Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2006, 29 Pages
Authors: Peter Eimers, Robert Stamm
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Institution/College: Gelsenkirchen University of Applied Sciences (FB Wirtschaft Studiengang Wirtschaftsinformatik )
Tags: Transaktionskostentheorie, Institutionenökonomik, Computergestütztes, Geschäftsprozessmanagment
Year: 2006
Pages: 29
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 28 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51312-8
ISBN (Book): 978-3-638-66477-6
File size: 256 KB
Eine Grundsatzfrage bei Outsourcing ist, welche IT-Funktionen für die Auslagerung an ein spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen geeignet sind und welche nicht. Die Transaktionskostentheorie als Theorie der volkswirtschaftlichen neuen Institutionenökonomik gibt auf diese Frage eine Antwort. Es werden zunächst geschichtliche Hintergründe dargstellt, anschließend widmet sich diese Arbeit der Fragestellung, wann IT Unternehmen zur Auslagerung neigen und wann nicht.
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
"It is surely important to enquire why co-ordination is the work of the price mechanism in one case and of the entrepreneur in another." Diese zentrale Forderung von R.H. Coase (1937) gilt als Initialzündung der Transaktionskostentheoie. In seiner Abhandlung leitet Coase aus der Existenz von Transaktionskosten eine Begründung dafür her, dass es Unternehmen gibt und nicht alle zur Erstellung von Gütern notwendigen Transaktionen über den Markt abgewickelt werden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der optimalen Koordinationsform einer Unternehmung insbesondere, welche Teilfunktionen zur Auslagerung an spezialisierte Dienstleistungsanbieter geeignet sind und welche nicht. Die Transaktionskostentheorie als Theorie der neuen Institutionenökonomik gibt auf diese Frage eine Antwort. Ziele dieser Arbeit sind es, die Grundbegriffe und Hauptaussagen der Transaktionskostentheorie zu beschreiben und darüber hinaus zu erläutern, warum sie sich als Analyseinstrument zur Beantwortung der Frage ,,Make-or-Buy" anbietet. Es soll dargestellt werden, warum es überhaupt Organisationen gibt, worin die Vorteile liegen bestimmte Arten von Transaktionen in bestimmen institutionellen Arrangements abzuwickeln und zu organisieren. Der praktischen Anwendung dieses Analyseinstruments sind jedoch Grenzen gesetzt. In Kapitel 4 sollen neben einem Plädoyer für einen übergreifenden Ansatz letztlich Schwächen dieser Theorie aufgezeigt sowie die Grenzen ihrer Aussagekraft beurteilt werden.
Excerpt (computer-generated)
Transaktionskostentheorie
von: Peter Eimers
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung und Aufbau 4
1.1. Problemstellung 4
1.2. Zielsetzung 4
2. Transaktionskosten 5
2.1. Die Erstellung von Gütern und Dienstleistungen 5
2.2. Die Wirklichkeit: Transaktionskosten und ihr Wirken 7
2.2.1. Auswirkung auf die Wertschöpfung 10
2.2.2. Auswirkung auf die Unternehmensstruktur 12
3. Bedeutung der Transaktionskostentheorie für die Informationstechnologie 13
3.1. Transaktionskostentheorie als Basis zur Make-or-buy-Entscheidung 14
3.1.1. Entscheidungsansätze 15
3.2. Operationalisierung des Transaktionskostenansatzes 22
3.2.1. Direkte Operationalisierung 23
3.2.2. Indirekte Operationalisierung 23
3.2.3. Mathematischer Berechnungsansatz / Messung 24
4. Grenzen der Transaktionskostentheorie 26
4.1. Plädoyer für einen übergreifenden Ansatz 27
Literaturhinweise 28
1. Problemstellung und Aufbau
1.1. Problemstellung
"It is surely important to enquire why co-ordination is the work of the price mechanism in one case and of the entrepreneur in another."1 Diese zentrale Forderung von R.H. Coase (1937) gilt als Initialzündung der Transaktionskostentheoie. In seiner Abhandlung leitet Coase aus der Existenz von Transaktionskosten eine Begründung dafür her, dass es Unternehmen gibt und nicht alle zur Erstellung von Gütern notwendigen Transaktionen über den Markt abgewickelt werden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der optimalen Koordinationsform einer Unternehmung insbesondere, welche Teilfunktionen zur Auslagerung an spezialisierte Dienstleistungsanbieter geeignet sind und welche nicht. Die Transaktionskostentheorie als Theorie der neuen Institutionenökonomik gibt auf diese Frage eine Antwort.
1.2. Zielsetzung
Ziele dieser Arbeit sind es, die Grundbegriffe und Hauptaussagen der Transaktionskostentheorie zu beschreiben und darüber hinaus zu erläutern, warum sie sich als Analyseinstrument zur Beantwortung der Frage ,,Make-or-Buy"2 anbietet. Es soll dargestellt werden, warum es überhaupt Organisationen gibt, worin die Vorteile liegen bestimmte Arten von Transaktionen in bestimmen institutionellen Arrangements abzuwickeln und zu organisieren. Der praktischen Anwendung dieses Analyseinstruments sind jedoch Grenzen gesetzt. In Kapitel 4 sollen neben einem Plädoyer für einen übergreifenden Ansatz letztlich Schwächen dieser Theorie aufgezeigt sowie die Grenzen ihrer Aussagekraft beurteilt werden.
2. Transaktionskosten
Warum gibt es überhaupt Unternehmen und warum werden nicht sämtliche, zur Herstellung eines Gutes benötigten Arbeitsschritte, am Markt eingekauft, wo doch die Mechanismen des Marktes stets den – naiv ausgedrückt – günstigsten Preis bilden? Warum gibt es überhaupt Unternehmen mit komplexen Hierarchien und Organisationsformen und warum sind nicht höher arbeitsteilige bzw. spezialisierte (Ein-Mann-) Unternehmen die Hauptakteure am Markt?
2.1. Die Erstellung von Gütern und Dienstleistungen in einem vollkommenen Markt
Der Schotte Adam Smith, der in der Literatur3 als der Begründer der klassischen Nationalökonomie gilt, stellte bereits 17764 fest, dass Arbeitsteilung und die damit einhergehende Spezialisierung die Arbeitsproduktivität und somit den Wohlstand vergrößert. Als einer seiner Kerngedanken galt die folgende Überlegung: ,,The greatest improvement in the productive powers of labour, and the greater part of the skill, dexterity, and judgment with which it is anywhere directed, or applied, seem to have been the effects of the division of labour."5 Diese Produktivitätssteigerung machte er dann als wahrscheinliche Ursache für das Entstehen unterschiedlicher Berufe und Branchen aus6. In der Annahme, dass der Spezialist in der Regel produktiver ist als der Generalist und zum anderen erkennend, dass der Markt tatsächlich höchst spezialisierte Dinge anbietet, liegt der Schluss nahe, möglichst alle Tätigkeiten eines Unternehmens am Markt zu besorgen. Der Markt, wie er sich im Idealfall bzw. im Modell darstellt7, mit
• vielen unabhängigen Anbietern und Nachfragern, die jeder für sich zu unbedeutend sind, um andere zu beeinflussen,
• mit gleichwertigen, austauschbaren Gütern,
• ohne persönliche Präferenzen der Teilnehmer,
• mit völliger Transparenz, also vollständig informierten Teilnehmern und
• mit hohen Reaktionsgeschwindigkeiten,
böte somit die Möglichkeit, sich verschiedener unternehmerischer Unbillen zu entledigen – und das zu niedrigeren Kosten.
Der Herstellungsprozess bestünde nur noch aus dem Beschaffen am Markt und könnte auf komplexe und teure Unternehmensstrukturen verzichten. Statt eine eigene Entwicklungsabteilung zu unterhalten, würden Ingenieursleistungen günstiger eingekauft. Statt sich selber um den Absatz zu kümmern, würden u. U. Makler zum Zuge kommen. Die Liste der Möglichkeiten ließe sich unendlich fortsetzen und tatsächlich finden sich viele davon auch in der Wirklichkeit wieder. Zum Beispiel gibt der „Verband der Automobilindustrie“ für das Jahr 2001 770.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie und ungefähr eine Million in der Zulieferindustrie an8. Auch wenn letztere Zahl nur geschätzt werden kann, lässt sich daraus doch erahnen, welch bedeutender Teil der Wertschöpfung in dieser, dem Wettbewerb stark ausgesetzten Branche, extern erfolgt.
[...]
1 Vgl. Coase (1937); S. 1
2 Vgl. Abschnitt 3.1
3 Vgl. Brockhaus (2002)
4 Vgl. Adam Smith (1776)
5 Vgl. Adam Smith (1776); Chapter One
6 Wörtlich: „The separation of different trades and employments from one another seems to have taken place in consequence of this advantage“
7 Vgl. Kampmann/Siebe/Walter (1999); S.158
8 Vgl. www.vda.de/de/aktuell/statistik/auto+wirtschaft/schluesselbranche.html
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Insourcing - Outsourcing
Author: Marco SchumannEconomics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Die Transaktionskostentheorie im Überblick
Author: Dipl.-Kfm. Ingo SchwartzerEconomics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Der Transaktionskosten-Ansatz: Definition und Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen
Author: Andrea GrunwaldEconomics / Business: Personnel and Organisation, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Oliver E. Williamsons Transaktionskostenökonomik - Entwicklung und Grundlagen
Author: Dr. Markus GrothEconomics / Business : Economic and Social History, 2007 Download as PDF-file for 14,99 EUR
Eigenfertigung oder Fremdbezug als betriebswirtschaftliches Entscheidungskriterium
Author: Stephan MohrEconomics / Business: Supply, Production, Logistics, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Interne Kommunikation in mittleren und großen Organisationen und die Auswirkung auf die Kunden
Author: Christian HarmsEconomics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2007 Download as PDF-file for 34,90 EUR
Aufstellen und Prüfen von Zwischenberichten (Quartals- und Halbjahresberichte)
Author: Daniel SteinbergEconomics / Business, Miscellaneous, 2003 Download as PDF-file for 3,49 EUR
Ertragssteuerliche Probleme des e-commerce
Author: Mark LönniesEconomics / Business: Accounting and Taxes, 2002 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Theorien der Kommunikation
Author: J. WolfPsychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology, 2002 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Agrar u. Entwicklungspolitik: Interdependenzen zweier Politikbereiche
Author: Knut BodeewesGeography / Earth Science - Economic Geography, 2002 Download as PDF-file for 6,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: