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Der Eva-Infarkt - Warum frauenspezifische Aufklärung wichtig ist

Termpaper, 2006, 25 Pages
Author: Janina Goldenstedt
Subject: Health Science

Details

Event: Public Health als multidisziplinäre Problemanalyse:Herzkreislauferkrankungen
Institution/College: University of Bremen
Tags: Eva-Infarkt, Warum, Aufklärung, Public, Health, Problemanalyse, Herzkreislauferkrankungen
Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 24  Entries
Language: German
Archive No.: V54959
ISBN (E-book): 978-3-638-50036-4
ISBN (Book): 978-3-638-66365-6
File size: 100 KB

Abstract

Der Eva-Infarkt Warum frauenspezifische Aufklärung wichtig ist Herzkreislauferkrankungen machen heutzutage etwa die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland aus. Der akute Myorkardinfarkt steht dabei bei Männern an zweiter und bei Frauen an dritter Stelle der Todesursachenstatistik des Jahres 2004. Dies mag für den Gesundheitswissenschaftler, der sich mit diesen Themen und Statistiken auskennt und auseinandersetzt nicht weiter überraschend sein, da sich die Zahlen seit Jahren nicht großartig verändern. Die einzig markante Veränderung zeigt sich darin, dass die Prävalenz von Herzinfarkten bei Männern sinkt und bei Frauen steigt. Diese Tatsachen sind bei der Allgemeinbevölkerung jedoch kaum bekannt. Die Initiative Frauenherz hat im Jahr 2004 eine Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben, bei der Frauen zum Thema Herzinfarkt bei Männern und Frauen befragt wurden. Das Ergebnis dieser Umfrage war erschütternd, die meisten Frauen hielten Herzinfarkte “für reine Männersache”, 61% vermuteten mehr Infarkttodesfälle bei Männern und 82% vermuteten, dass Frauen nach einem Infarkt gleiche oder bessere Überlebenschancen als Männer haben (Initiative Frauenherz (10.02.2006), http://www.frauenherz.info/emnid-umfrage.asp). Mangelndes Wissen ob des Risikos an einem Herzinfarkt zu erkranken, sowie die Unkenntnis über frauenspezifische Symptomatik führen dazu, dass erste Anzeichen eines Infarkts oft falsch gedeutet und fehlinterpretiert werden. Dadurch kommen Frauen später in ärztliche Behandlung und erleiden schwerere Infarkte mit einer höheren Komplikations- und Todesrate. Da Herzkreislauferkrankungen in vielen Fällen durch eine ausgewogene Lebensführung mit ausreichender Bewegung, gesunder Ernährung und Stressbewältigungsmaßnahmen vermieden werden können, greifen Präventionsprogramme sehr gut. Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Arbeit entstanden. Sie soll die Dringlichkeit von frauenspezifischerAufklärung verdeutlichen. Dazu wird zunächst das Krankheitsbild vorgestellt, dann werden die (Haupt-) Risikofaktoren vorgestellt und die Behandlungsmethoden. Diese natürlich jeweils unter dem frauenspezifischen Gesichtspunkt. Die Arbeit schließt mit dem Fazit, welches die Bedeutung der geschlechtsbezogenen Aufklärung nochmals unterstreicht.


Excerpt (computer-generated)

Universität Bremen
Seminar:
Public Health als multidisziplinäre Problemanalyse:
Herzkreislauferkrankungen

Der Eva-Infarkt
Warum frauenspezifische Aufklärung wichtig ist

eingereicht von:
Janina Goldenstedt
Studiengang:
Public Health
1. Fachsemester

 

1. Einleitung ... 3

2. Krankheitsbild ... 4
2.1 Definition ... 4
2.2 Ätiologie ... 5
2.3 Prävalenz und Mortalität...  6

3. Risiken und Schutzfaktoren ... 7
3.1 Allgemeine Risiken (geschlechtsunspezifisch) ... 7
3.1.1 Hypertonie ... 7
3.1.2 Diabetes mellitus ... 8
3.1.3 Fettstoffwechselstörungen ... 8
3.1.4 Übergewicht ... 8
3.1.5 körperliche Inaktivität ... 9
3.1.6 Rauchen ... 9
3.1.7 Stress ... 9
3.2 Weibliche Schutzfaktoren ... 10
3.3 Frauenspezifische Risiken ... 11

4. Unterschiede in Diagnose und Behandlung ... 12
4.1 Höhere Sterblichkeit ... 12
4.2 Akutbehandlung und Diagnosesicherung ... 13
4.3 Behandlung ... 17
4.4 Rehabilitation ... 19

5. Fazit ... 21

Anlage ... 23

Literaturverzeichnis ... 24

 

Der Eva-Infarkt

Warum frauenspezifische Aufklärung wichtig ist

1. Einleitung

Herzkreislauferkrankungen machen heutzutage etwa die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland aus. Der akute Myorkardinfarkt steht dabei bei Männern an zweiter und bei Frauen an dritter Stelle der Todesursachenstatistik des Jahres 2004.

Dies mag für den Gesundheitswissenschaftler, der sich mit diesen Themen und Statistiken auskennt und auseinandersetzt nicht weiter überraschend sein, da sich die Zahlen seit Jahren nicht großartig verändern. Die einzig markante Veränderung zeigt sich darin, dass die Prävalenz von Herzinfarkten bei Männern sinkt und bei Frauen steigt. Diese Tatsachen sind bei der Allgemeinbevölkerung jedoch kaum bekannt. Die Initiative Frauenherz hat im Jahr 2004 eine Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben, bei der Frauen zum Thema Herzinfarkt bei Männern und Frauen befragt wurden. Das Ergebnis dieser Umfrage war erschütternd, die meisten Frauen hielten Herzinfarkte “für reine Männersache”, 61% vermuteten mehr Infarkttodesfälle bei Männern und 82% vermuteten, dass Frauen nach einem Infarkt gleiche oder bessere Überlebenschancen als Männer haben (Initiative Frauenherz (10.02.2006), http://www.frauenherz.info/emnid-umfrage.asp). Mangelndes Wissen ob des Risikos an einem Herzinfarkt zu erkranken, sowie die Unkenntnis über frauenspezifische Symptomatik führen dazu, dass erste Anzeichen eines Infarkts oft falsch gedeutet und fehlinterpretiert werden. Dadurch kommen Frauen später in ärztliche Behandlung und erleiden schwerere Infarkte mit einer höheren Komplikations- und Todesrate.

Da Herzkreislauferkrankungen in vielen Fällen durch eine ausgewogene Lebensführung mit ausreichender Bewegung, gesunder Ernährung und Stressbewältigungsmaßnahmen vermieden werden können, greifen Präventionsprogramme sehr gut. Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Arbeit entstanden. Sie soll die Dringlichkeit von frauenspezifischerAufklärung verdeutlichen.

Dazu wird zunächst das Krankheitsbild vorgestellt, dann werden die (Haupt-) Risikofaktoren vorgestellt und die Behandlungsmethoden. Diese natürlich jeweils unter dem frauenspezifischen Gesichtspunkt. Die Arbeit schließt mit dem Fazit, welches die Bedeutung der geschlechtsbezogenen Aufklärung nochmals unterstreicht.

Noch eine Formalität sei am Rande erwähnt: in einigen Fällen habe ich der Einfachheit halber die männliche Formulierung gewählt, spreche jedoch beide Geschlechter damit an. In den meisten Fällen ist jedoch eine geschlechtsspezifische “Ansprache” gewählt worden.

2. Krankheitsbild des Herzinfarkts

2.1 Definition

“Myokard ist die Bezeichnung für Herzmuskel, Infarkt der Begriff für Gewebetod aufgrund mangelnder Blutzufuhr und Myokardinfarkt, Herzmuskelinfarkt, das plötzliche Absterben von Herzmuskelgewebe aufgrund mangelnder arterieller Blutzufuhr. Letztere ist meist auf eine - durch Arteriosklerose (plaqueartige Ablagerung von Fett- und Fasergewebe in den Arterienwänden) bedingte - Einengung der Koronararterien zurückzuführen, die das Herz mit Blut versorgen. Da die innere Gefäßoberfläche durch die Verkalkung der Einlagerungen rau und brüchig wird, können sich Blutgerinnsel an der Arterienwand bilden und die gesamte Arterie blockieren” (Cheers et al.(2004), S.298).

[...]


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