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Termpaper, 2006, 36 Pages
Author: Martina Gumminger
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Tags: Bedeutung, Gesundheitswissenschaft, Pflege
Year: 2006
Pages: 36
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51293-0
File size: 332 KB
Die Hausarbeit beschreibt im ersten Teilbereich die Etablierung der Gesundheitswissenschaften als Disziplin. Im zweiten Teil wird die Transduktion der Gesundheitsförderung in die Praxis (gesundheitsförderndes Krankenhaus - speziell für Pflegekräfte) dargestellt.
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Excerpt (computer-generated)
Hamburger Fern-Hochschule
Studiengang Pflegemanagement, Studienzentrum München
Frühjahrsemester 2006
Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege
von: Martina Gumminger
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen der Gesundheitswissenschaften
2.1 Begriffserläuterung
2.2 Entwicklung
2.3 Aufgaben und Ziele
2.4 Die Einzeldisziplinen
2.5 Definition Gesundheit
2.6 Salutogenese
2.7 Abgrenzung und Verhältnis zu anderen Gebieten
2.7.1 Public Health
2.7.2 Medizin
2.7.3 Pflegewissenschaft
3 Gesundheitsförderung
3.1 Definition
3.2 Aufgaben und Ziele
3.3 Die Ebenen der Gesundheitsförderung
3.3.1 Die Personale Ebene
3.3.2 Die Verhaltensebene
3.3.3 Die Verhältnisebene
3.4 Abgrenzung zur „Prävention“
3.5 Setting-Ansätze
3.6 Strukturen der Gesundheitsförderung 3
4 Umsetzung der Gesundheitsförderung auf lokaler Ebene
4.1 Entwicklung betrieblicher Gesundheitsförderung
4.2 Gesundheitsförderung in einem Krankenhaus
4.3 Gesundheitsrisiken für Pflegeberufe 17
4.4 Gesundheitsförderungsstrategien
4.5 Gesundheitsfördernde Maßnahmen für Pflegekräfte
4.5.1 Gesundheitsförderung auf Verhaltensebene
4.5.2 Supervision
4.5.3 Gesundheitsförderung auf Verhältnisebene
4.5.4 Gesundheitszirkel
5 Schluss und Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
„Gesundheit fördern! - Krankheit verhüten! - Gesundheit wiederherstellen! - Leiden lindern!“; das sind nach dem Deutschen Berufsverband für Krankenpflege die Aufgaben der Gesundheits- und Krankenpflege. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass sich zwei Aufgabenbereiche auf Gesundheit (Gesundheitsförderung und Prävention) und zwei Bereiche auf Krankheit beziehen. Diese Aufgaben erfüllen auch die gewandelte Anspruchshaltung der Patienten, die heute nicht mehr nur Wert auf eine kompetente medizinische Versorgung, sondern auch auf eine fürsorgliche Pflege, auf eine umfassende Beratung und Informationsvermittlung, sowie auf ein Umfeld, dass sich positiv auf den Heilungs- und Genesungsprozess auswirkt, legen. Dieser Anspruch ist natürlich auch eine große Herausforderung an die Krankenhäuser, denn es gilt höchstmögliche Kundenzufriedenheit mit größter ökonomischer Effizienz zu vereinen. Doch gerade in der heutigen Zeit stellt dies eine Gradwanderung dar, da unter anderem der demographische Wandel, die Veränderungen des Krankheitspanoramas und der medizinisch-technologische Fortschritt die finanziellen Ressourcen des Sozialstaates immer weiter schrumpfen lassen. Für die Berufsgruppe der Pflegenden im Krankenhaus bedeutet dies, höchstes Leistungspotential in Bezug auf die stets steigenden Anforderungen (von Seiten der Patienten, der Angehörigen und auf Grund fortschreitender Akademisierung) auf Basis niedrigster Personalbesetzung. Gerade unter diesen Aspekten, nimmt die Gesundheitsförderung immer mehr auch in Krankenhäusern Einzug. Erstmalig wurde 1993 mit der Unterstützung der WHO das Pilotprojekt „Gesundheitsfördernder Krankenhäuser“ gestartet, aus dem das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (DNGfK) hervorgeht. Das Netzwerk steht allen Krankenhäusern offen und hat in den letzten Jahren, mit dem Bedeutungsgewinn von Prävention und Gesundheitsförderung viele neue Mitgliedschaften verzeichnen können. Die Ziele des DNGfK nach den „Homburger Leitlinien“ von 1999 sind:
• Gesundheitsgewinn
• Patientenorientierung
• Mitarbeiterorientierung
• Partnerschaften und Gemeindeorientierung
• Ökologie (vgl. DNGfK 1998, 2)
Vor allem die Mitarbeiterorientierung spielt eine wesentliche Rolle, da sich hier zahlreiche Querverbindungen zum Management einerseits, und andererseits zu den Patienten ergeben. Deshalb lautet die zentrale Frage: Wie kann Gesundheitsförderung für die Berufsgruppe der Pflegenden in einem Krankenhaus gestaltet sein?
2 Grundlagen der Gesundheitswissenschaften
Um die komplexe Thematik umfassend zu verstehen und zu begreifen, muss die Disziplin der Gesundheitswissenschaften mit ihren Einzeldisziplinen von der Medizin abgegrenzt und die Bedeutung für die Pflegewissenschaft dargestellt werden.
2.1 Begriffserläuterung
Der Begriff der Gesundheitswissenschaft wurde ursprünglich 1925 von den Autoren Gottstein, Schlossmann und Teleky im Singular verwendet, doch um die interdisziplinäre Ausrichtung des Gebietes zu betonen, sprechen die Herausgeber Hurrelmann und Laaser in ihrem Handbuch von „Gesundheitswissenschaften“. (vgl. HURRELMANN/LAASER 2003, 25). Im Wörterbuch für Gesundheitswesen wird Gesundheitswissenschaften definiert als „…Wissenschaft und Praxis der Krankheitsverhütung, der Lebensverlängerung und Förderung physischen und psychischen Wohlbefinden durch bevölkerungsbezogene Maßnahmen“. (CAREL/PIRK 2005, 94) Die Gesundheitswissenschaften beschäftigen sich demnach hauptsächlich mit den Bedingungen für Gesundheit und den Ursachen von Krankheit. Somit zählen einerseits die Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihren natürlichen, technischen und sozialen Umwelten, andererseits auch die Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung, die Leistungen des Gesundheitssystems und die Möglichkeiten, dieses politisch und ökonomisch zu steuern, zu den wesentlichen Inhalten. Ebenso fließen die Evaluation und Qualitätskontrolle in diesen Prozess mit ein. Dadurch sollen die Zielgrößen des Forschens und des Handelns in den Gesundheitswissenschaften erreicht werden. Dazu gehört die Verlängerung der Lebenszeit und Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung insgesamt, aber auch besonderer Ziel- und Risikogruppen. (vgl. ebda 2005, 94)
2.2 Entwicklung der Gesundheitswissenschaften
Die heute noch relativ junge Disziplin der Gesundheitswissenschaften hatte bis zur Etablierung einen langen Weg vor sich. Nach den ersten Ansätzen in Deutschland Ende des 18. und Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde der Terminus der Gesundheitswissenschaft erstmalig 1925 von Gottstein, Schlossmann und Teleky in ihrem Handbuch der Sozialen Hygiene und Gesundheitsfürsorge verwandt. Doch die postnationalsozialistische Zeit, die gekennzeichnet war durch schweres Mißtrauen gegenüber öffentliche Gesundheitsdienste, und das erfolgreich weltweit umgesetzte streng naturwissenschaftliche Konzept von Krankheitsgeschehen verzögerten die wissenschaftliche Entwicklung bis in die Mitte der 80iger Jahre.
Gesundheitswissenschaften bestehen mittlerweile aus mehreren Einzeldisziplinen (siehe 2.4), die einerseits medizinisch-naturwissenschaftliche und andererseits sozialverhaltens-wissenschaftliche Ursprünge haben. Als zentrale Arbeitsgebiete der Gesundheitswissenschaften kristallisierten sich die Gesundheitsforschung und die Gesundheitssystemforschung heraus und die Entwicklung mündete zuletzt in einer eigenen Akademisierung, so dass inzwischen mehrere Universitäten und Fachhochschulen den Studiengang „Gesundheitswissenschaften“ anbieten. (vgl. HURRELMANN/LAASER 2003, 20 f.)
2.3 Aufgaben und Ziele
[...]
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