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Scholary Paper (Seminar), 2006, 26 Pages
Author: Claudia Trebesius
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: University of Education Freiburg im Breisgau
Tags: Gurkenkönig, Christine, Nöstlinger, Buchanalyse, Einführung, Kinder-und, Jugendbuchliteratur
Year: 2006
Pages: 26
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50658-8
File size: 194 KB
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Excerpt (computer-generated)
Pädagogische Hochschule Freiburg
Institut für deutsche Sprache und Literatur
Seminar: Einführung in die Kinder- und Jugendbuchliteratur
WS 2005 / 2006, 3. Semester
Wir pfeifen auf den Gurkenkönig von Christine Nöstlinger -
eine Buchanalyse
von: Claudia Trebesius
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Entstehungsgeschichte und Erfolg 3
3. Inhalt 4
4. Figurenanalyse 5
4.1 Die Familie Hogelmann- Charakter und innerfamiliäre Beziehungen 5
4.2 Eigenschaften des Gurkenkönigs 7
5. Textanalyse 9
5.1 Paratextuelle Ebene 9
5.1.1 Textaufbau und Illustrationsdichte 9
5.1.2 Typographie 9
5.1.3 Gestaltung des Einbands/Layout 10
5.1.4 Kapitelüberschriften 10
5.2 Sprachliche und stilistische Ebene 11
5.3 Formale Aspekte 14
5.3.1 Erzählsituation 14
5.3.2 Handlungsstruktur 16
5.4 Gattung 19
5.5 Inhaltliche Aspekte 20
5.6 Thematische Aspekte 21
6. Ist das Buch für die Schule geeignet? 22
7. Fazit 23
8. Literaturverzeichnis 25
1. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Kinderroman „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ von Christine Nöstlinger auseinandersetzen. Im vorangegangenen Seminar „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur“ bekam ich einen Einblick in die Welt der modernen Kinder- und Jugendliteratur. Unter anderem lasen wir auch mehrere Bücher von Christine Nöstlinger, von der ich zuvor nur ihren Namen kannte. Als Kind wurde ich durch meine Eltern mit Büchern von ihr nicht konfrontiert, was damit zusammenhängt, dass ich in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin, wo sie nicht sehr bekannt war. Ihr Stil hat mir sofort gefallen, was einen wesentlichen Einfluss auf die Themenwahl dieser Arbeit hatte. Ich stieß auf „den Gurkenkönig“ und entschied, mich näher mit diesem Buch zu beschäftigen. Die Arbeit soll vorrangig eine Buchanalyse sein. Sie soll sich mit der Frage beschäftigen, was die Autorin „unternommen“ hat, um sich dem kindlichen Leser zuzuwenden und ihn in ihren Bann zu ziehen. Es soll darüber hinaus die Frage geklärt werden, wie deutlich wird, dass das Buch für eine Leserschaft von etwa 10-12 jährigen bestimmt ist. Dabei beziehe ich mich zunächst auf explizit im Text vorhandene Aussagen und gehe dann zu eigenen Interpretationen des Textes über.
Nach einem kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte und den Inhalt des Buches geht es über zur Figurenanalyse und zur Textanalyse, die sich weitgehend an den Ebenen von Hans- Heino Ewers orientiert. Es werden dabei Form, Sprache, Inhalt, Thema, die Handlungsstruktur und Gattung berücksichtigt. Abschließend beschäftige ich mich dann noch in einem kurzen Absatz persönlich mit der Frage, ob das Buch für die Schule geeignet ist.
2. Entstehungsgeschichte und Erfolg
„Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ von Christine Nöstlinger ist erstmals 1972 im Verlag Beltz & Gelberg erschienen. Das Buch entstand in der Zeit der Studentenbewegung, die sehr empfänglich für die dargestellte Thematik war: „Die Studentenbewegung mit ihrer Intention, die traditionellen Autoritätsstrukturen nicht einfach hinzunehmen, sondern zu hinterfragen, und ihrer Intention, die gesellschaftlichen Rollen nicht einfach zu akzeptieren, sondern zu überprüfen, haben eine derartige Behandlung von Familienproblemen, wie sie in dem Buch der Nöstlinger vorgenommen wird, überhaupt erst möglich gemacht.“(Lange 1995, 64)
Bis in die 70er Jahre war der kindliche Schonraum in der Literatur geläufig, aber seit dieser Zeit hat sich die Kinderliteratur der Erwachsenenliteratur immer weiter angenähert. Die Tendenz ging seit den 70er Jahren dahin, dass die Kinder mit der Realität konfrontiert werden sollten und ihnen keine „heile Welt“ mehr mit Harmonie und Konfliktfreiheit in der Familie vorzumachen (vgl. Lange 1995, 64). Der „Gurkenkönig“ leitete diese neuen Abschnitt in der Kinder- und Jugendliteratur mit ein. Er gilt als Beispiel für einen „Paradigmenwechsel“ in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur zu Beginn der siebziger Jahre (vgl. Kümmerling-Meibauer 1999, 789) Das Buch erhielt 1972 den Friedrich-Bödecker-Preis und 1973 den Deutschen Jugendliteraturpreis. 1976 wurde es auch als Film ausgestrahlt, nachdem sich der Filmemacher Hark Bohm sich mit diesem auseinandergesetzt hat. Das Buch wird bis heute aufgelegt und verkauft und erfreut sich immer noch einer gewissen Beliebtheit unter seiner Leserschaft. Bettina Kümmerling-Meibauer nennt bis 1999 eine halbe Million verkaufte Exemplare. Durch ihr Klassiker-Lexikon ist „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ in den Stand des Klassikers der Kinder- und Jugendliteratur versetzt worden. (vgl. Seibert 2001, 219)
3. Inhalt
Die Erzählung beginnt an einem Ostersonntag in der Küche der Familie Hogelmann. Die Familie setzt sich aus den Eltern, dem Opa und drei Kindern zusammen. In das Leben dieser Personen tritt plötzlich der „Gurkenkönig“, ein phantastisches Wesen, das einer Gurke sehr ähnlich ist, indem es auf dem Küchentisch Platz nimmt. Er ist ein Kumi-Ori und da er - wie er sagt - von seinen Untertanen durch eine Revolution aus dem Keller vertrieben wurde, bittet er nun in der Familie um Asyl. Während sich der Vater und das jüngste Kind mit ihm verbünden und ihm helfen wollen, seine ihm entglittene Macht über die Untertanen wiederzuerlangen, stößt der Gurkenkönig bei dem Rest der Familie auf Ablehnung. Diese Ablehnung ist darin begründet, dass der Gurkenkönig unsympathisch ist, sich nicht an Abmachungen hält, herumschnüffelt und dadurch die Familienmitglieder gegeneinander ausspielt. Im Verlauf der Geschichte löst der Gurkenkönig durch sein autoritäres Verhalten mehrere schon unterschwellig vorhandene Spannungen und Konflikte innerhalb der Familie aus. Schon bald durchschaut der eine Teil der Familie seine Hinterhältigkeit, denn Wolfgang, der ältere Sohn der Hogelmanns trifft auf das Kumi-Ori-Volk im Kartoffelkeller und bekommt bald deren Version der Revolution zu hören. Nachdem er sich mit ihnen angefreundet hat, unterstützt die Familie das Kellervolk im Aufstand gegen den Gurkenkönig und lehnt sich auch gleichzeitig gegen die Herrschaftsansprüche des Vaters auf. Dies führt zur Eskalation. Am Ende der Geschichte kommt es ansatzweise zu einer Lösung der Konflikte. Der Rest der Familie schafft es, dem König das Handwerk zu legen und schließlich wird er von Nik, dem jüngsten Sohn, aus dem Haus geschafft. Die Familie kann den Vater nach dem großen Krach wieder für sich gewinnen. Eine positive Veränderung des Vaters tritt ein und er kann sich aus der Abhängigkeit des Gurkenkönigs letztlich befreien.
4. Figurenanalyse
4.1 Die Familie Hogelmann- Charakter und innerfamiliäre Beziehungen
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