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Scholary Paper (Seminar), 2005, 26 Pages
Author: Martin Matthias
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Umsetzung, Corporate, Governance, Kodex, Praxis
Year: 2005
Pages: 26
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 29 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50794-3
File size: 229 KB
Inhalt dieser Arbeit ist zunächst eine Erläuterung des Begriffs Corporate Governance sowie die Darstellung des Aufbaus des Deutschen Kodex. Anschließen werden empirische Untersuchungen näher betrachtet und unternehmensbezogene Beispiele für die Umsetzung des Kodex dargestellt.Abschließend erfolgt ein Blick auf akzuelle Entwicklungen. Eine Zusammenfassung schlißt die Arbeit ab.
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Excerpt (computer-generated)
Technische – Universität Chemnitz
Seminararbeit in der speziellen Betriebswirtschaftslehre
im Wintersemester 2005/2006, 7. Fachsemester
Umsetzung des Corporate Governance Kodex in der Praxis
von: Martin Matthias
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Corporate Governance 1
2.1 Begriffserklärung 1
2.2 Grundkomponenten 2
3. German Corporate Governance Kodex 2
3.1 Entwicklung des Kodex 2
3.2 Aufbau des Kodex 3
3.3 Inhalt und Aufgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex 4
4. Empirische Untersuchungen zur Entsprechenserklärung 7
5. Akzeptanz der Empfehlungen und Anregungen des Kodex 8
5.2 Aufbau und Konzeption der Untersuchung des BCCG 8
5.3 Auswertung der Fragebögen 9
5.3.1 Generelle Akzeptanz der Kodexnormen 9
5.3.2 Neuralgische Kodexempfehlungen 11
5.3.3 Mehrheitlich abgelehnte Kodexempfehlungen und Kodexanregungen 11
5.4 Empirische Untersuchungen der DAX-30 Unternehmen 12
5.5 Einfluss von Corporate Governance auf institutionelle Investoren 13
6. Aktuelle Entwicklungen und Beispiele zur Akzeptanz des GCCG 14
6.1 Offenlegung der Vorstandsgehälter 14
6.2 Interessenkonflikte 15
6.2.2 Mögliche Interessenskonflikte am Beispiel der Deutschen Post AG 15
6.2.3 Der Fall Porsche AG-Volkswagen AG 16
6.3 Unabhängigkeit des Aufsichtsrats – DaimlerChrysler AG und CG 17
7. Zusammenfassung 18
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
In den letzten Jahren hält der aus dem Amerikanischen stammende Begriff Corporate Governance verstärkt Einzug in den europäischen Raum, obwohl es bisher nicht gelungen ist ein einheitliches Verständnis für diesen Ausdruck zu entwickeln.1 Dennoch bietet das Thema Corporate Governance immer wieder Anlass zu öffentlichen Diskussionen. Dabei entsteht allerdings der Eindruck, dass diese Debatten eine Tendenz zu einer Modeerscheinung aufweisen, bei der das kritische Hinterfragen und das Problemlösen einzelner Aspekte häufig unterbleiben.2 Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Anwendung und die Umsetzung der Governance Regeln sowie deren Auswirkungen in der Praxis darzulegen. Zu Beginn erfolgt die Herleitung des Begriffs Corporate Governance und die Erläuterung seiner Grundkomponenten. Inhalt des zweiten Kapitels sind die Entwicklung, der Aufbau und die Aufgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Anschließend folgt eine genauere Betrachtung und Auswertung von verschiedenen empirischen Untersuchungen zum Kontext. Der letzte Abschnitt zeigt einige aktuelle Entwicklungen und darüber hinaus einzelne Unternehmen und deren Umsetzung bestimmter Kodexregeln.
2. Corporate Governance
2.1 Begriffserklärung
„Der Begriff Corporate Governance hat sich international zu einem hot topic entwickelt, welches neben der Wissenschaft in hohem Maße auch politische Institutionen und Organisationen der Wirtschaftspraxis beschäftigt.“3 Das Hauptwort „governance“ wörtlich übersetzt, kann mit den Begriffen Herrschaft, Gewalt und Kontrolle und das Verb „to govern“ mit regieren, verwalten, regeln, beeinflussen, leiten usw. erklärt werden.4 Die Literatur bietet eine Vielzahl an Definitionen, von denen im Folgenden einige kurz dargestellt werden. Rosen definiert Corporate Governance als „[…] die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und Unternehmenskontrolle […]“5. Nach Witt wird unter dem Begriff Corporate Governance die Organisation der Leitung und Kontrolle eines Unternehmens mit dem Ziel des Interessenausgleichs zwischen den beteiligten Anspruchsgruppen verstanden.6 Suter hingegen erklärt: „Unter Corporate Governance werden alle Mechanismen verstanden, welche den Konflikt zwischen Management und Investoren reduzieren können und so dem Investor zu einer risikoadäquaten Rendite auf seine Investition verhelfen.“7 Gemäß Rühli und Sachs, bedeutet Corporate Governance „ […] die gesamte Regelung der Zuständigkeits-, Macht-, Anspruchs- und Kontrollverhältnisse an der Spitze von Unternehmen“.8 Sowohl die wörtlich übersetzten Begriffe als auch die Definitionen machen deutlich, dass sich der Themenkomplex der Corporate Governance mit den Bereichen Führung und Überwachung eines Unternehmens und dem Verhältnis der Spitzenorgane untereinander wie auch zu verschiedenen Anspruchsgruppen beschäftigt.
2.2 Grundkomponenten
Zum einen gehört die Festlegung der übergeordneten Zielsetzung des Unternehmens zu den vier Grundkomponenten der Corporate Governance. Zum anderen stellt die Bestimmung der Strukturen, Prozesse und Personen der Unternehmensführung, mit denen diese Zielsetzung erreicht werden soll, einen weiteren wesentlichen Aspekt dar. Die beiden letzten Komponenten beschreiben die regelmäßige Evaluation der Führungsaktivitäten zur Bestandsaufnahme und kontinuierlichen Verbesserung der Unternehmensführung sowie eine funktionierende Unternehmenskommunikation, um das Vertrauen und die Unterstützung aller Beteiligten des Unternehmens zu gewinnen und zu festigen.9
3. German Corporate Governance Kodex
3.1 Entwicklung des Kodex
Wie bereits im vorherigen Kapitel darstellt, ist Corporate Governance ein global stark diskutiert Thema. Weltweit existieren eine Vielzahl von Corporate Governance Regeln und Modellen10. Zu den Bekanntesten gehören das duale und das monotonistische Modell. Ersteres schreibt eine Trennung zwischen den beiden Organen Führung und Aufsichtrat vor, um somit eine umfassende Überwachung der Machtgeber zu ermöglichen (so z.B. in Deutschland), während beim monotonistischen Modell sowohl Führungs- als auch Über- wachungsaufgaben in einem Gremium vereinigt werden (z.B. in den USA).11 Gleichwohl ist Werder12 der Überzeugung, dass diese „[…] Governance Regeln nur dann zur Optimierung der Leitung und Überwachung beitragen, wenn sie auch die spezifischen gesetzlichen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten des Sitzstaates eines Unternehmens in Rechnung stellen.“13 Dennoch gab es bis vor kurzem in Deutschland noch keinen geschlossenen Kodex über eine erfolgreiche Unternehmensorganisation. Erst zu Beginn dieses Jahrtausends wurden durch die Grundsatzkommission Corporate Governance sowie dem Berliner Initiativkreis German Code of Corporate Governance erste Regelwerke diskutiert, welche mit den international schon seit langem bestehenden Kodizes vergleichbar sind.14 Am 26. Februar 2002 erfolgte die Veröffentlichung des ersten Deutschen Corporate Governance Kodex durch den Vorsitzenden der Regierungskommission Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender des Aufsichtsrats ThyssenKrupp AG).15
3.2 Aufbau des Kodex
[...]
1 Vgl. Nagy (2002), S. 72.
2 Vgl. Nippa/ Petzhold und Kürsten (2002), S.4.
3 Werder (2001), S. 2.
4 Vgl. Nagy (2002), S.74.
5 Vgl. Nagy (2002), S.73, Zitat: Rosen, R.
6 Vgl. Witt (2000), S. 159.
7 Vgl. Nagy (2002), S.73, Zitat: Suter, R. (2000), S.141.
8 Vgl. Ruppen (2002), S. 18, Zitat: Rühli&Sachs (1998), S.16.
9 Vgl. Werder (2001), S.12.
10 Vgl. Nagy (2002), S.77.
11 Vgl. Nagy (2002), S. 123.
12 Prof. Dr. Axel v. Werder ist Inhaber des Lehrstuhl Organisation und Unternehmensführung an der TU Berlin und Leiter des Berlin Center of Corporate Governance.
13 Werder (2001), S.67.
14 Vgl. Werder (2001), S.5.
15 Vgl. Cromme, Regierungskommission, Deutscher Corporate Governance Kodex 2005.
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