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Hauptseminararbeit, 2006, 30 Seiten
Autor: Benjamin Tolke
Fach: Maschinenbau
Details
Institution/Hochschule: Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Professur für Normenwesen und Maschinenzeichnen)
Tags: CE-Kennzeichnung, Mehrfachsteckdose, Standardisierung, Unternehmen, Märkten
Jahr: 2006
Seiten: 30
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-51428-6
ISBN (Buch): 978-3-638-66495-0
Dateigröße: 282 KB
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Zusammenfassung / Abstract
[...] Zunächst wird jedoch die geschichtliche Entwicklung, der Inhalt und die Bedeutung der CEKennzeichnung allgemein betrachtet, um die notwendigen Grundlagen zu vermitteln. Im Anschluss werden der Aufbau und die Funktionsweise der Mehrfachsteckdose beschrieben. Die Richtlinie und die Normen, die für dieses Produkt gelten, werden im weiteren Verlauf aufgezeigt. Die Begriffe europäische Richtlinie und Norm werden innerhalb dieses Kapitels definiert. Die europäischen Richtlinien, die für Mehrfachsteckdosen in Betracht kommen, sind die „Niederspannungsrichtlinie“ (73/23/EWG), die „Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit“ und die Richtlinie über die „Allgemeine Produktsicherheit“. Europäische Normen, die auf Antrag der europäischen Kommission erarbeitet und von allen beteiligten nationalen Normenorganisationen angenommen werden, sind harmonisierte Normen und konkretisieren die EU - Richtlinien (vgl. Consultants Europe B. V. [Hrsg.] 2001, 29). Sie sind freiwillig und deshalb ist der Hersteller nicht gezwungen, diese anzuwenden. Grundsätzlich tragen europäische Normen die Kennzeichnung EN. Da die Steckersysteme europaweit verschieden sind, bestehen für Mehrfachsteckdosen ausschließlich nationale Normen der Mitgliedsstaaten als technische Spezifikationen. Das bedeutet, dass Normen Merkmale definieren. Diese Merkmale können anhand der Norm nachgeprüft werden. Um eine Mehrfachsteckdose in der Bundesrepublik Deutschland zu vertreiben, müssen die DIN VDE 0620-1 und die DIN 49440-2 herangezogen werden. Warum dies ein Zwang ist, wird an geeigneter Stelle näher erläutert. Des Weiteren muss in der Arbeit die Frage ergründet werden, warum keine Europanorm für Steckdosen existiert. Nach der Normenvorstellung folgen die Gefährdungsanalyse und die Risikobewertung anhand der Mehrfachsteckdose, da sie die für das Konformitätsbewertungsverfahren wesentlich sind. In der Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex benötigte es eine Vielzahl von Forschungsliteratur, die zunächst die grundlegende Theorie veranschaulicht. Der praktische Teil der Arbeit greift ebenfalls auf Forschungsliteratur zurück, die im Zusammenhang mit den verbindlichen Normen und EU - Richtlinien betrachtet wird.
Textauszug (computergeneriert)
Universität der Bundeswehr Hamburg
Thema:
„Die CE - Kennzeichnung einer Mehrfachsteckdose“
von
Benjamin Tolke
Inhaltsübersicht
1 Einleitung ... 1
2 Die „Communauté Européenne“ - Kennzeichnung ... 3
2.1 Die Geschichte ... 3
2.2 Der Inhalt ... 4
2.3 Die Bedeutung ...
3 Die CE - Kennzeichnung am Beispiel einer Mehrfachsteckdose ... 6
3.1 Der Aufbau der Mehrfachsteckdose ... 6
3.2 Die Funktionsweise einer Mehrfachsteckdose ... 7
3.3 Die europäischen Richtlinien ... 8
3.4 Die Normen für eine Mehrfachsteckdose ... 13
3.5 Handelsbarrieren in der EU ... 15
4 Die Gefahrenanalyse einer Mehrfachsteckdose ... 17
4.1 Die Gefährdungsanalyse ... 18
4.2 Die Risikobewertung ... 20
5 Schlussbetrachtung ... 22
Abbildungsverzeichnis ... 25
Literaturverzeichnis ... 26
1 Einleitung
Die Europäische Union (EU) hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einem neuartigen politischen System entwickelt. Die Herausbildung der EU ist als Gemeinschaft unabhängiger Staaten zu verstehen. So ist die EU durch einen gemeinsamen Binnenmarkt ohne nationale Grenzen gekennzeichnet. Der gemeinsame Wirtschaftsraum erlaubt einen freien Verkehr von Personen, Kapital, Dienstleistungen und Gütern (vgl. Schwarze, Becker, Pollak [Hrsg.]1993, 15). Dies ist jedoch nur zu bewerkstelligen, in dem Europäische Richtlinien und Europäische Normen erlassen werden, die einheitliche Regelungen und Vorschriften festlegen. Wenn eine EU - Richtlinie erlassen wird, sind alle Mitgliedstaaten der EU verpflichtet diese in nationales Recht umzusetzen. Die EU - Richtlinien regeln für ein Produkt die grundlegenden Sicherheitsanforderungen, die technischen Ansprüche und das Konformitätsbewertungsverfahren. Erfüllt ein Produkt die Anforderungen der EU - Richtlinien, darf das Produkt innerhalb der EU frei vertrieben werden.
In der folgenden Arbeit ist die CE - Kennzeichnung wesentlicher Bestandteil. Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine „Case - Study“, das bedeutet, dass ein Produkt gewählt wird, um die CE - Kennzeichnung nachzuvollziehen. Das Ziel der „Case - Study“ ist es, die Durchführung eines CE- Konformitätsbewertungsverfahrens für ein konkretes Produkt darzulegen. Die in der Praxis auftretenden Probleme werden aufgezeigt. Die zentrale Frage, die es deshalb innerhalb der Arbeit zu untersuchen gilt, lautet, welche Ablaufschritte sind für die CE - Kennzeichnung relevant, um einen Vertrieb innerhalb der EU zu ermöglichen.
Die „Case - Study“ basiert auf einer Mehrfachsteckdose. Es handelt sich in diesem Zusammenhang um eine handelsübliche Mehrfachsteckdose für die private Anwendung. Die Auswahl begründet sich auf die Unachtsamkeit und Sorglosigkeit im alltäglichen Umgang. So kommt es vor, dass Anwender mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinander schalten, obwohl dies untersagt ist. Die maximale Belastung der Mehrfachsteckdosen beträgt 3600W. Werden viele Verbraucher (Geräte) angeschlossen, wird die maximale Belastung überschritten und es entstehen Risiken für den Verbraucher und das Material (Geräte sowie Wohn- und Geschäftsräume). Zusätzlich sind in der Vergangenheit einige Hersteller negativ aufgefallen, da ihre Produkte erhebliche Mängel bei der Isolierung und Verarbeitung aufzeigten. Diese technischen Schwächen führten zu einer starken Erwärmung, was eine Brandgefahr verursachte (vgl. Dreßel 2005, URL: http://www.vis-technik.bayern.de/de/left/fachinformationen/ produktgruppen/computer-elektrowaren/tischsteckdosen_unfallgefahr.htm).
Innerhalb des Konformitätsbewertungsverfahrens muss das Modul A verwendet werden, da es sich um kein gefährliches Produkt handelt beziehungsweise eine Herstellererklärung ausreicht (vgl. Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaft [Hrsg.] 1998, 23). Das Modul A ist für Produkte mit geringen Sicherheitsanforderungen geeignet. Der Hersteller muss die Konformität seines Produktes eigenständig erarbeiten (vgl. Schneider 2002, 46). Zunächst wird jedoch die geschichtliche Entwicklung, der Inhalt und die Bedeutung der CEKennzeichnung allgemein betrachtet, um die notwendigen Grundlagen zu vermitteln.
Im Anschluss werden der Aufbau und die Funktionsweise der Mehrfachsteckdose beschrieben. Die Richtlinie und die Normen, die für dieses Produkt gelten, werden im weiteren Verlauf aufgezeigt. Die Begriffe europäische Richtlinie und Norm werden innerhalb dieses Kapitels definiert. Die europäischen Richtlinien, die für Mehrfachsteckdosen in Betracht kommen, sind die „Niederspannungsrichtlinie“ (73/23/EWG), die „Richtlinie über die elektromagnetische Verträglichkeit“ und die Richtlinie über die „Allgemeine Produktsicherheit“. Europäische Normen, die auf Antrag der europäischen Kommission erarbeitet und von allen beteiligten nationalen Normenorganisationen angenommen werden, sind harmonisierte Normen und konkretisieren die EU - Richtlinien (vgl. Consultants Europe B. V. [Hrsg.] 2001, 29). Sie sind freiwillig und deshalb ist der Hersteller nicht gezwungen, diese anzuwenden. Grundsätzlich tragen europäische Normen die Kennzeichnung EN. Da die Steckersysteme europaweit verschieden sind, bestehen für Mehrfachsteckdosen ausschließlich nationale Normen der Mitgliedsstaaten als technische Spezifikationen. Das bedeutet, dass Normen Merkmale definieren. Diese Merkmale können anhand der Norm nachgeprüft werden. Um eine Mehrfachsteckdose in der Bundesrepublik Deutschland zu vertreiben, müssen die DIN VDE 0620-1 und die DIN 49440-2 herangezogen werden. Warum dies ein Zwang ist, wird an geeigneter Stelle näher erläutert. Des Weiteren muss in der Arbeit die Frage ergründet werden, warum keine Europanorm für Steckdosen existiert.
Nach der Normenvorstellung folgen die Gefährdungsanalyse und die Risikobewertung anhand der Mehrfachsteckdose, da sie die für das Konformitätsbewertungsverfahren wesentlich sind. In der Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex benötigte es eine Vielzahl von Forschungsliteratur, die zunächst die grundlegende Theorie veranschaulicht. Der praktische Teil der Arbeit greift ebenfalls auf Forschungsliteratur zurück, die im Zusammenhang mit den verbindlichen Normen und EU - Richtlinien betrachtet wird.
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