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Diploma Thesis, 2006, 105 Pages
Author: Tobias Beetz
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Institution/College: University of Bayreuth (Fakultät für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Erfolgsfaktoren, Mergers, Acquisitions, Dienstleistungsunternehmen, Internationales, Management
Year: 2006
Pages: 105
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 236 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50234-4
ISBN (Book): 978-3-638-69340-0
File size: 693 KB
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Abstract
roblemstellung und Zielsetzung der Arbeit Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die zunehmend dominante Rolle des Dienstleistungssektors in der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung der westlichen Industrienationen unübersehbar (vgl. Müller-Stewens et al. 1999, 24; Kriegmeier 2003, 10; Dreyer/Oehler 2004, 1). Der Dienstleistungssektor verbucht heute das größte Wachstum in der Arbeitsnachfrage und macht in den OSZE Ländern zum Ende des Jahres 2005 durchschnittlich rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus (vgl. www.oecd.org/document/). Insbesondere wissensintensive Dienstleistungsunternehmen erfahren derzeit aufgrund ihrer wichtigen Rolle bei der Restrukturierung traditioneller Wirtschaftszweige eine neue Wertschätzung in Wissenschaft und Praxis (vgl. Lo 2003, 5). Zu den wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen werden in erster Linie die Anbieter von so genannten professionellen Dienstleistungen gezählt. Dem Wirtschaftszweig der Professional Service Firms gehören neben Beratungsunternehmen u. a. auch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Anwaltskanzleien und Investmentbanken an. Ein wichtiges Betätigungsfeld von Professional Service Firms ist die externe Beratung von Unternehmen im Rahmen von Mergers & Acquisitions (M&A). M&A stellen als Alternativen zum Wachstum durch interne Entwicklung einen festen Bestandteil des unternehmerischen Handelns dar. Unternehmen sehen sich heute aufgrund der steigenden Wettbewerbsintensität auf globalen Märkten immer stärkerem Konsolidierungsdruck ausgesetzt (vgl. Lucks/Meckl 2002, 6; Moje 2003, 9) und sehen M&A in diesem kompetitiven Umfeld als eine strategische Option für schnelles, externes Wachstum unter Realisierung von Synergieeffekten (vgl. Buckley/ Pervez 2002, 1). Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene lässt sich die Popularität von Unternehmenszusammenschlüssen u.a. auf die Internationalisierung der Märkte, Deregulierungen verschiedener Branchen sowie auf stark sinkende Transport- und Kommunikationskosten und einen schnelleren Anstieg des technologischen Fortschritts zurückführen (vgl. Copeland/Weston/Shastri 2005, 757; Kriegmeier 2003, 10-11). [...]
Excerpt (computer-generated)
Universität Bayreuth
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre IX
- Internationales Management -
Diplomarbeit zur Erlangung des Grades eines
Diplom-Kaufmanns
Erfolgsfaktoren bei Mergers & Acquisitions
von wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen
eingereicht von:
Tobias Beetz
9. Semester
Januar 2006
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... IV
Tabellenverzeichnis ... V
Abkürzungsverzeichnis ... VI
1. Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit ... 1
1.2 Strukturierung der Arbeit ... 2
2. Mergers & Acquisitions ... 3
2.1 Grundlagen zu Mergers & Acquisitions ... 3
2.1.1 Definition und Systematisierung ... 3
2.1.2 Ziele und Motive ... 6
2.1.3 Erfolgsmessung und Erfolgsfaktoren ... 8
2.2 Mergers & Acquisitions Prozess ... 10
2.2.1 Darstellung der Prozessstruktur ... 10
2.2.2 Inhalte und Erfolgskriterien des Strategieplanungsprozesses ... 12
2.2.3 Inhalte und Erfolgskriterien des Strukturentwicklungs- und Durchsetzungsprozesses ... 14
2.2.4 Inhalte und Erfolgskriterien des Personalveränderungsprozesses ... 15
2.2.5 Inhalte und Erfolgskriterien des Informationsprozesses ... 18
2.2.6 Inhalte und Erfolgskriterien des Bewertungsprozesses ... 20
2.2.7 Inhalte und Erfolgskriterien des Kommunikationsprozesses ... 25
3. Wissensintensive Dienstleistungsunternehmen ... 27
3.1 Grundlagen ... 27
3.1.1 Systematisierung von Dienstleistungen ... 27
3.1.2 Wissen und Wissensmanagement ... 30
3.2 Professional Service Firms als wissensintensive Dienstleistungsunternehmen ... 35
3.2.1 Begriffseinordnung ... 35
3.2.2 Analyse der Wertschöpfung von Professional Service Firms ... 35
3.2.3 Intellektuelles Kapital als zentraler Werttreiber von Professional Service Firms ... 38
3.2.3.1 Begriffseinordnung ... 38
3.2.3.2 Humankapital ... 40
3.2.3.3 Organisationskapital ... 42
3.2.3.4 Beziehungskapital ... 45
3.3 Strategisches Management von Professional Service Firms ... 47
3.3.1 Notwendigkeit der Messung und Bewertung von Intellektuellem Kapital ... 47
3.3.2 Instrumente zum Management des Intellektuellen Kapitals ... 49
3.3.2.1 Wissensbilanzen ... 49
3.3.2.2 Balanced Scorecard und Knowledge Scorecard ... 52
4. Mergers & Acquistitions Management von Professional Service Firms ... 54
4.1 Einführung und Überblick ... 54
4.2 Erfolgsfaktor Intellektuelles Kapital im Strategieplanungsprozess ... 56
4.2.1 Basisstrategie ... 56
4.2.2 Screening ... 58
4.2.3 Simulation ... 59
4.3 Erfolgsfaktor Intellektuelles Kapital im Informations- und Bewertungsprozess ... 62
4.3.1 Due Diligence ... 62
4.3.2 Detailbewertung ... 62
4.3.3 Verhandlungen / Umsetzungsverträge ... 66
4.4 Erfolgsfaktor Intellektuelles Kapital im Struktur-, Personal-, und Kommunikationsprozess ... 66
4.4.1 Pre-Closing- und Post-Closing-Integration-Plan ... 66
4.4.2 Organisatorische und personalwirtschaftliche Umsetzung v68
4.4.3 Kultureller Wandel ... 72
5. Fazit und Ausblick ... 73
Literaturverzeichnis ... VIII
Experteninterview ... XXX
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die zunehmend dominante Rolle des Dienstleistungssektors in der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung der westlichen Industrienationen unübersehbar (vgl. Müller-Stewens et al. 1999, 24; Kriegmeier 2003, 10; Dreyer/Oehler 2004, 1). Der Dienstleistungssektor verbucht heute das größte Wachstum in der Arbeitsnachfrage und macht in den OSZE Ländern zum Ende des Jahres 2005 durchschnittlich rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus (vgl. www.oecd.org/document/).
Insbesondere wissensintensive Dienstleistungsunternehmen erfahren derzeit aufgrund ihrer wichtigen Rolle bei der Restrukturierung traditioneller Wirtschaftszweige eine neue Wertschätzung in Wissenschaft und Praxis (vgl. Lo 2003, 5). Zu den wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen werden in erster Linie die Anbieter von so genannten professionellen Dienstleistungen gezählt. Dem Wirtschaftszweig der Professional Service Firms gehören neben Beratungsunternehmen u. a. auch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Anwaltskanzleien und Investmentbanken an.
Ein wichtiges Betätigungsfeld von Professional Service Firms ist die externe Beratung von Unternehmen im Rahmen von Mergers & Acquisitions (M&A). M&A stellen als Alternativen zum Wachstum durch interne Entwicklung einen festen Bestandteil des unternehmerischen Handelns dar. Unternehmen sehen sich heute aufgrund der steigenden Wettbewerbsintensität auf globalen Märkten immer stärkerem Konsolidierungsdruck ausgesetzt (vgl. Lucks/Meckl 2002, 6; Moje 2003, 9) und sehen M&A in diesem kompetitiven Umfeld als eine strategische Option für schnelles, externes Wachstum unter Realisierung von Synergieeffekten (vgl. Buckley/ Pervez 2002, 1). Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene lässt sich die Popularität von Unternehmenszusammenschlüssen u.a. auf die Internationalisierung der Märkte, Deregulierungen verschiedener Branchen sowie auf stark sinkende Transport- und Kommunikationskosten und einen schnelleren Anstieg des technologischen Fortschritts zurückführen (vgl. Copeland/Weston/Shastri 2005, 757; Kriegmeier 2003, 10-11).
Bisher waren Professional Service Firms meist nur als externe Berater an M&A-Transaktionen beteiligt und nur selten selbst von Unternehmenszusammenschlüssen betroffen. Aufgrund der steigenden Kundenansprüche und dem damit verbundenen Zwang zu Größe und Globalisierung ist jedoch in den kommenden Jahren mit einer zunehmenden Konzentration dieser Unternehmen zu rechnen (vgl. Coff 1999, 144; Müller-Stewens 1999, 368).
Die anstehenden Unternehmenszusammenschlüsse sollen zum Anlass genommen werden, in der vorliegenden Arbeit die Besonderheiten bei M&A von Professional Service Firms zu untersuchen. Bereits jetzt kann vorweggenommen werden, dass aufgrund der Charakteristika dieses Wirtschaftszweiges zahlreiche Unterschiede zu Unternehmenszusammenschlüssen traditioneller Industrieunternehmen bestehen. Das Ziel der Arbeit soll deshalb sein, die zentralen Erfolgsfaktoren für das M&A-Management von Professional Service Firms herauszuarbeiten und, wo möglich, konkrete Handlungsempfehlungen zu geben.
1.2 Strukturierung der Arbeit
n zwei Grundlagenkapitel und einen Syntheseteil gliedern: Nachdem hier zunächst auf die aktuelle Relevanz des Themas hingewiesen wurde, steht im zweiten Kapitel die Erarbeitung von theoretischen Grundlagen zum Untersuchungsgegenstand der M&A im Mittelpunkt. Im Anschluss an eine Erläuterung der zentralen Begrifflichkeiten erfolgt eine systematische Darstellung der Ziele und Motive, die Unternehmen mit M&AProjekten verfolgen. Aufbauend darauf wird mit dem M&A Prozess ein idealtypisches Organisationsmodell vorgestellt, das eine ganzheitliche Betrachtung der häufig sehr unübersichtlichen M&A-Projekte erlaubt. Die zweidimensionale Darstellung des Prozesses führt dabei zu einer deutlichen Komplexitätsreduktion und erleichtert somit das Management von M&AProjekten. Zunächst soll die erste Dimension einen Überblick über die chronologisch ablaufenden Einzelaktivitäten in den verschiedenen Phasen des M&A Prozesses geben. Eine Herausarbeitung der Erfolgsfaktoren von M&A erfolgt anschließend über die Analyse der parallel ablaufenden Teilprozesse, deren Interdependenzen untereinander trotz der getrennten Darstellung explizit Beachtung finden.
Vor einer Untersuchung von M&A wissensintensiver Dienstleistungsunternehmen muss ein Verständnis für die Besonderheiten dieser Unternehmen entwickelt werden. Im dritten Kapitel dieser Arbeit werden die theoretischen Grundlagen hierfür gelegt. Zunächst werden zu diesem Zweck die Begriffe der Dienstleistung und des Wissens systematisiert und erläutert. In den weiteren Ausführungen erfolgt dann die bereits erwähnte Eingrenzung des Untersuchungsbereichs. Aus dem Bereich der wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen sollen insbesondere Professional Service Firms im Zentrum der Betrachtung stehen. Anhand einer Analyse der Wertaktivitäten von Professional Service Firms sollen zunächst die zentralen Werttreiber dieser Unternehmen identifiziert werden. Als primäre Quelle des Unternehmenswerts leiten sich dabei in erster Linie immaterielle Faktoren ab, die unter dem Begriff des Intellektuellen Kapitals zusammengefasst werden. Die Untersuchung mündet in eine detaillierte Betrachtung der Komponenten des Intellektuellen Kapitals von Professional Service Firms. Das strategische Management des Intellektuellen Kapitals steht danach als zentraler Erfolgsfaktor für ein wertorientiertes Management von Professional Service Firms im Fokus der weiteren Ausführungen.
Mit der Wissensbilanz und der Balanced- bzw. Knowledge- Scorecard werden zwei Instrumente vorgestellt, die zu diesem Zwecke entwickelt wurden. Den Zielpunkt dieser Arbeit bildet das vierte Kapitel. Dort sollen durch eine Synthese der Erkenntnisse aus den beiden Grundlagenkapiteln die zentralen Erfolgsfaktoren bei M&A von Professional Service Firms herausgearbeitet werden. Die Vorgehensweise orientiert sich dabei an den Erfolgsfaktoren, die zuvor im Rahmen der Betrachtung des M&A Prozesses einerseits, und der Betrachtung von Professional Service Firms andererseits, identifiziert wurden. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei der Einfluss von M&A auf das Intellektuelle Kapital und die Möglichkeiten, Intellektuelles Kapital durch externes Wachstum weiter zu entwickeln. Aus den Erkenntnissen des zweiten Grundlagenteils lassen sich diesbezüglich typische Problemfelder bei M&A von Professional Service Firms schlussfolgern, auf die an den entsprechenden Stellen explizit hingewiesen wird.
Das Fazit greift abschließend die zentralen Erkenntnisse in komprimierter Form auf und kommt zu einer Einschätzung über die Relevanz dieser Erkenntnisse für die Zukunft.
2. Mergers & Acquisitions
2.1 Grundlagen zu Mergers & Acquisitions
2.1.1 Definition und Systematisierung
Das Begriffspaar Mergers & Acquisitions hat sich sowohl als Bestandteil des strategischen Managements als auch als Begriff im wirtschaftswissenschaftlichen Sprachgebrauch fest etabliert (vgl. Jansen 2001, 43; Balz 2003, 11).
[...]
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