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Termpaper, 2006, 16 Pages
Author: Nicole Zanger
Subject: Romance Languages - Spanish Studies
Details
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel
Tags: Narrative, Inszenierungen, Frauenbildern, Literatur, Frühen, Neuzeit, Moderne, Proseminar, Literaturwissenschaft
Year: 2006
Pages: 16
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50888-9
ISBN (Book): 978-3-638-76586-2
File size: 227 KB
In dieser HA wird der Typus der "femme fatale" sowie ihr Gegentypus der der "femme fragile" dargestellt. Es wird beschrieben, inwieweit sich die "femme fatale" im 19. Jahrhundert in der Gesellschaft entwickeln konnte. Die "femme fatale" der Kunst wird ebenfalls skizziert. Im Haupteil wird untersucht inwieweit die Frauentypen in Valle-Incláns "Mi hermana Antonia" zu finden sind.
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Abstract
Im Mythos und in der Literatur hat es den Typus der femme fatale immer gegeben, denn Mythos und Literatur sind nur die dichterische Widerspiegelung des wirklichen Lebens, im wirklichen Leben aber hat es an mehr oder minder vollkommenen Exemplaren herrschsüchtiger und grausamer Frauen nie gefehlt . Mario Praz beschreibt in seinem Werk „Schwarze Romantik“ mit diesem Zitat das Phänomen „femme fatale“, das dekadente Frauenbild, das in seiner Darstellung im 19. Jahrhundert einen Höhepunkt in Kunst, Literatur und in der Gesellschaft fand. Doch wie lässt sich dieser „Mythos“ rational erfassen? Wie lassen sich die Grundzüge dieses Typus` beschreiben? Ziel dieser Arbeit wird es zum einen sein, den Typus der femme fatale herauszustellen und ihn semantisch sowie typisch von dem der femme fragile abzugrenzen. Das Konzept der femme fragile stellt eine Variante der femme fatale dar, sie bildet quasi ihren Gegenpart. Beide literarischen Varianten bildeten sich im Kontext der Dekadenzästhetik heraus, und zwar zwischen 1890 und 1905 einhergehend mit der neuen Sensibilität der schwarzen Romantik . Die differenten Ausprägungen der femme fatale und der femme fragile werden in dieser Arbeit gegenübergestellt. Anschließend erfolgt eine Analyse der Figuren aus Valle-Incláns „Mi hermana Antonia“ aus Jardín Umbrío , ich werde untersuchen inwieweit Valle-Inclán in seiner Erzählung die Typen der femme fatale und der femme fragile inszeniert. Vor der eigentlichen Analyse der Erzählung und den Beschreibungen der Konzepte der „Femmes“ widme ich mich jedoch zunächst den Begriffen des fin de siècle und der Dekadenz, die eng mit den literarischen Frauentypen fatale und fragile in Verbindung stehen und zunächst erläutert werden müssen und stelle außerdem kurz den zeithistorischen Hintergrund dar.
Excerpt (computer-generated)
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Proseminar: Literaturwissenschaft 2
WiSe 2005/06
’Femme fatale’ oder ‚femme fragile’? –
Literarische Manifestationen eines ambiguen Frauenbildes im Kontext des Fin de Siècle: Valle-Incláns Erzählung „Mi hermana Antonia“ (Jardín Umbrío)
von
Nicole Zanger
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung...2
2. Kulturgeschichtlicher Hintergrund:Fin de siècle und Dekadenz-Begriff...3
3. Zeithistorischer Hintergrund...3
3.1. Die Rolle der Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ...3
3.2. Das dekadente Frauenbild in der Kunst - Zur Inszenierung des weiblichen Körpers um die Jahrhundertwende ...4
3.3. Das dekadente Frauenbild in der Literatur ...5
3.3.1. Das literarische Konzept der femme fatale...6
3.3.1.1. Die wichtigsten Charaktereigenschaften...7
3.3.2. Das literarische Konzept der femme fragile...8
4. Valle-Inclán: „Mi hermana Antonia“ aus Jardín Umbrío (Inhaltsangabe)...9
4.1. Interpretationsversuch...10
4.2. Analyse der Figuren hinsichtlich der vorangegangenen literarischen Konzepte der femme fatale und der femme fragile...10
4.2.1. „Antonia“...10
4.2.2. „Máximo Bretal“ ...11
4.2.3. „Antonias Mutter“ ...12
5. Zusammenfassung...13
6. Literaturverzeichnis ...14
1. Einleitung
Im Mythos und in der Literatur hat es den Typus der femme fatale immer gegeben, denn Mythos und Literatur sind nur die dichterische Widerspiegelung des wirklichen Lebens, im wirklichen Leben aber hat es an mehr oder minder vollkommenen Exemplaren herrschsüchtiger und grausamer Frauen nie gefehlt1.
Mario Praz beschreibt in seinem Werk „Schwarze Romantik“ mit diesem Zitat das Phänomen „femme fatale“, das dekadente Frauenbild, das in seiner Darstellung im 19. Jahrhundert einen Höhepunkt in Kunst, Literatur und in der Gesellschaft fand. Doch wie lässt sich dieser „Mythos“ rational erfassen? Wie lassen sich die Grundzüge dieses Typus` beschreiben?
Ziel dieser Arbeit wird es zum einen sein, den Typus der femme fatale herauszustellen und ihn semantisch sowie typisch von dem der femme fragile abzugrenzen. Das Konzept der femme fragile stellt eine Variante der femme fatale dar, sie bildet quasi ihren Gegenpart. Beide literarischen Varianten bildeten sich im Kontext der Dekadenzästhetik heraus, und zwar zwischen 1890 und 1905 einhergehend mit der neuen Sensibilität der schwarzen Romantik2. Die differenten Ausprägungen der femme fatale und der femme fragile werden in dieser Arbeit gegenübergestellt. Anschließend erfolgt eine Analyse der Figuren aus Valle-Incláns „Mi hermana Antonia“ aus Jardín Umbrío3, ich werde untersuchen inwieweit Valle-Inclán in seiner Erzählung die Typen der femme fatale und der femme fragile inszeniert.
Vor der eigentlichen Analyse der Erzählung und den Beschreibungen der Konzepte der „Femmes“ widme ich mich jedoch zunächst den Begriffen des „fin de siècle“ und der „Dekadenz“, die eng mit den literarischen Frauentypen fatale und fragile in Verbindung stehen und zunächst erläutert werden müssen und stelle außerdem kurz den zeithistorischen Hintergrund dar.
[...]
1 Mario Praz, Liebe, Tod und Teufel: die schwarze Romantik, München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, 2. Auflage 1981, S. 167
2 vgl. Manuel Díaz Castillo, “Frágil, fatal, turbulenta (algunas notas a los tipos de mujer en Valle- Inclán)”, in: Actas del IX simposio de la sociedad española de literatura general y comparada, (1992), 131
3 Die exakte Bibliographie lautet : Ramón María del Valle-Inclán, I Prosa obra completa, Madrid: Espasa Calpe, 2002
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