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Examination Thesis, 2006, 95 Pages
Author: Julia Stamm
Subject: Economics / Business: Didactics, Economic Pedagogy
Details
Tags: Geldanlageformen, Wertpapiere, Börse, Altersvorsorge
Year: 2006
Pages: 95
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50776-9
File size: 382 KB
Schriftliche Hausarbeit zum Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Realschulen Gem § 30 (1) 1 Nr. 1 LPO I v. 07.11.2002 Wahlpflichtfächergruppe II
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Excerpt (computer-generated)
Universität Passau
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Didaktik der Wirtschaftswissenschaften/Arbeitslehre
Schriftliche Hausarbeit zum Ersten Staatsexamen
für das Lehramt an Realschulen
Geldanlageformen -
Wertpapiere, Börse, Altersvorsorge
eingereicht von:
Julia Stamm
Semester 07
Wintersemester 2005/2006
Inhaltsverzeichnis
Klärung der Zielsetzung
I. Begründung von der Sache
1. Geldanlage in Wertpapieren ... 7
1.1 Arten von Wertpapieren ... 7
1.2 Festverzinsliche Wertpapiere ... 8
1.2.1 Bundesschatzbriefe ... 9
1.2.2 Finanzierungsschätze ... 10
1.2.3 Aktienanleihen – Strukturierte Produkte ... 10
1.2.4 Pfandbriefe ... 11
1.2.5 Bundesanleihen und Bundesobligationen ... 12
1.3. Aktien ... 12
1.3.1 Grundlagen ... 12
1.3.2 Rechte des Aktionärs ... 13
1.3.3 Ausgestaltung von Aktien ... 14
1.3.4 Spezielle Risiken bei Aktien ... 15
1.3.5 Buchung von Aktiengeschäften ... 16
1.4 Investmentfonds ... 18
1.4.1 Offene und geschlossene Fonds ... 18
1.4.2 Merkmale ... 18
1.4.3 Gestaltungsmöglichkeiten ... 19
1.4.4 Spezielle Risiken ... 20
2. Geldanlage in Bausparverträgen, Lebensversicherungen und staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten ... 20
2.1 Bausparen ... 21
2.2 Lebensversicherungen ... 22
2.3 Staatlich geförderte Altersvorsorge: Riester-Rente ... 24
3. Handel von Wertpapieren an Wertpapierbörsen ... 26
3.1 Geschichte der Börse ... 26
3.2 Funktionen der Wertpapierbörsen ... 28
3.2.1 Kapitalumschlagfunktion ... 28
3.2.2 Kapitalbewertungsfunktion ... 28
3.3 Organisation der Wertpapierbörsen ... 28
3.4 Börsenmärkte ... 29
3.4.1 Der Aktienmarkt ... 30
3.4.2 Der Anleihenmarkt ... 31
3.4.3 Der Terminmarkt ... 32
3.5 Kursbildung an der Wertpapierbörse ... 32
3.5.1 Börsenindizes ... 33
3.5.2 Einheitskurse ... 34
3.5.3 Faktoren der Kursbildung ... 35
3.5.3.1 Politische Faktoren der Kursbildung ... 35
3.5.3.2 Subjektive Faktoren ... 38
4. Das Berufbild des Bankkaufmanns ... 38
II. Begründung vom Bildungsziel
1. Beitrag zur fachlichen Bildung ... 40
2. Beitrag zur Bewältigung spezifischer Lebenssituationen ... 41
3. Beitrag zur Haltungsbildung ... 42
III. Begründung von der Individuallage ... 42
Planung und Begründung des methodischen Entwurfs
I. Unterrichtsformen
1. Das Unterrichtsgespräch ... 46
2. Die Gruppenarbeit ... 48
3. Die Partnerarbeit ... 49
4. Die Einzelarbeit ... 49
5. Lernen durch Lehren ... 49
6. Der Lernzirkel ... 50
7. Das Lernprogramm ... 52
8. Die Bankerkundung ... 54
9. Die Expertenbefragung ... 56
II. Auswahl und Einsatz von Medien ... 56
1. Das Schulbuch ... 57
2. Das Tafelbild ... 58
3. Das Arbeitsblatt ... 59
4. Die Karikatur ... 60
5. Das Internet ... 61
6. Die Wandzeitung ... 63
7. Die Power-Point-Präsentation ... 64
III. Organisation des Unterrichtsablaufs ... 65
1. Geldanlage in Aktien ... 66
1.1 Festlegung der Lernziele ... 66
1.2 Der Gestaltungsgedanke ... 67
1.3 Ablaufplan ... 70
2. Die Deutsche Börse ... 72
2.1 Festlegung der Lernziele ... 72
2.2 Der Gestaltungsgedanke ... 72
2.3 Ablaufplan ... 75
3. Kauf und Verkauf von Aktien ... 77
3.1 Festlegung der Lernziele ... 77
3.2 Der Gestaltungsgedanke ... 77
3.3 Ablaufplan ... 80
4. Extemporale und Vorbereitung der Bankerkundung ... 82
4.1 Festlegung der Lernziele ... 82
4.2 Der Gestaltungsgedanke ... 82
4.3 Ablaufplan ... 84
5. Bankerkundung in der Sparkasse ... 85
5.1 Festlegung der Lernziele ... 85
5.2 Der Gestaltungsgedanke ... 85
5.3 Ablaufplan ... 88
6. Nachbereitung der Bankerkundung ... 89
6.1 Festlegung der Lernziele ... 89
6.2 Der Gestaltungsgedanke ... 89
6.3 Ablaufplan ... 91
Literaturverzeichnis
I. Bücher ... 92
II. Broschüren ... 93
III. Internetadressen ... 93
Klärung der Zielsetzung
I. Begründung von der Sache her
1. Geldanlage in Wertpapieren
Die Vermögensanlage in Wertpapieren rückt für den privaten Anleger mehr und mehr in den Vordergrund. Allerdings wird es durch die Anzahl und Komplexität der am Kapitalmarkt angebotenen wertpapierbezogenen Anlageformen zunehmend schwieriger eine passende Anlageentscheidung zu finden. Im Folgenden soll ein Gesamtüberblick über die wichtigsten Formen der Vermögensanlage in Wertpapieren vermittelt werden. Die Analyse beschränkt sich auf die Geldanlage in festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Investmentfonds.
1.1 Arten von Wertpapieren: 1
Um zukünftiges Einkommen in heutiges zu transferieren ist Geldleihe erforderlich. Ein Individuum leiht einem anderen Geld, um dieses zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückzubekommen. Durch diesen Vorgang entstehen Zahlungsansprüche auf Rückzahlung des geliehenen Geldbetrages. Die verbriefte Form von Zahlungsansprüchen wird als Wertpapier bezeichnet. Ein Wertpapier ist also eine Urkunde, die ein privates Recht verbrieft, das ohne die Urkunde nicht geltend gemacht werden kann. Wertpapiere sind somit als qualifizierte Legitimationspapiere zu bezeichnen.
Man kann Wertpapiere nach der Art der Übertragung des Rechts unterscheiden: Von Inhaberpapieren spricht man, wenn die Übertragung durch Einigung über den Eigentumsübergang und die Übergabe stattfindet. Beispiele sind die Inhaberaktie oder der Inhabercheck.
Findet die Übertragung durch Einigung über den Eigentumsübergang, sowie ein Indossament und die Übergabe statt, so spricht man von Orderpapieren, z.B. Namensaktien, Orderscheck und Wechsel.
Von Rekapapier ist die Rede, wenn die Übertragung durch Abtretung und Übergabe, wie es beim Grundschuldbrief oder dem Hypothekenbrief üblich ist, stattfindet.
Generell lassen sich Wertpapiere in zwei Gruppen einteilen. Wertpapiere der ersten Gruppe zeichnen sich dadurch aus, dass die zukünftigen Zahlungen in Höhe und Zeitpunkt genau bestimmt sind. Diese bezeichnet man als festverzinsliche Wertpapiere. Bei der zweiten Gruppe sind die zukünftigen Zahlungen unbestimmt, da die Höhe und der Zeitpunkt der Zahlung an den Wert der mit der Geldhergabe beschafften Güter gebunden ist. Sie stellen Anteilspapiere, Aktien dar.
1.2. Festverzinsliche Wertpapiere
Festverzinsliche Wertpapiere sind Anlegern unter verschiedenen Synonymen, nämlich Renten, Effekten, Schuldverschreibungen, Anleihen, Bonds oder Obligationen bekannt. Alle Begriffe bezeichnen eine besondere Seite ein und desselben Wertpapiers. Festverzinsliche Wertpapiere werden so genannt, weil der Zins sich während der Laufzeit normalerweise nicht ändert. Renten sind die Papiere, weil der Anleger eine regelmäßige Zahlung erhält. Wenn die Papiere an der Börse gehandelt werden, nennt man sie Effekten. Schuldverschreibungen oder Anleihen heißen sie nach der Art, wie sie in den Markt gelangen.2 Beim Kauf eines festverzinslichen Wertpapiers leistet der Käufer, also der Gläubiger, eine einmalige Zahlung an den Verkäufer des Wertpapiers, also dem Schuldner oder Emittenten, und erhält als Gegenleistung von diesem eine oder mehrere zukünftige Zahlungen. Beim Kauf werden bereits Zeitpunkt und Höhe der Zahlung vereinbart. Somit können sowohl der Emittent als auch der Anleger mit sicherem Aufwand oder Ertrag kalkulieren. Außerdem sind in den sogenannten Emissionsbedingungen alle wichtigen Einzelheiten zwischen Emittenten und Anleger dokumentiert. Dazu zählen die Laufzeit, die Tilgung, die Verzinsung und die Währung.
Bezüglich der Laufzeit lassen sich kurzfristige (bis 4 Jahre), mittelfristige (4-8 Jahre) und langfristige Anleihen (mehr als 8 Jahre) unterscheiden. Neben den Anspruch auf Rückzahlung wird auch eine Verzinsung zu einem fest vereinbarten Zinssatz verbrieft. Dabei gibt es nicht nur den klassischen Festzins sonder auch den variablen, den jeweiligen Marktbedingungen angepassten Zinssatz. Dazwischen ist eine große Zahl von Mischformen möglich.
Festverzinsliche Wertpapiere können sich bezüglich der Tilgungsmodalitäten und der Kuponzahlungen unterscheiden. Ein Kupon ist der Zinssatz, den der Emittent gewöhnlich in regelmäßigen Abständen zahlt. Es sind verschiedene Kuponvereinbarungen möglich. Eine Möglichkeit ist, dass die Kuponzahlungen relativ zum Nominalwert festgelegt werden und meist in periodischen Abständen erfolgen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Höhe der Kuponzahlung variieren kann, allerdings muss sie bei Emission, also bei der Ausgabe neuer Wertpapiere, genau bekannt sein. Zu den vielen verschiedenen Vereinbarungen kann auch die Kopplung der Kuponhöhe an einen Zinsindex gezählt werden. Zudem ist es möglich, dass keine Kuponzahlungen, sondern nur Tilgungszahlungen erfolgen. Die Tilgungsmodalitäten werden bereits bei der Emission festgelegt. Die Tilgung der Schuld kann in einem Gesamtbetrag oder in Teilbeträgen erfolgen.3 Egal ob man die Papiere festverzinsliche Wertpapiere, Schuldverschreibungen, Obligationen oder Rentenpapiere nennt, sie lassen sich dennoch unterscheiden. Ihre Einteilung erfolgt auf höchst unterschiedliche Art, was es besonders schwer macht, den Überblick zu behalten.
Im Folgenden soll näher auf Bundesschatzbriefe, ein- und zweijährige Finanzierungsschätze des Bundes, Aktienanleihen, Pfandbriefe, Bundesanleihen und Bundesobligationen eingegangen werden. Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze unterscheiden sich von den anderen Anlageformen dadurch, dass sie nicht an der Börse gehandelt werden.
1.2.1 Bundesschatzbriefe 4
Bundesschatzbriefe werden nicht an der Börse gehandelt. Die Rendite steigt, je länger das Papier gehalten wird. Es gibt zwei Arten von Bundesschatzbriefen, Typ A und Typ B. Bei ersteren erfolgen die Zinszahlungen jährlich, die Laufzeit beträgt in der Regel 6 Jahre. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Bei Typ B werden die Zinsen gesammelt und am Laufzeitende, normalerweise nach 7 Jahren, ausbezahlt. Die Rückzahlung erfolgt hier also zum Rückzahlungswert, d.h. Nennwert plus Zinsen. Die Rendite ist hier höher als bei Typ A. Bei beiden Arten ist eine Rückgabe nach Ablauf eines Jahres möglich. Der Kauf von Bundesschatzbriefen bietet sich bei einem niedrigen Marktzinsniveau an. Steigt das Marktzinsniveau können die Papiere wieder zurückgegeben und in andere Anleihen investiert werden. Die jährlich steigenden Zinsen sollen allerdings für den Anleger einen Anreiz bieten, die Papiere bis zum Ende der Laufzeit zu behalten.
[...]
1 vgl. SMETS/WIERICHS (2003), S. 234
2 vgl. BÜRGER (2002), S. 46
3 vgl. LASSAK (1992), S. 9 - 12
4 vgl. DIB - Ratgeber (1999), S. 34/35
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