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Der Einfluss der Peer Group auf die Ich-Identität des Jugendlichen in der Phase der Adoleszenz

Scholary Paper (Seminar), 2006, 21 Pages
Author: Madeleine Peißker
Subject: Sociology - Children and Youth

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 21
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V56058
ISBN (E-book): 978-3-638-50853-7

File size: 196 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Einfluss der Peer Group auf die Ich-Identität
des Jugendlichen in der Phase der Adoleszenz

von: Madeleine Peißker

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

2. Begriffserklärungen 4

2.1 Begriffsklärung Peer Group  4
2.2 Begriffsklärung Ich-Identität 4
2.3 Begriffsklärung Adoleszenz 5

3. Die Phase der Adoleszenz aus soziologischer Sicht  6

3.1 Die Abgrenzung vom Kindheitsalter zum Jugendalter  6
3.2 Die Abgrenzung vom Jungendalter zum Erwachsenenalter  7

4. Ich, Selbst ,Identität 8

4.1 Eriksons Identitätskonzept  9
4.2 Identitätskrisen  10

5. Peer Group 13

5.1 Gesellschaftliche Ursachen zur Bildung von Peer Groups  13
5.2 Merkmale der Gleichaltrigengruppe  14
5.3 Der Einfluss der Peer Group  15
5.4 Der Ablösungsprozess vom Elternhaus 18

6. Schlusswort  20

7. Literaturverzeichnis 21


 

 

1. Einleitung

Die Soziologie der Lebensalter erforscht Beziehungen, Interaktionen sowie Strukturen von Gruppen und Individuen der Gesellschaft unter Anwendung spezifischer Methoden und Techniken. Die Untersuchungen beziehen sich auf Personen und Personenkreise in ihren jeweiligen Lebens- und Entwicklungsphasen. Forschungsergebnisse sollen somit zum Beispiel Handlungen und Interaktionen in Abhängigkeit des Entwicklungsstandes des Einzelnen beziehungsweise der Gruppe erklären. Sie können außerdem Beweggründe für soziales Handeln konkretisieren und die verschiedenen Lebensphasen des Individuums differenzieren Die Soziologie der Lebensalter teilt die Lebensphasen wie folgt auf: Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Alter.

Im Sozialisationsprozess ist die Jugend eine sehr bedeutende Phase, da hier das Individuum entscheidend geprägt, beeinflusst und gelenkt wird. Diese Arbeit soll den Einfluss der Peer Group auf die Ich-Identität des Jugendlichen näher erläutern. Zum besseren Verständnis der Arbeit werden am Anfang einige Begriffe erklärt. Anschließend wird dargestellt, weshalb die Jugendphase als eigenständige Phase zu betrachten ist. Nachdem ein Identitätskonzept sowie Identitätskrisen näher beschrieben werden, folgt die Darstellung der Wichtigkeit von Peer Groups. Dabei wird darauf eingegangen, was es für gesellschaftliche Ursachen für die Entstehung solcher Gruppen gibt ,welche Merkmale und welche Bedeutung sie besitzen sowie auf den Ablösungsprozess vom Elternhaus.

2. Begriffserklärungen

Die erklärten Begriffe sollen zum Verständnis des Lesers beitragen und dienen nur als Überblick, da präzise Definitionen den Rahmen der Studienarbeit sprengen würden. Aufgrund der Verwendung von verschiedener Literatur gibt es bei einigen Merkmalen Abweichungen.

2.1 Begriffsklärung Peer Group

Der Begriff der Peer Group wurde in der amerikanischen Soziologie entwickelt und bezeichnet die Gruppe von gleichaltrigen Jugendlichen oder die Gruppe von Gleichgestellten. Das von Charles Cooley entwickelte Konzept der Primärgruppen geht davon aus, dass besonders im Jugendalter die Orientierung der Individuen stärker an Menschen ähnlichen Alters ist, als an den eigenen Eltern. Die Mitglieder einer Peer Group sind meist nicht nur ähnlichen Alters, sondern auch ähnlicher Herkunft und gleichen Geschlechts. Im Sprachgebrauch wird oftmals anstatt der Peer Group auch synonym der Begriff der Clique gebraucht. Mit wachsender Individualisierung und zunehmender Orientierungslosigkeit hat sich die Bedeutung der Clique in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt und stellt heute eine überlebenswichtige, zentrale Sozialisationsinstanz dar.(vgl. Otto & Thiersch 2001, S.1229) Aus der Sicht der Entwicklungspsychologie leitet die Zugehörigkeit zu einer Peer Group den Ablösungsprozess vom Elternhaus ein. Die Peergruppe begleitet also „den Einzelnen im Übergang von der (Kern-) Familie zur eigenen Partnerschaft und Intimität im jungen Erwachsenenalter.“ (Grob&Jachinski 2003, S.66) Die Ablösung läuft oftmals parallel mit der Übernahme von gruppenspezifischen Normen und Werten. Die Psychoanalyse geht davon aus, dass die Peer Group für die Entwicklung der Ich-Identität sehr bedeutend ist.

2.2 Begriffsklärung Ich-Identität

„Die von der Soziologie zu behandelnden Dimensionen der Persönlichkeitsbildung und Identität […] haben ihren Kern dort, wo nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen für den Aufbau der sozio-kulturellen Persönlichkeit gefragt wird.“ (Schäfers 1986, S.107) Ich-Identität kann als innere Selbstthematisierung des Individuums verstanden werden, welches Antworten auf die Fragen: “Wer bin ich? Was will ich, was kann ich sein? Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?“ sucht. ( vgl. Otto&Thiersch 2001, S.805) Man unterscheidet die persönliche Identität von der sozialen Identität. Persönliche Identität meint nicht nur die Selbsterkennung im Spiegel, sondern auch die Wiederfindung in den eigenen Handlungen. Soziale Identität meint, dass die Umwelt das Verhalten eines Menschen in seinen verschiedenen Lebensbereichen, wie z.B. in der Familie, miteinander vereinbaren kann. Das Individuum merkt dadurch, dass es sozial identisch ist. Die Ich-Identität eines Individuums „[…] bestimmt sich jetzt nicht mehr allein durch Milieu und soziale Zugehörigkeit, sondern ist eine Individualisierungsleistung und setzt die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich geltenden Regeln, der eigenen Entwicklung und gesetzten Zielpunkten voraus.( Baacke 1994, S. 179) Identität resultiert aus Unterscheidbarkeit und Verschiedenheit.

2.3 Begriffsklärung Adoleszenz

[...]


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