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Termpaper, 1999, 16 Pages
Author: Anonym
Subject: History - Middle Ages, Early Modern
Details
Tags: Coniuratio, Kommunebewegung, Städten, Mittelalters, Quellenanalyse, Trier)
Year: 1999
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 25 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10385-5
File size: 78 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die Coniuratio
Inhaltsverzeichnis
Die Grundlagen 2
Zur Klärung der Begrifflichkeiten 2
Definition des Charakters der coniuratio 3
Forschungsansätze zu den Entstehungsgrundlagen der Kommunebewegung 4
Ausprägung und Ziele der kommunalen Bewegung (in den zu beleuchtenden Zeitabschnitten) 6
Die städtische Führungsschicht 7
Das Trierer Beispiel 9
Zur Quellenlage 9
Realhistorischer Hintergrund 10
Literaturverzeichnis 14
Quellen 14
Forschungsliteratur 14
Die Grundlagen
Zur Klärung der Begrifflichkeiten
Zu Beginn dieser Arbeit erscheint es notwendig, ausgehend vom zentralen Begriff der coniuratio, einige Fragen zu erheben, wie zum Beispiel : Wie kam es zu derartigen Bewegungen in der Bevölkerung, wo und wann setzten sie ein und was waren die Beweggründe der Initiatoren ? Erst im weiteren Verlauf der Arbeit wird dann konkret auf das Beispiel Trier, anhand er Urkunde Friedrichs I., einzugehen sein.
Die mittelalterliche coniuratio wird im Deutschen mit mehrerlei Begriffen gekennzeichnet, die sich aus den heutigen Erkenntnissen der Forschung über ihren Charakter herleiten. So reichen die gebräuchlichen Termini von ,,Schwurverband"1 über ,,Eidgenossenschaft"2, ,,beschworene Einung"3 und ,,Schwurbrüderschaft"4. Die Zeitgenossen dagegen unterschieden ganz andere Benennungen, die sie als Synonyme für die coniurationes verwendeten, jedoch muß hier natürlich ebenfalls der Blickwinkel des jeweiligen Begriffgebers berücksichtigt werden. So wurde sie seitens der Herrschaft aufgrund ihres revolutionären und aus Sicht des Herrn gefährlichen Charakters, auch als conspiration bezeichnet5; aus ihrem Selbstverständnis als friedensstiftende bzw. -erhaltende Organisation heraus existieren gleichsam die Dependants pax und amicitia.
Jedoch taucht auch noch ein weiterer Begriff in den Quellendokumenten auf, die sich mit dem Problem der coniurationes befassen, und zwar der der communio, der zum weiteren Ausbau der Thematik leitet, nämlich dem Charakter der Schwureinungen. Ob die Bezeichnung communio mit unseren heutigen Ausdrücken ,,Kommune" oder ,,Gemeinde" gleichzusetzen ist, wird festzustellen sein. Jedoch wird schon an dieser Stelle deutlich, was von wesentlicher Bedeutung zu sein scheint : der Begriff der Kommune wird gleichermaßen für eine territoriale begrenzte Form der Gemeinschaft, im Rechtssinn die Gemeinde, und für territorial nicht gebundene personelle Verbindungen verschiedener Art, darunter auch die coniuratio, gebraucht.6
Definition des Charakters der coniuratio
Es wurde schon angedeutet, daß die Assoziation coniuratio sich in verschiedenen Manifestationen zeigen kann. Jedoch sollten hier einige grundsätzliche Bemerkungen zum Rechtscharakter dieser Verbindungsform angeführt werden, auch um das Selbstverständnis der Formation, ausgehend von der zeitgenössischen Rechtslage, greifbar zu machen.
7Im wesentlichen sind es drei Kriterien, durch die sich der Verband coniuratio konstituiert. Zum einen ist ein zentrales Charakteristikum der Einung der gegenseitige promissorische Eid, durch welchen soziale oder sonstige Differenzen unter den Schwörenden aufgehoben wurden und Gleichheit im Sinne von Parität unter ihnen schaffte8, weshalb auch von einer Schwurbrüderschaft gesprochen wird. Der Begriff der fraternitas bestimmt auch das dritte Merkmal der coniuratio, welches den gegenseitigen Schutz und die gegenseitige Hilfe der Mitglieder untereinander beinhaltet.9 So waren die coniuratio beispielsweise zu gegenseitiger Eideshilfe verpflichtet, die coniuratio als Gebilde stellte sich als eigene Rechtsgemeinschaft dar.10
Vorrangiges Ziel der Schwurverbände war, obgleich die konkrete Ausführung in der Realität [...]
1 Ennen, coniuratio Sp. 135
2 Ennen, coniuratio Sp. 136
3 Dilcher Sp. 631
4 Dilcher Sp. 631
5 Dilcher Sp. 632
6 Oexle S. 122
7 Oexle S. 121
8 Rösener Sp 1235
9 Drüppel Sp. 1695
10 Dilcher Sp. 632
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