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Globale Markenführung

Scholary Paper (Seminar), 2005, 25 Pages
Author: Marlies Franzen
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research

Details

Event: Internationales Innovations-Management; Seminar in der Speziellen Betriebswirtschaftslehre Innovationen, Neue Medien und Marketing
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Tags: Globale, Markenführung, Internationales, Innovations-Management, Seminar, Speziellen, Betriebswirtschaftslehre, Innovationen, Neue, Medien, Marketing
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 25
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 18  Entries
Language: German
Archive No.: V56790
ISBN (E-book): 978-3-638-51387-6
ISBN (Book): 978-3-640-31930-5
File size: 206 KB

Abstract

Die geographische Expansion von regional erfolgreich operierenden Unternehmen verzeichnete in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg. Neue Absatzmöglichkeiten und weitestgehend gesättigte Heimatmärkte sind nur zwei Gründe für diesen fortlaufenden Trend. Beispielsweise realisieren Unternehmen wie Aldi und Lidl bereits mehr als ein Drittel ihrer Umsätze im Ausland (Vgl. M+M Eurodata 2001, S. 4). Infolgedessen wird auf die verbleibenden Unternehmen zusätzlich Druck ausgeübt, sich dem Internationalisierungsstrom anzuschließen. Den erfolgversprechenden Faktoren einer räumlichen Ausdehnung des Absatzmarktes stehen jedoch vielfältige Probleme und Risiken gegenüber. Da keine natürliche Homogenität der einzelnen Ländermärkte vorliegt und insbesondere die Bedürfnisse der Konsumenten nationenübergreifend differieren, ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Komponenten beim Eintritt in neue Handelsplätze zu berücksichtigen. Diese Marktheterogenität ist insbesondere durch kulturelle, soziale und wirtschaftliche Besonderheiten innerhalb der Bevölkerungsgruppen zu erklären. Eng damit verbunden ist die Frage, ob diese Divergenzen so ausschlaggebend auf den Erfolg einer Marke wirken, dass sie bei der Entwicklung einer Marketingstrategie Berücksichtigung finden müssen, oder ob sie ohne jegliche Wirkung bleiben. Dieser Beitrag soll sowohl diese Schwierigkeiten als auch die Potentiale der globalen Markenführung beleuchten, um damit das Verständnis dieses komplexen Themenbereiches zu stärken.


Excerpt (computer-generated)

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Seminar in der Speziellen Betriebswirtschaftslehre Innovationen, Neue Medien und
„Internationales Innovations-Management“
Sommersemester 2005, 6. Fachsemester

Globale Markenführung

von: Marlies Franzen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe und Grundlagen der globalen Markenführung

3. Gründe und Anreize eine Internationalisierung der Marke anzustreben

3.1 Vorteile der regionalen Markenführung
3.2 Vorteile der globalen Markenführung

4. Risiken und Problembereiche des internationalen Marketings

4.1 Kulturelle Unterschiede als Beeinflussungsfaktoren der globalen Markenführung

4.1.1 Empirische Belege
4.1.2 Bewertung der Ergebnisse

4.2 sonstige Einflüsse auf die globale Markenführung

5. Zusammenfassung

6. Schluss und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

 



 

1. Einleitung

Die geographische Expansion von regional erfolgreich operierenden Unternehmen verzeichnete in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg. Neue Absatzmöglichkeiten und weitestgehend gesättigte Heimatmärkte sind nur zwei Gründe für diesen fortlaufenden Trend. Beispielsweise realisieren Unternehmen wie Aldi und Lidl bereits mehr als ein Drittel ihrer Umsätze im Ausland (Vgl. M+M Eurodata 2001, S. 4). Infolgedessen wird auf die verbleibenden Unternehmen zusätzlich Druck ausgeübt, sich dem Internationalisierungsstrom anzuschließen. Den erfolgversprechenden Faktoren einer räumlichen Ausdehnung des Absatzmarktes stehen jedoch vielfältige Probleme und Risiken gegenüber. Da keine natürliche Homogenität der einzelnen Ländermärkte vorliegt und insbesondere die Bedürfnisse der Konsumenten nationenübergreifend differieren, ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Komponenten beim Eintritt in neue Handelsplätze zu berücksichtigen. Diese Marktheterogenität ist insbesondere durch kulturelle, soziale und wirtschaftliche Besonderheiten innerhalb der Bevölkerungsgruppen zu erklären. Eng damit verbunden ist die Frage, ob diese Divergenzen so ausschlaggebend auf den Erfolg einer Marke wirken, dass sie bei der Entwicklung einer Marketingstrategie Berücksichtigung finden müssen, oder ob sie ohne jegliche Wirkung bleiben. Dieser Beitrag soll sowohl diese Schwierigkeiten als auch die Potentiale der globalen Markenführung beleuchten, um damit das Verständnis dieses komplexen Themenbereiches zu stärken.

2. Begriffe und Grundlagen der globalen Markenführung

Globale Markenführung ist dadurch charakterisiert, dass sich Unternehmen auf einen einzigen, die ganze Welt umfassenden Marktplatz konzentrieren. Theodor Levitt sorgte bereits in den achtziger Jahren für heftige Kontroversen, als er dazu aufrief, den gesamten Erdball als Geschäftsplatz zu nutzen (Vgl. Levitt, 1983, S. 92ff.). Der Themenbereichen der globalen Markenführung tangiert damit sowohl die strategische Führung eines Unternehmens als auch die operative Markenführung. Diese beiden Bereiche gliedern sich in der Fachliteratur in das internationale Management und das internationale Marketing. Der erstgenannte Themenkomplex befasst sich bevorzugt mit den Markteintrittsformen, –Strategien und der überstaatlichen Marktforschung, wohingegen sich das internationale Marketing vermehrt mit dem Problembereich der Standardisierung und Lokalisierung beschäftigt (vgl. Kernstock, Schubinger, 2002, S. 2f.). Der genannte Begriff der „Standardisierung“ wird dabei so verstanden, dass weltweit identische Produkte, zu einheitlichen Preisen über ein kongruentes Vertriebssystem mit der selben Marketingstrategie angeboten werden (Vgl. Aaker, Joachimsthaler, 1999, S. 137ff.). Im Gegensatz dazu existiert der Gedanke der kundenspezifischen Anpassung, bei dem sich konsequent an den einzelnen regionalen Markt- und Nachfragebesonderheiten des jeweiligen Umschlagplatzes orientiert wird, um diese Abweichungen bei der Wahl der Marketingstrategie gesondert zu berücksichtigen (Vgl. Medina, Duffy, 1998, S. 223ff). Für die Produktpolitik bedeutet dies beispielsweise, dass für die Erschließung eines neuen Marktes die heimischen Produkte an die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen des jeweiligen Landes angepasst werden müssen. Beide erörterten Strategien sind in der Praxis zu finden, es wird jedoch im weiteren Verlauf verstärkt auf die kundenspezifische Anpassung der Marketingstrategie eingegangen, um mögliche Lösungsansätze zu entwickeln, die gezielt auf identifizierte Problemkomponenten wirken, so dass optimale Voraussetzungen für die effiziente Durchführung von marktbezogenen Aktivitäten geschaffen werden.

Grafik 1: Standardisierung vs. Lokalisierung (eigene Darstellung) [Grafik in der Downloaddatei vorhanden]

3. Gründe und Anreize eine Internationalisierung der Marke anzustreben

Die Verlockungen für regional agierende Unternehmen, sich dem Internationalisierungsstrom anzuschließen sind sehr groß, die angestrebten Ziele jedoch meist nicht realisierbar (Vgl. Aaker, Joachimsthaler, 1999, S. 137ff.). Und trotzdem eröffnen sich durch die Erweiterung des regionalen zu einem globalen Markt Potentiale, die, wenn sie optimal genutzt werden, einem Unternehmen außerordentlichen Erfolg verschaffen können.

3.1 Vorteile der regionalen Markenführung

Betrachtet man zunächst die Vorteile von Unternehmen, sich lediglich auf den heimischen Markt zu konzentrieren, so ist insbesondere ein entscheidender Vorteil zu erkennen. Diese Institutionen sind meist jahrelang mit ihrem Absatzmarkt vertraut. Es bestehen Kenntnisse über die agierenden Wettbewerber, das geltende Kunden- und Konsumverhalten, die faktischen Zahlungsbereitschaften und alle weiteren relevanten Charakteristika des Handelsplatzes. Die Unternehmen sind somit nicht den Unsicherheiten ausgesetzt, denen global agierende Firmen gegenüberstehen (Vgl. Homburg, Krohmer, 2003, S. 906f.). Dazu kommt, dass den Unternehmen die vorherrschende Kultur im Entscheidungsgebiet bekannt ist und sich bei der Entwicklung der Marketingstrategie auf diese Kenntnis bezogen werden kann.

[...]


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