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Scholary Paper (Seminar), 2006, 15 Pages
Author: Kerstin Müller
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Biografiearbeit, Pflegekindern
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50948-0
File size: 128 KB
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Excerpt (computer-generated)
Biografiearbeit mit Pflegekindern
von: Kerstin Müller
Inhaltsverzeichnis
1. persönlicher Zugang S. 2
2. Überblick über die nachfolgende Arbeit S. 2
3. Allgemeines über die Biografiearbeit mit Kindern
3.1. Was ist Biografiearbeit? S. 2
3.2. Warum Biografiearbeit? S. 3
3.3. Was nützt Biografiearbeit? S. 3
3.4. Wer sollte Biografiearbeit durchführen? S. 4
4. Die Lebensumstände von Pflegekindern
4.1. zur Situation in den Herkunftsfamilien S. 4
4.2. psychosoziale Situation von Pflegekindern S. 5
4.3. Lebensumstände des Kindes in der Pflegefamilie S. 5
5. Vorüberlegungen zur Durchführung
5.1. Anforderungen an den Erwachsenen S. 7
5.2. Informationen über das Kind S. 8
5.3. Umgang mit Vertrauen S. 9
6. Auswahl einiger Methoden der Biografiearbeit mit Pflegekinder
6.1. Stammbaum S. 10
6.2. Landkarte S. 10
6.3. Fotografien und Fotoalben S. 11
6.4. Lebensbuch S. 11
6.5. weitere Methoden S. 12
7. Resümee S. 12
8. Literaturverzeichnis S. 14
1. persönlicher Zugang
Mein Jahrespraktikum absolvierte ich im Amt für Jugend und Familie in Fürstenfeldbruck/Abteilung Pflegekinderwesen und Adoption. Ein großer Arbeitsschwerpunkt dort war die Betreuung der Pflegeeltern und die der Pflegekinder. Biografiearbeit war mir schon lange ein Begriff aber erst nach dem intensiven Studium des Buches von Ryan und Walker (2004) und der Internetseite von Irmela Wiemann (www.irmelawiemann.de) wurde mir klar, welchen enormen Wert eine Biografiearbeit für Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, hat.
2. Überblick über die nachfolgende Arbeit
Im Kapitel 3 werden die Grundlagen der Biografiearbeit mit Kindern, die nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können, kurz geschildert. Um bei der Biografiearbeit mit Pflegekindern und deren Lebenssituation besser berücksichtigen zu können, wird diese im Kapitel 4 in Kurzfassung dargestellt. Kapitel 5 stellt einige Vorüberlegungen zur Durchführung dar und im Kapitel 6 werden einige Methoden zur Biografiearbeit mit Pflegekindern aufgezeigt Anschließend folgt ein Resümee. Für eine bessere Lesbarkeit habe ich mich für die männliche Schreibweise entschieden.
3. Allgemeines über Biografiearbeit mit Kindern
3.1. Was ist Biografiearbeit?
Der Begriff Biografie ist griechisch und bedeutet „Lebensbeschreibung“. In diesem Sinne wird die Biografiearbeit als die Aufzeichnung des äußeren Lebenswegs bezeichnet sowie auch die innere Entwicklung einer Person. Biografiearbeit ist demnach eine wirkungsvolle Methode Kinder und Jugendlichen bei der Rekonstruktion ihrer Vergangenheit zu helfen. Das Erarbeiten der Biografie gibt den Kindern zumindest symbolisch ihre Geschichte, ihr Land, frühere Lebensorte, verlorene Familienmitglieder und Vorfahren zurück.
3.2. Warum Biografiearbeit?
Kinder, die bei ihren Eltern leben, haben die Möglichkeit sich bei ihren Eltern über ihre Vergangenheit zu informieren. Dies haben aber Kinder die von ihrer Herkunftsfamilie getrennt wurden oftmals nicht. Ihre Vergangenheit scheint verloren und vieles davon sogar vergessen. Für Kinder, die ihre Vergangenheit aus den Augen verlieren, kann es oft schwierig werden sich emotional und sozial zu entfalten. Da die Vergangenheit nicht greifbar ist, nehmen viele Kinder an, diese könnte sehr schlimm sein. Alle Kinder haben Anspruch auf genaue Informationen aus ihrer Vergangenheit und über ihre Herkunftsfamilien. Dies ist nicht für sie selbst von großer Bedeutung sondern auch für ihre zukünftigen Kinder.
Biografiearbeit ist ein Versuch, Teile dieser Vergangenheit den Kindern, die getrennt von ihrer leiblichen Familie sind, zurückzugeben. Es hilft den Kindern, wenn sie zusammen mit Fachkräften die Tatsachen ihres eigenen Lebens und ihre wichtigsten Bezugspersonen zusammentragen. Die Kinder können lernen, ihre Vergangenheit anzunehmen und mit diesem Wissen in die Zukunft gehen.
Ryan und Walker (2004) fanden heraus, dass die meisten fremd untergebrachten Kinder davon profitierten, ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit einem einfühlsamen Erwachsenen zu besprechen. Für Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, muss die Frage geklärt werden, warum sich diese Trennung ereignete und warum die leibliche Familie nicht in der Lage war, für das Kind zu sorgen.
3.3 Was nützt Biografiearbeit?
[...]
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