Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Habitustheorie nach Pierre Bourdieu close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Habitustheorie nach Pierre Bourdieu

Presentation (Elaboration), 2005, 10 Pages
Author: Uwe Lammers
Subject: Sociology - Classics, Basics and Theoretical Directions

Details

Event: Sozialphiolosophie und Gesellschaftstheorie II
Institution/College: University of Hamburg (Dept. Wirtschaft und Politik)
Tags: Habitustheorie, Pierre, Bourdieu, Sozialphiolosophie, Gesellschaftstheorie
Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2005
Pages: 10
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V55011
ISBN (E-book): 978-3-638-50070-8

File size: 192 KB


Excerpt (computer-generated)

Habitustheorie nach Pierre Bourdieu

von: Uwe Lammers

 


Gliederung

1. Einleitung 3

2. Habitus und Feld 4

3. Soziale Praxis 6

4. Kapital 7

5. Distinktion 7

6. Fazit 8

Literatur 9


 

 

1. Einleitung

Pierre Bourdieu (1930 – 2002) studierte im Hauptfach Philosophie in Paris und unternahm als Soldat im Algerienkrieg 1958 – 1960 erste Feldforschungen zur Kultur der nordalgerischen Berber. 1979 erscheint in Frankreich sein sehr empirisch orientiertes (sog.) Hauptwerk „La Distinction. Critique sociale du jugement“, zu deutsch (1982): „Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft.“ Seit 1981 hatte er einen Lehrstuhl für Soziologie in Frankreich am College de France und galt als einer der renommiertesten Soziologen Frankreichs. 1 Aus den Grundzügen seiner Untersuchungen in Algerien entstand seine Theorie des Habitus- Konzepts.2 Bourdieu erkannte, dass die archaisch- vorkapitalistischen algerischen Bauern im Zuge der Kolonialisierung Frankreichs durch die übergestülpte Ökonomisierung der Moderne völlig überfordert waren, da sie schlichtweg nicht über stillschweigend vorausgesetzte Verhaltensdispositionen des westlichen Kapitalismus und der modernen Zivilisation verfügten.3

Das Wort und die entsprechende Verwendung des „Habitus“ stammt allerdings nicht von Bourdieu, sondern aus dem alten Latein der antiken Philosophie. Einer lexikalischen Eintragung zufolge versteht man unter „Habitus (lat.) der: ...Erscheinung, Haltung, Gehaben, Besonderheiten im Erscheinungsbild eines Menschen,... auf einer Disposition aufgebaute, erworbene sittliche Haltung...“4 „Habitualisieren“ bedeutet dementsprechend: „zur Gewohnheit machen resp. werden“.5 Cornelia Bohn ergänzt diese Definition in ihrer Untersuchung und Kritik an Bourdieu noch um die Formulierung des lateinischen „habilis“, der „Fähigkeit“. 6 Auch greift Bohn auf, dass es bei der deutschen Formulierung des „Habituskonzepts“, der Übersetzung Bourdieus aus dem Französischen, zu übersetzungsbedingten Missverständnissen kommen kann, da das Wort „Habitus“ im Deutschen einzig singulär gebraucht werden kann. Es gibt keine verschiedenen Arten des einen oder anderen Habitus oder ein Plural von Habitus.

Es wird nun im Folgenden dargestellt, inwiefern die Lebensweisen eines Individuums sich gegenseitig durch und mit seinem Umfeld erzeugen und erzeugen lassen. Denn der Habitus ist nach Bourdieu ein Erzeugungs- sowie auch Wahrnehmungsprinzip und eine Interpretations- u. Bewertungsmatrix, welche ihren sozialen Sinn in spezifischen Praxisfeldern manifestiert.7

2. Habitus und Feld

Nach Bourdieu bewegen wir uns in abstrakten „sozialen Räumen“ und sich daraus konstituierenden „sozialen Feldern“, die den Akteuren nicht bewusst sind.8 Diese Positionen in den Räumen und Feldern können quasi als „Landkarte“ zur Verortung des eigenen sowie des fremden Standpunktes benutzt werden, um von dort aus die Situation einzuschätzen.9 Beispielsweise gibt es das

• Ökonomische
• Religiöse
• Kulturelle
• Politische
• Modische
• Linguistische
• Literarische
• Sportliche
• Intellektuelle
• Wissenschaftliche Feld
• sowie das Feld sozialer Klassen und herrschender Klassen
usw.10

Diese Felder, die wie erwähnt aus einzelnen „Räumen“ bestehen, sind dichotom- dualistisch angeordnet:

• oben/ unten
• reich/ arm
• Herrscher und Beherrschte
• Gegnerschaft und gleichzeitige Komplizenschaft
• Legitimität vs. Illegitimität

usw.11

[...]


1 Vgl.: Wikipedia: Pierre Bourdieu. http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Bourdieu (31.5.2005)

2 Vgl.: Krais, B. & G. Gebauer: Habitus. Bielefeld 2002, S. 18

3 ebd.

4 Duden, Fremdwörterbuch. Mannheim. 1997, S. 306

5 ebd.

6 Vgl.: Bohn, C.: Habitus und Kontext. Opladen. 1991. S. 35

7 Vgl.: Bordieu, P.: Die feinen Unterschiede. Ffm. 1994. S. 277ff / Vgl. auch: Bohn: a.a.O., S. 31 Vgl. auch: Schwingel, M.: Pierre Bourdieu zur Einführung. Hamburg. 2003. S. 61ff.

8 Vgl: Bourdieu: a.a.O., S. 277

9 ebd.

10 Vgl.: Bohn: a.a.O., S. 26f

11 ebd.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Subjektive Theorien und Konzepte des Lernens

Author: Daphne Bruland
Pedagogy: Common Didactics, Educational Objectives, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

Migration und Bildung

Author: Christoph Färber
Sociology - Social System, Social Structure, Class, Social Stratification, 2004 Download as PDF-file for 7,99 EUR

Die Bedeutung des Geschmacks in Pierre Bourdieus Theorie soziokultureller Ungleichheit

Author: Thomas Neumann
Sociology - Social System, Social Structure, Class, Social Stratification, 2007 Download as PDF-file for 5,99 EUR

Präferenzstrukturen von Studenten hinsichtlich Arbeitgeberwahlentscheidungen

Author: Mark Friemel
Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2002 Download as PDF-file for 8,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/55011/habitustheorie-nach-pierre-bourdieu
please wait Please wait