Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
"Die Art der Engelländer" - Englische EInflüsse in Praetorius' Syntagma Musicum ... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

"Die Art der Engelländer" - Englische EInflüsse in Praetorius' Syntagma Musicum III

Hauptseminararbeit, 2004, 21 Seiten
Autor: M. A. Hilde Pols
Fach: Musikwissenschaft

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V57095
ISBN (E-Book): 978-3-638-51627-3

Dateigröße: 224 KB


Textauszug (computergeneriert)

Altbert- Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.
Musikwissenschaftliches Seminar
Hauptseminar: Michael Praetorius‘ Musikverständnis
Sommersemester 2004, 7. Semester

"Die Art der Engelländer" - Englische EInflüsse
in Praetorius′ Syntagma Musicum III

von: Hilde Pols

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

2. Geschichtlicher Hintergrund  2

2.1 Großbritannien zur Zeit Königin Elisabeth I 2
2.2 Englische Einflüsse auf dem Kontinent  6

3. „Die Art der Engelländer“  8

3.1 Gattungen  8
3.2.Metrum  11
3.3 „English Consort“  14

4. Schlussfolgerung 16

Bibliography 18


 


 

1. Einleitung

Beim Lesen von Praetorius‘ Syntagma Musicum III trifft man zuhauf auf italienische Einflüsse. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da der Autor in seinen Erörterungen sich größtenteils für die geistliche Musik interessiert. Jedoch findet man beim näheren Hinschauen nicht nur deutsche, französische und niederländische Einflüsse sondern auch gelegentlich Englische. Allem voran fällt das mehrmalige Auftauchen des „English Consorts“ auf. Doch scheinen anderen Orts auch andere Themen, die Praetorius behandelt, von der englischen Insel inspiriert zu sein. Teilweise geht dieser Einfluss deutlich aus dem Text hervor, indem Praetorius auf „die Art der Engelländer“ verweist; jedoch scheinen einige andere Passagen, die der Autor ohne Kommentar hinschreibt, auch den britischen Einflüssen zu unterliegen. Diese Arbeit wird diese Passagen, die britische Charakterzügen aufweisen, näher untersuchen, um nicht nur Praetorius‘ Auffassung der englischen Musik zu erkennen, sondern auch seine möglichen Quellen hierzu ausfindig zu machen. Für diese Zielsetzung ist es wichtig das damalige Großbritannien – sowohl in ihrer geschichtlichen Stellung wie auch in ihrer muisikalischen Entwicklung – im Kapitel zum geschichtlichen Hintergrund kennen zu lernen. Diese Betrachtung ist hauptsächlich auf den Artikel „England“ (John Cadwell & Anne Daye) im MGG basiert sowie auf Morrison Comegy Boyds Buch Elizabethan Music and Musical Criticism. Mit der Hilfe von Werner Brauns Britannia Abundus sollen im weiteren Verlauf die Mittel und Wege, wie die englische Musik in Deutschland gelangte, besprochen werden. Diese Basis wird dann beim Aufschlagen des Syntagma Musicum III die Erörterung der verschiedenen zu untersuchenden Passagen unterstützen.

Die britischen Einflüsse lassen sich in Praetorius‘ Traktat in drei verschiedenen Themengebieten finden: neben dem schon zu Anfang erwähnten „English Consort“ lassen sich auch in seinen Besprechungen der verschiedenen Gattungen und der Metrik britische Gedankengänge finden. Für diese beiden Gebieten wird sich ein Vergleich mit Morleys A Plaine and Easy Introduction to Practical Music anbieten, den Praetorius sehr wahrscheinlich gekannt haben wird. Da aber weiterhin keine eindeutige englische Traktate vorliegen, wird jegliche weiterführende Besprechung auf die gebrauchten Sekundärliteratur basiert. Etwaige Vergleiche zwischen Praetorius‘ Werken und denen von englischen Komponisten werden unterlassen, da – wie später noch ersichtlich wird – es aus den vorliegenden Informationen nicht ersichtlich ist (bis auf eine Ausnahme) welche Musik er gekannt hat, weswegen ein Vergleich nur auf eine rein spekulative Basis statt finden könnte.

2. Geschichtlicher Hintergrund

2.1 Großbritannien zur Zeit Königin Elisabeth I

Um die Entwicklung der Musik in Großbritannien zur Zeiten Elisabeth I zu verstehen ist ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Landes von Nöten: Die Insel wurde für fast dreihundert Jahre – nach der normannischen Invasion von 1066 – von Frankreich in einer Fremdherrschaft regiert. Erst im Laufe des 13. Jahrhunderts erlangt Englisch langsam wieder den Stellenwert einer angesehenen Sprache, als sie im Parlament für die Verhandlungen gewählt wird. Zuvor war Französisch seit der Invasion die Amtssprache, während Englisch als ein Dialekt der Bauern und des Pöbels geduldet wurde. 1337 löst Eduard III den Hundertjährigen Krieg gegen die Franzosen aus, indem er Anspruch auf die französische Krone erhebt. Dieser Krieg entwickelt sich schnell zum Kampf um die nationale Vorherrschaft, obwohl er 1453 mit einer Niederlage für die Insel endet. Die eindeutige Kehrtwende zum Englischen wird von den Historikern mit der Entthronung von Richard III durch Heinrich IV (Lancaster) angesetzt. Erst 1475 wird durch ein Friedensabkommen den Engländer ihre Vorherrschaft übermittelt. Um das Recht der Krone brach ein Streit zwischen den regierenden Familien Lancaster und York (Schottland) aus – der Rosenkrieg –, der mit der Thronbesteigung Heinrich VII in 1485 endet. Hiermit beginnt die Tudor Epoche, die mit Elisabeths I Tod zu Ende geht in 1603. In dieser Epoche wird das nationale Vermögen wiedergewonnen. Ausgelöst von Heinrich VIII Abspaltung von der Kirche findet die Englische Reformation zwischen 1532 und 1599 statt. Elisabeths I Regierung wird gerne als das goldene Zeitalter der Musik und der Literatur bezeichnet. Doch zeigt der Sieg über die spanische Flotte in 1588, dass Großbritannien zu der großen Macht herangewachsen ist, die im Verlauf der nächsten Jahrhunderte viel Einfluss auf den Handel haben wird. 1603 wird Staurt I, der schon in Schottland regierte, den englischen Thron besteigen1.

[...]


1 Cadwell, John. „England: Historischer Abriß“ In: Musik in Geschichte und Gegenwart – Sachteil Bd3. Übs.: Th. Chr. Schmidt. Kassel 1995. S.27f


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/57095/die-art-der-engellaender-englische-einfluesse-in-praetorius-syntagma
please wait Bitte warten