ... 75
5.3.5.2 Umlaufvermögen ... 76
5.3.5.3 Verbindlichkeiten ... 76
5.3.5.4 Personal ... 76
5.3.5.5 Verträge ... 77
5.3.6 Entwicklung der Nachfrage ... 77
5.3.7 Analyse der wirtschaftlichen Lage ... 78
5.4 Ansätze zur Kostenoptimierung ... 79
5.4.1 Beeinflussbarkeit von Kosten ... 80
5.4.2 Fallbeispielbezogene Kostenoptimierungsmöglichkeiten ... 81
5.4.2.1 Kanalisation ... 81
5.4.2.2 Kläranlage ... 82
5.4.2.3 Verträge ... 87
5.4.3 Allgemeine Ansätze zur Kostenoptimierung ... 89
5.4.3.1 Nutzung von Synergien ... 89
5.4.3.2 Technische Kopplungseffekte ... 90
5.4.3.3 Kooperation ... 91
5.4.3.4 Benchmarking ... 92
5.4.3.5 Alternative Betriebsformen ... 94
5.5 Fazit ... 95

6. Resümee ... 96

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... 98

Literatur- und Quellenverzeichnis ... 99

Anlagen ... A

 

1. Einleitung

1.1 Hintergrund

Die Höhe der Abwassergebühren ist in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Innerhalb der 1990er Jahre haben sich die Abwassergebühren nahezu verdoppelt. Dagegen ist die zu entsorgende Menge Wasser in den letzten Jahren gesunken. Insbesondere in den neuen Bundesländern kam es seit der Wiedervereinigung zu enormen Kostensteigerungen und infolgedessen zu einer drastischen Reduzierung der Verbrauchsmengen. Der Bevölkerungsrückgang in weiten Teilen Deutschlands tut sein Übriges, dass die Systeme der Abwassertechnik mit enormen Schwierigkeiten wirtschaftlicher und technischer Art konfrontiert werden

Da zusätzlich in den vergangenen Jahren das Geld in den öffentlichen Kassen immer knapper wurde, werden seit einiger Zeit intensive Überlegungen darüber angestellt, wie Kosten eingespart werden können. Vermehrt ist von Schlagworten wie „Kostencontrolling“ und „Privatisierung“ die Rede.
 

1.2 Problemstellung

Den Gebührenzahlern ist nur schwer zu vermitteln, dass ihre Bemühungen Wasser einzusparen zu einer Erhöhung der Abwasserausgaben statt zu einer erwarteten Verminderung geführt haben. Erklärungsversuche zur Begründung steigender Abwassergebühren finden sich zahlreich. Zum einen werden Gebührensteigerungen mit dem betriebswirtschaftlichen Argument hoher Fixkosten vor dem Hintergrund sinkender Abwassermengen erklärt. Zum anderen mit hohen Investitionen aufgrund gestiegener Umweltauflagen oder hohen Aufbaukosten bei der Anbindung bisher unerschlossener Gebiete an die öffentliche Kanalisation. Parallel sind eine mangelnde Wirtschaftlichkeit von öffentlich-rechtlichen Organisationsformen und die Praxis der Gebührenkalkulation Gegenstand der Kritik geworden. Eine umfassende Erklärung zur Begründung der Kostensteigerung bei der kommunalen Abwasserentsorgung konnte bisher nicht gefunden werden.

Da der Begriff „Kosten" offenbar jedem klar ist, er aber andererseits unterschiedliche Bedeutung besitzt, können vielen Menschen Kosteneinsparungen eingeredet werden, ohne dass diese tatsächlich nachprüfbar sind. Wenn von Kosteneinsparungen gesprochen wird, sind meist die Investitionskosten gemeint. Diese Betrachtungsweise ist jedoch unzureichend, da nicht die Investitionskosten, sondern die Gesamtkosten (Investitionskosten + Betriebskosten, von Bedeutung sind. Bei der Diskussion über Kosteneinsparungen wird häufig übersehen, wem die Kosteneinsparungen nützen sollen. Soll der Nutzen in erster Linie dem Auftraggeber (Kommune, Verband), dem Betreiber (Kommune, Verband, privater Abwasserentsorger), dem Zuschussgeber (Bund, Land) der Abwasserentsorgungsanlagen oder dem Anschlussnehmer (Gebührenzahler) zu Gute kommen? Je nachdem, wie diese Frage beantwortet wird, sind Kosteneinsparungen unterschiedlich zu beurteilen.
 

1.3 Ziele und Vorgehensweise

Mit der vorliegenden Arbeit „Ansätze zur Kostenoptimierung bei der kommunale Abwasserversorgung“ wird zum einem der Versuch unternommen Abwasserentsorgern Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, welche es ihnen erlauben, das eigene Unternehmen auf Kostendämpfungspotentiale hin zu analysieren und diese dann wahrzunehmen, um so die Verbrauchsgebühren zu senken. Zum anderen sollen die einzelnen Einflüsse auf die zu veranschlagende Gebührenhöhe zur kostendeckenden Abwasserbeseitigung herausgearbeitet werden.

Da Kostensenkungen von dem jeweiligen Standpunkt aus (Auftraggeber, Betreiber, Zuschussgeber oder Anschlussnehmer) zu betrachten sind und Kostensteigerungen bzw. Kostensenkungen für die eine Gruppe mit Kostensenkungen bzw. Kostensteigerungen einer anderen einhergehen können, trägt die Arbeit bewusst den Titel „Ansätze zur Kostenoptimierung“. So ermöglicht z.B. die Erhöhung der Fördermittelrate des Landes für Investitionen die Absenkung der Beitragsgebühren für Anschlussnehmer. Oberstes Ziel ist es, die Abwassergebühren für den Gebührenzahler so gering wie möglich zu halten.

Zum Einstieg in das Thema der kommunalen Abwasserbeseitigung wird in Kapitel 2. ein Überblick zum Umfang der Abwasserentsorgungsinfrastruktur, die rechtlichen Rahmenbedingungen und möglichen Organisationsformen der Abwasserentsorgung gegeben. Ferner soll das Abnehmerverhalten und die Veränderung der Abnehmerzahl hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Systeme der Abwassertechnik betrachtet werden.

Kapitel 3. setzt sich mit der Finanzierung der kommunalen Abwasserentsorgung auseinander. Neben der Darlegung der einzelnen Varianten soll zum einem auch der Einfluss der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten auf die Investitionskosten im Bereich der Abwasserbeseitigung untersucht werden. Zum anderen soll die Frage der Vorteilhaftigkeit einzelner Finanzierungsvarianten für die Abwasserbeseitigung unter bestimmten Voraussetzungen betrachtet werden.

Um den Einfluss der anfallenden Kosten bei der Abwasserbeseitigung auf die Gebührenhöhe nachzuvollziehen wird in Kapitel 4. der Umgang mit Kosten und deren Umfang dargelegt. Zum allgemeinen Verständnis werden die Systematik und Aufgaben der Kostenrechnung erklärt. Daran anschließend erfolgt die Beschreibung zum Ablauf der Investitionskostenplanung und ein Überblick zur Planung und Aufteilung der Betriebskosten. Vor dem Hintergrund des Vorwurfs mangelnder Wirtschaftlichkeit bei der kommunalen Abwasserentsorgung wird die Methode der Kostenvergleichsrechnung für den Bereich der Abwasserentsorgung vorgestellt. Die in anderen Bereichen der Betriebswirtschaft eingesetzten Instrumente zum Kostenmanagement werden ferner auf ihre Anwendbarkeit im Bereich der Abwasserentsorgung analysiert.

Die konkrete fallbeispielbezogene Untersuchung von Kostenoptimierungsmöglichkeiten erfolgt in Kapitel 5. anhand von zwei Brandenburger Regionen. Dabei werden sowohl fallbeispielbezogene Möglichkeiten zur Kostenoptimierung als auch allgemeingültige Ansätze untersucht.

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