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Analyse und Darstellung des Total Cost of Ownership Ansatzes

Scholary Paper (Seminar), 2006, 15 Pages
Author: Philipp Kuhn
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Institution/College: LMU Munich
Tags: Analyse, Darstellung, Total, Cost, Ownership, Ansatzes
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V55120
ISBN (E-book): 978-3-638-50159-0
ISBN (Book): 978-3-638-76567-1
File size: 93 KB

Abstract

Man könnte meinen, Beschaffung sei eine einfache, operative Aufgabe, denn jeder tätigt fast täglich Einkäufe. Doch das Gegenteil ist der Fall. Im Jahr 2002 lag der Materialverbrauch in der Maschinenbauindustrie bei 39,2% und bei der Automobilindustrie bei 52,7%. Somit verursacht der Inputfaktor „Material“ ein Großteil der Kosten in den Unternehmungen dieser Branche. Doch berücksichtigt werden muss auch der qualitative Aspekt. Die Qualität des Endprodukts ist in starkem Maße abhängig von der Güte der bezogenen Einsatzgüter. Hinzu kommen weitere Aspekte und Entwicklungstendenzen. So nimmt die Fertigungstiefe in vielen Branchen mehr und mehr ab.Das Outsourcen von Produktion und Dienstleistung nimmt immer mehr zu. Zunehmend fällen Unternehmen „Make or Buy“ Entscheidungen gegen eine eigene Produktion und für einen externen Zukauf. So konnten die deutschen Automobilzulieferer den Umsatz von 17 Mrd. Euro im Jahr 1981 auf 64,4 Mrd. im Jahr 2004 steigern. Weitere Entwicklungstendenzen in der Beschaffung sind eine Konzentration auf wenige Lieferanten, eine Fokussierung der Lieferantenförderung und eine Netzwerkbildung über Unternehmensgrenzen hinaus. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der hohe Grad der Technisierung der Beschaffungsgüter und den damit verbundenen Service- und Wartungsdienstleistungen. So spielt der Einstandspreis als quantitative Komponente mehr und mehr eine untergeordnete Rolle. Aus diesen Gründen ist die Beschaffung nicht nur eine operative Aufgabe sondern ein wertschöpfender Prozess. In den letzten Jahren gewann die qualitative Komponente zunehmend an Bedeutung. Deshalb braucht es zur Auswahl von Lieferanten und deren Bewertung ein Konzept, das auch die qualitative Dimension von Beschaffungen in die Entscheidung mit einbezieht. Ein solches Konzept ist der Total Cost of Ownership (TCO)- Ansatz. Dieser komplexe Ansatz stellt sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte von Beschaffungsentscheidungen dar und versucht so möglichst alle Kosten zu berücksichtigen.


Excerpt (computer-generated)

Universität der Bundeswehr München
Proseminars im FT 2006 -Industrielles Controlling-
Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftlehre,
insbesondere Material und Distribution

Analyse und Darstellung des
Total Cost of Ownership Ansatzes

von: Philipp Kuhn

 


Gliederung

1. Problemstellung 1

2. Der Total Cost of Ownership (TCO)– Ansatz 3

2.1 Definition des TCO 3
2.2 Darstellung des TCO 3
2.3 Verknüpfung mit dem Funktionsbereich Controlling 6

3. Analyse des Total Cost of Ownership- Ansatzes 6

3.1 Stärken des TCO- Ansatzes 7
3.2 Schwächen des TCO- Ansatzes 7

4. Entwicklungstendenzen 8

5. Zusammenfassung der Ergebnisse
 


Abkürzungsverzeichnis

TCO = Total Cost of Ownership
TBO = Total Benefits of Ownership
TVO = Total Value of Ownership

 

 

1. Problemstellung

Unternehmen sind Einrichtungen der Wertschöpfung unter einheitlicher Leitung1. Schöpfung bedeutet Bestehendes zu verändern, aus Geringwertigem Besseres zu schaffen und Neues aufzubauen. Um diese Aufgaben zu erfüllen, müssen Güter und Dienstleistungen unterschiedlichster Art beschafft werden. Somit ist die Beschaffung eine betriebswirtschaftliche Grundfunktion.

Man könnte meinen, Beschaffung sei eine einfache, operative Aufgabe, denn jeder tätigt fast täglich Einkäufe. Doch das Gegenteil ist der Fall. Im Jahr 2002 lag der Materialverbrauch in der Maschinenbauindustrie bei 39,2% und bei der Automobilindustrie bei 52,7%.2 Somit verursacht der Inputfaktor „Material“ ein Großteil der Kosten in den Unternehmungen dieser Branche. Doch berücksichtigt werden muss auch der qualitative Aspekt. Die Qualität des Endprodukts ist in starkem Maße abhängig von der Güte der bezogenen Einsatzgüter.

Hinzu kommen weitere Aspekte und Entwicklungstendenzen. So nimmt die Fertigungstiefe in vielen Branchen mehr und mehr ab. In der Automobilindustrie sank sie von 37 % im Jahr 1980 auf 24 % im Jahr 2002.3 Das Outsourcen von Produktion und Dienstleistung nimmt immer mehr zu. Zunehmend fällen Unternehmen „Make or Buy“ Entscheidungen gegen eine eigene Produktion und für einen externen Zukauf. So konnten die deutschen Automobilzulieferer den Umsatz von 17 Mrd. Euro im Jahr 1981 auf 64,4 Mrd. im Jahr 2004 steigern.4 Weitere Entwicklungstendenzen in der Beschaffung sind eine Konzentration auf wenige Lieferanten, eine Fokussierung der Lieferantenförderung und eine Netzwerkbildung über Unternehmensgrenzen hinaus.5 Die Unternehmensleitungen messen der Beschaffungsfunktion und dem Lieferantenstamm eine zunehmende Bedeutung für den Unternehmenserfolg zu. Außerdem steigt durch die Globalisierung der Wettbewerbsdruck, wodurch auch Einsparpotentiale bei Einkauf konsequent ausgenutzt werden müssen. Gleichzeitig entstehen durch „Just– in- Time-“ Lieferungen, aufwendige Maschinenparks und steigenden Personalkosten hohe Leerkosten bei Lieferengpässen, Lieferverspätungen und Stillstandszeiten.

Aus diesen Gründen ist die Beschaffung in der Unternehmung eine strategische Aufgabe. Strategisch heißt auf der einen Seite langfristig, da die Beschaffungsverträge über einen längeren Zeitraum laufen, z. B. 5– Jahres- Verträge, auf der anderen Seite haben solche Verträge auch ein hohes monteäres Auftragsvolumen. Immer wichtiger wird auch die Netzwerkbildung bei Beschaffungen. Lieferanten werden bei strategischen Beschaffungen als Partner und nicht als Lieferant von Ver- und Gebrauchsgegenständen gesehen. Es findet eine enge Kommunikation und Kooperation statt. Gemeinsame Forschungsprojekte sind Ausdruck einer intensiven, engen Zusammenarbeit.6

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der hohe Grad der Technisierung der Beschaffungsgüter und den damit verbundenen Service- und Wartungsdienstleistungen. So spielt der Einstandspreis als quantitative Komponente mehr und mehr eine untergeordnete Rolle. Aus diesen Gründen ist die Beschaffung nicht nur eine operative Aufgabe sondern ein wertschöpfender Prozess.7 In den letzten Jahren gewann die qualitative Komponente zunehmend an Bedeutung. Deshalb braucht es zur Auswahl von Lieferanten und deren Bewertung ein Konzept, das auch die qualitative Dimension von Beschaffungen in die Entscheidung mit einbezieht.8 Ein solches Konzept ist der Total Cost of Ownership (TCO)- Ansatz. Dieser komplexe Ansatz stellt sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte von Beschaffungsentscheidungen dar und versucht so möglichst alle Kosten zu berücksichtigen.

In dieser Arbeit soll nun zuerst eine Definition des Total Cost of Ownership- Ansatzes gegeben werden. Danach folgt die Darstellung. Anschließend erfolgt eine Analyse bestehend aus Stärken und Schwächen. Den Abschluss bilden die Entwicklungstendenzen und die Zusammenfassung der Ergebnisse.

2.1 Definition des Total Cost of Ownership-Ansatzes

[...]


1 Large (2000), S. 2

2 Statistisches Jahrbuch (2005), S. 393

3 VDA (2006), S.61f

4 VDA (2006), S.55

5 Large (2000), S. 4

6 Arnold (2002), D3-10

7 Large (2000) S. 17ff

8 Präuer (2006), S. 23


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