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Diploma Thesis, 2005, 109 Pages
Author: Sven Meißner
Subject: Economics / Business: Investment and Finance
Details
Institution/College: University of Lüneburg
Tags: Vergleichende, Analyse, Eigenkapitalschwäche, Mittelstands-Unternehmen, Ansätze, Private, Equity-Investoren, Bankbetriebslehre
Year: 2005
Pages: 109
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 83 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50206-1
File size: 630 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Lüneburg
Fachbereich Wirtschaft
Vergleichende Analyse der Eigenkapitalschwäche deutscher
Mittelstands-Unternehmen und Ansätze zu deren Überwindung
mithilfe von Private Equity-Investoren
Diplomarbeit
zur Erlangung des Hochschulgrades
Diplom-Kaufmann (FH)
vorgelegt von: Sven Meißner
vorgelegt am: 22.12.2005
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... I
Abkürzungsverzeichnis ... IV
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... V
1. Einleitung und Problemstellung ... 1
2. Die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für die deutsche Wirtschaft ... 4
2.1 Der Mittelstandsbegriff ... 4
2.1.1 Quantitative Abgrenzung des Mittelstandsbegriffs ... 5
2.1.2 Qualitative Abgrenzung des Mittelstandsbegriffs ... 6
2.1.3 Mittelstandsdefinition in den USA und in Großbritannien ... 8
2.2 Der volkswirtschaftliche Stellenwert des Mittelstands ... 8
2.3 Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ... 10
3. Die Fremdkapitalfinanzierung deutscher Unternehmen mit Bankdarlehen ... 14
3.1 Die Präferenz der Fremdkapitalfinanzierung im historischen Kontext ... 14
3.2 Die gegenwärtige Bedeutung der Fremdkapitalfinanzierung ... 16
3.3 Auswirkungen von Basel II auf die Kreditvergabepolitik ... 20
3.3.1 Die Konzeption von Basel II ... 20
3.3.2 Veränderungen für die Unternehmensfinanzierung ... 22
3.3.3 Rating als Herausforderung und Chance aus Basel II ... 25
4. Die Eigenkapitalquoten deutscher Unternehmen im internationalen Vergleich ... 27
4.1 Funktionen des Eigenkapitals ... 27
4.2 Historische und gegenwärtige Entwicklung der Eigenkapitalausstattung ... 29
4.2.1 Die Entwicklung in Deutschland ... 29
4.2.2 Die Entwicklung in Europa und den USA ... 32
4.3 Die Gründe für die Eigenkapitalentwicklung ... 33
4.3.1 Die Gründe für die Entwicklung in Deutschland ... 34
4.3.2 Die Gründe für die Entwicklung in den USA ... 35
4.3.3 Kritische Gegenüberstellung ... 37
5. Alternative Finanzierungsinstrumente für mittelständische Unternehmen im internationalen Vergleich ... 38
5.1 Selbstfinanzierung als Instrument der Innenfinanzierung ... 39
5.2 Alternative Instrumente der Fremdfinanzierung ... 39
5.2.1 Finanzierung über Unternehmensanleihen ... 39
5.2.2 Asset Backed Securities-Finanzierungen ... 41
5.3 Mezzanine Finance ... 43
5.4 Der Börsengang als Instrument der Eigenkapitalfinanzierung ... 45
6. Möglichkeit der Eigenkapitalbeschaffung mit Private Equity-Investoren ... 48
6.1 Bedeutung und Begriffsabgrenzung ... 48
6.2 Der Kapitalbeteiligungsmarkt im internationalen Vergleich ... 50
6.2.1 Die Entwicklung im angelsächsischen Raum ... 51
6.2.2 Die Entwicklung in Deutschland ... 52
6.3 Entwicklungsperspektiven aus Sicht der Beteiligungsgesellschaften ... 54
6.3.1 Steuerrechtliche Rahmenbedingungen ... 54
6.3.2 Staatliche Förderpolitik ... 55
7. Beteiligungsfinanzierung im Rahmen des Lebenszykluskonzeptes ... 57
7.1 Early stage-Finanzierungen ... 57
7.1.1 Darstellung der einzelnen Lebenszyklusphasen ... 58
7.1.2 Status Quo des Early stage-Finanzierungsangebots ... 60
7.1.3 Ansätze zur Weiterentwicklung des Angebots ... 62
7.2 Later stage-Finanzierungen ... 63
7.2.1 Expansions-Finanzierung ... 64
7.2.2 Bridge- oder Pre-IPO-Finanzierungen ... 65
7.2.3 Turnaround- und Replacement-Finanzierungen ... 66
7.2.4 Status Quo des Finanzierungsangebots ... 67
7.2.5 Ansätze zur Weiterentwicklung des Angebots ... 71
7.3 Buyout-Finanzierungen ... 74
7.3.1 Definition und Begriffsabgrenzung ... 74
7.3.2 Gegenwärtiger Stellenwert von Buyout-Finanzierungen ... 76
7.3.3 Finanzierungsstruktur von Buyouts ... 77
7.3.4 Aussichten und Potenziale von Buyouts ... 78
7.4 Kritische Beurteilung der Beteiligungsfinanzierung ... 81
8. Zusammenfassung und Ausblick ... 85
8.1 Zusammenfassung ... 85
8.2 Ausblick ... 87
Anhang ... 89
Literaturverzeichnis ... 93
Monographien ... 93
Fachzeitschriften ... 98
Internetseiten ... 100
1. Einleitung und Problemstellung
Wie kaum ein anderes Land wird Deutschland durch seine mittelständische Wirtschaftsstruktur geprägt. Gerade der Mittelstand hat durch seine erfolgreiche Entwicklung seit Ende des Zweiten Weltkrieges in erheblichem Maße zum Ansehen des Wirtschaftsstandortes Deutschland beigetragen. Durch ihre Vielfalt und Heterogenität sorgen mittelständische Unternehmen für wirtschaftliche Stabilität und tragen letztlich durch ihre Innovationstätigkeit maßgeblich zu mehr Wachstum und Wohlstand in unserer Ökonomie bei.
Bislang stand bei mittelständischen Unternehmen in Deutschland die langfristige Fremdfinanzierung in Form des Bankkredits bei der Kapitalbeschaffung im Vordergrund. Neuere und innovativere Arten der Unternehmensfinanzierung werden bisher nur von den größeren Aktiengesellschaften als Finanzierungsform in Betracht gezogen. Allerdings sieht sich die deutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahren mit einem langwierigen Konjunktureinbruch konfrontiert, welcher die mittelständischen Unternehmen trifft, da diese überwiegenden auf dem heimischen Markt agieren und häufig nicht die Möglichkeit haben, über Deutschlands Grenzen hinaus zu expandieren. Dieser Konjunktureinbruch wird von einer rapide ansteigenden Zahl von Unternehmensinsolvenzen begleitet, die den Mittelstand in das Zentrum der wirtschaftspolitischen Diskussion rücken. Gegenwärtig liest man in der Presse Schlagwörter wie „Mittelstandskrise“ oder „Kreditklemme“. Erhebliche Kreditausfälle deutscher Kreditinstitute in der jüngeren Vergangenheit und ein damit einher gehender Strukturwandel in der Kreditwirtschaft werden als Gründe für die zunehmend restriktivere Vergabe von Krediten angeführt. Dazu kommen ab 2007 die neuen Eigenkapitalanforderungen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel II), die jedoch schon heute die Kreditvergabepolitik der Banken gegenüber mittelständischen Unternehmen mitbestimmen. Vor diesem Hintergrund gilt es für den ohnehin eigenkapitalschwachen Mittelstand, andere Finanzierungswege zu beschreiten, um eine höhere Eigenkapitalquote auszuweisen und damit auch zur Senkung der Fremdfinanzierungskosten beizutragen. Dies ist auch gerade im Hinblick auf die Schaffung geeigneter Voraussetzungen für Wachstum und Innovationen wichtig, mithilfe derer der Mittelstand auch in Zukunft als einer der Wirtschaftsmotoren zum deutschen Wirtschaftswachstum beitragen soll.
Mittelständische Unternehmen, die aufgrund größen- und transparenzbedingter Natur keinen Zugang zum organisierten Kapitalmarkt finden, sind folglich darauf angewiesen, sich andere Wege der (Eigen-)Kapitalbeschaffung zu erschließen. Dies kann bspw. mit privatem Beteiligungskapital bewerkstelligt werden. Der Kapitalbeteiligungsmarkt hat sich nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Förderangebote in Deutschland kontinuierlich weiterentwickelt. Während Investoren sich ehemals fast ausschließlich auf großvolumige Transaktionen sowie auf dynamische Jungunternehmen konzentrierten, konnte der Mittelstand nur in geringem Maße von der Entwicklung im Markt für externes Eigenkapital profitieren. Im Zuge des internationalen Wettbewerbs zwischen einer Vielzahl von Beteiligungsgesellschaften sind heutzutage aber auch Beteiligungen an soliden Mittelständlern, welche bestimmte Anforderungen erfüllen, unter Rendite-/Risikogesichtspunkten für Finanzinvestoren interessant geworden.
Die Untersuchung, ob dieses Finanzierungsinstrument auch für die Zukunft einen alter-nativen Weg darstellen kann, soll Ziel dieser Arbeit sein. Die alternativen Finanzierungsformen sollen beleuchtet und vor dem Hintergrund der weit verbreiteten Eigenkapitalschwäche auf ihren Nutzen für die zukünftige Finanzierungstätigkeit hin bewertet werden. Hierbei soll besonders herausgestellt werden, welches Angebot an Beteiligungskapital in jeder Phase des Unternehmenslebenszyklus für mittelständische Unternehmen seitens der Kapitalbeteiligungsgesellschaften gegenwärtig und zukünftig bereitgestellt werden kann.
Dazu erfolgt zunächst im zweiten Kapitel eine definitorische Abgrenzung und Typisierung mittelständischer Unternehmen, bevor auf deren gesamtwirtschaftlichen Stellenwert und die Probleme, denen sie sich gegenwärtig ausgesetzt sehen, eingegangen wird.
Im dritten Kapitel werden die historische und gegenwärtige Bedeutung der Fremdkapitalfinanzierung diskutiert, ehe vor dem Hintergrund von Basel II die Auswirkungen auf das gegenwärtige Finanzierungsverhalten thematisiert werden. Anschließend wird im vierten Kapitel die aus dem Finanzierungsverhalten abgeleitete geringe Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen in einen internationalen Vergleich gestellt sowie die Gründe dafür erörtert, bevor im darauf folgenden Kapitel alternative Finanzierungsinstrumente zum klassischen Bankkredit vergleichend dargestellt werden.
In Kapitel 6 wird Private Equity als Möglichkeit der Eigenkapitalbeschaffung für mittelständische Unternehme thematisiert und seine bisherige Entwicklung derjenigen im angelsächsischen Raum gegenüber gestellt. Im darauf folgenden Kapitel werden die Möglichkeiten der Beteiligungsfinanzierung dargestellt. Dazu werden jeweils die einzelnen Lebensphasen einer Unternehmung im Rahmen des Unternehmenslebenszykluskonzeptes vorgestellt. Darauf aufbauend wird dem gegenwärtigen Finanzierungsangebot der Beteiligungsgesellschaften die Struktur und Höhe des Kapitalbedarfs im jeweiligen Lebenszyklus gegenüber gestellt, wovon ausgehend der Beitrag der Möglichkeiten zur Lösung der Finanzierungsprobleme beurteilt und weitere Entwicklungstendenzen aufgezeigt werden.
Die Arbeit schließt mit einer vergleichenden Gesamtbeurteilung der betrachteten Finanzierungsinstrumente und gibt einen Ausblick auf das zukünftige Finanzierungsverhalten mittelständischer Unternehmen.
Aufgrund seiner volkswirtschaftlichen Relevanz ist der Themenkomplex dieser Arbeit gut erschlossen und die folgende Analyse kann sich auf ein breites empirisches Fundament stützen. Ein Teil dieser Empirie befindet sich zur Verdeutlichung im Anhang.
2. Die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für die deut-sche Wirtschaft
Bevor die Finanzierungsmöglichkeiten des deutschen Mittelstands hinsichtlich ihrer Effizienz beurteilt werden, soll zunächst der Mittelstandsbegriff abgegrenzt sowie anschließend der Stellenwert des Mittelstandes für die deutsche Volkswirtschaft darge-stellt werden. Am Ende des Kapitels steht ein Überblick, welchem gesamtwirtschaftlichen Umfeld sich der Mittelstand gegenwärtig ausgesetzt sieht.
[...]
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