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Termpaper, 2004, 13 Pages
Author: Andrea Franz
Subject: Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
Details
Institution/College: University of Bamberg (Institut für Philosophie)
Tags: Immanuel, Kant, Beantwortung, Frage, Aufklärung, Hegels, Rezeption, Aufklärung
Year: 2004
Pages: 13
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50228-3
File size: 219 KB
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Excerpt (computer-generated)
Immanuel Kant: "Beantwortung der Frage:
Was ist Aufklärung?"
von: Andrea Franz
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung Seite: 3
II. Abriss der Biographie Immanuel Kants Seite: 4
III. Auseinandersetzung mit der Schrift Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
1. Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit und die Ursachen derselben Seite: 5-6
2. Die beinahe zur Natur gewordene Unmündigkeit Seite: 7
3. Daß ein Publikum sich selbst aufkläre, ist eher möglich Seite: 8
4. Die Freiheit des öffentlichen und privaten Gebrauches der Vernunft Seite: 9
5. Der Monarch und die Religionsfrage Seite: 10-11
IV. Schlussbetrachtung Seite: 12
V. Literaturverzeichnis Seite: 13
I. Einleitung:
Die Schrift Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, mit welcher ich mich in dieser Arbeit befasse, entstand 1784 in Immanuel Kants kritischer Periode, nachdem er zuletzt eines seiner Werke, Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können, 1781 veröffentlicht hatte. Zur Zeit der Publikation dieses Werkes ist Kant an der Hochschule in seiner Heimatstadt Königsberg tätig. Er gilt als der wohl wichtigste Denker der Aufklärung in Deutschland.1 Das Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert, eine geistesgeschichtliche Epoche, fand insbesondere in Frankreich, England und Deutschland statt. Man strebte nicht nur nach philosophischen, sondern auch nach politischen und sozialen Veränderungen. Im Zentrum der Aufklärungsphilosophie steht der Glaube an die Kraft der menschlichen Ratio, sowie das Abwenden von einer mystisch-spekulativen Tradition. Immanuel Kant definiert die Aufklärung als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“2 Als zentrales Motto dieser Zeit dient hier Kants „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“3 Jedoch wurden zahlreiche Aufklärungsschriften zensiert, den Verfassern drohte man langjährige Gefängnisstrafen an. So geriet auch Kant mit seiner Schrift Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793) in Konflikt mit der preußischen Regierung. König Friedrich Wilhelm II belegte ihn mit einem auf religiöse Themen beschränkten Lehr- und Publikationsverbot.
Vorläufer oder eher Vordenker des Zeitalters der Aufklärung waren die Philosophen René Descartes und Baruch Spinzona, der Begründer des Empirismus John Locke, der Naturwissenschaftler Isaak Newton, der Staatstheoretiker Thomas Hobbes und der französische Skeptiker Pierre Bayle. Als Philosoph beschränkte sich die Wirkung Immanuel Kants nicht nur auf Fachkreise, denn viele Schriftsteller seiner Zeit beschäftigten sich mit seinen Publikationen, wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe oder Johann Christoph Friedrich von Schiller. In der Philosophie beschäftigten sich insbesondere Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Wilhelm Schelling und Johann Gottlieb Fichte mit den Kant´schen Werken.4 Immanuel Kant gilt als größter Philosoph der Neuzeit und Moderne. Er prägte den Deutschen Idealismus und den so genannten Neukantilismus und sein fundamental angelegtes Denken beeinflusst noch heute philosophische Diskussionen.
II. Abriss der Biographie Immanuel Kants
Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 als viertes Kind eines pietistischen Sattlermeisters in der ostpreußischen Stadt Königsberg (heute Kaliningrad, Russland) geboren. Er genoss eine sehr strenge christliche Erziehung im Rahmen ärmlicher Verhältnisse, welche als wohl wichtigste Grundlage für seine Philosophie gilt. Wie auch George Berkeley wollte er das Fundament des christlichen Glaubens retten. Aus dem heraus erklärt sich der für sein Leben bestimmende Kampf um die geistige Selbstbefreiung, welcher sich auch in Die Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? andeutet. Kant besuchte in den Jahren 1732 bis 1740 das Collegium Fridericianum, in den darauf folgenden fünf Jahren studierte er Physik und Mathematik, klassische Naturwissenschaften und Philosophie an der Universität seiner Heimatstadt. 1746 unterbrach Kant sein Studium um wegen des Todes seines Vaters seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer zu bestreiten. 1755 kehrte Immanuel Kant an die Königsberger Universität zurück und promovierte mit einer Meditation über das Feuer in der Philosophie, er legte noch im selben Jahr die Habilitation Die ersten Grundsätze der metaphysischen Erkenntnis vor und wurde als Lehrbeauftragter eingestellt. Er erwarb sich durch seine Vorlesungen und Publikationen sehr früh den Ruf eines herausragenden Philosophen. 1769 lehnte er ein Lehrstuhlangebot in Erlangen und 1770 eines in Jena ab und folgte noch im selben Jahr dem Ruf der Königsberger Universität für eine Professur für Logik und Metaphysik. Nach 27 Jahren der Lehrtätigkeit an dieser Universität wurde er zum Rektor ernannt. 1796 beendete Immanuel Kant die Lehrtätigkeit auf Grund seines hohen Alters und verstarb am 12. Februar 1804 in seiner Heimatstadt. Wie auch Thomas Hobbes entwickelte Kant seine Philosophie erst im vorangeschrittenen Alter. Er war fast sechzig Jahre alt, als er sein Hauptwerk Kritik der reinen Vernunft publizierte. Kants wichtigste Werke können in folgende Abschnitte eingeteilt werden: In eine vorkritische Periode (1746-1781), in welcher er Schriften wie Versuch einer Betrachtung über den Optimismus (1759), Beobachtung über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764) oder Träume eines Geistessehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (1766) hervorbrachte. In der darauf folgenden kritischen Periode (1781-1790) schrieb er unter anderem das schon erwähnte Werk Kritik der reinen Vernunft und drei Jahre später Die Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? In der Periode der Rechts- und Tugendschriften (1790-1800) publizierte er Die Metaphysik der Sitten (1797), Anthropologie in pragmatischer Hinsicht abgefasst (1798) und noch im selben Jahr die Schrift Der Streit der Fakultäten.5
III. Auseinandersetzung mit der Schrift: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?6
1. Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten
[...]
1 Aster, Ernst von, Immanuel Kant, 2. Aufl., Leipzig, 1918
2 Kant, Immanuel, Was ist Aufklärung? Aufsatz zur Geschichte und Philosophie, Zehbe, J. (Hg.), Göttingen, 4 Aufl., 1994, S.20
3 Ebd. S. 20
4 Philosophen-Lexikon, Leben, Werke und Lehren der Denker, Eisler, Rudolf (Hg.), Würzburg, 1972
5 Microsoft Encarta, Enzyklopädie Standart 2003
6 Kant, Immanuel, Was ist Aufklärung? Aufsatz zur Geschichte und Philosophie, Zehbe, J. (Hg.), Göttingen, 4 Aufl., 1994, S.20-27.
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