Autor: Sabrina Zeiler
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Details
Institut: VWA Stuttgart (University of cooperative Education)
Tags: IT-Projekte, Projektmanagement, magisches Fünfeck
Jahr: 2002
Seiten: 29
Note: 2,4
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 102 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-13522-1
Textauszug (computergeneriert)
IT- Projekte
Schwachstellen, ihre Vermeidung und Abmilderung
Studienarbeit
Im Studienfach Systementwicklung
Halbjahr: WS 2002
Verfasserin: Sabrina Zeiler
Abgabedatum: 01.02.2002
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... -III.
I. Ausgangssituation ... -1-
II. Grundlegende Begrifflichkeiten ... -2-
A. IT- Projekt ... -2-
B. Projektmanagement ... -2-
C. Risikomanagement ... -3-
D. Vom magischen Dreieck zum erweiterten magischen Fünfeck ... -4-
III. Schwachstellen von IT- Projekten und ihre Abmilderung ... -6-
A. Projektinhalt ... -6-
B. Qualität und Effektivität ... -9-
C. Projektlaufzeit und Projektaufwand ... -9-
D. Methoden und Tools ... -11-
E. Kosten ... -12-
F. Beteiligte ... -15-
a. Beteiligte: Lenkungsausschuss und Projektleiter ... -15-
b. Beteiligte: Projektteam, Benutzermanagement und Endbenutzer ... -17-
IV. Schlussbetrachtung ... -22-
Literaturverzeichnis
Selbständigkeitserklärung
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Erweitertes magisches Fünfeck ... -5-
Abb. 2: Standish Group Untersuchung ... -18-
I. Ausgangssituation
“Der Kampf um Erfolg und Misserfolg gehört tatsächlich zum Alltag der meisten ITProjekte. Je nach Land und Lage liegen die Scheiterquoten bei 50 bis 80 Prozent”. Dies prognostizieren die Autoren Dr. Elisabeth Schwarz-Mehrens und Frits Fliers in ihrem Artikel unter http://www.gulp.de, dem Portal für IT- Projekte. Die oben genannten Zahlen stammen vor allem aus Studien des angelsächsischen Sprachraums, wo Projektarbeit am weitesten verbreitet ist und Projektmanagementsysteme die längste Tradition haben. Hierbei beziehen sich die Autoren auf bekannte Consultingunternehmen. Nach Untersuchungen der Standish Group scheiterten in den USA 72 Prozent der IT- Projekte im Jahr 2000, mit abnehmender Tendenz bei Großunternehmen.
“Im deutschsprachigen Raum fehlen durchweg die harten Zahlen”, fahren die Autoren fort. So werden bei einer Untersuchung von Cap Gemini mit der Universität Trier zwar keine konkreten Scheiterquoten preisgegeben, jedoch gaben zwei Drittel der Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatz von € 1,02 Mrd., bei denen eBusiness- Projekte untersucht wurden, an, dass die Projekte weder zur Senkung der Kosten noch zur Steigerung des Unternehmenserfolges beitragen würden.1 Aber gerade im Bereich eBusiness ist die Ernüchterung noch radikaler. So erreichten nach einer Studie im August 2000 von Mummert & Partner 75 Prozent der Projekte nicht das geplante Ziel.2
Dabei haben die hohen Scheiterquoten nach Ansicht der Autoren durchaus noch Steigerungspotential. Als Beispiel werden die immer kürzeren Lebenszyklen von Software genannt. Waren Zyklen von 3 bis 4 Jahren bis in die 90er Jahre die Regel, sind es heute eher Zyklen von 2 Jahren. Beispielsweise wurde das Betriebssystem Windows 2000, das als Servicepack 2 nach Ansicht gewerblicher Nutzer noch nicht in einer ausgereiften Version vorlag, bereits nach 2 Jahren von Windows XP abgelöst. Diese Kurzlebigkeit, die Unternehmen teilweise schon vor ihren Produkten ‘aussterben’ lässt, ist ein gravierendes Merkmal der New Economy und lässt zwangsläufig für IT-Projekte viele Flops erwarten.3 Die nachfolgende Arbeit soll die Ursachen für das Scheitern von IT- Projekten aufzeigen und typische Schwachstellen anhand des erweiterten magischen Fünfecks untersuchen. Nach dieser Schilderung der Ausgangssituation werden im zweiten Kapitel die grundlegenden Begriffe geklärt. Darauf aufbauend werden im dritten Kapitel typische Risiken von IT- Projekten veranschaulicht. Es wird beschrieben, wie sie erkannt und nach ihrem Eintreten abgemildert werden können. Abschließend erfolgt die Schlussbetrachtung der Verfasserin.
II. Grundlegende Begrifflichkeiten
A. IT- Projekt
IT- Projekte definieren sich durch Leistung, Zeit und Geld. Sie sind gekennzeichnet durch ihre Einmaligkeit und damit verbundener Innovation. In der Leistungsbeschreibung oder Spezifikation wird ein Ergebnis vordefiniert, das in einem bestimmten Zeitrahmen und mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen durchgeführt werden soll.4 Daraus ergibt sich nahezu zwangsläufig, dass Risiken (Probleme) zu einem Projekt dazu gehören5. Projekte sind das Mittel, um technischen und organisatorischen Wandel zu realisieren.6 Die Erfüllung des Projekts wird meist durch die Gründung einer projektspezifischen Organisation erreicht.7 Ziel eines jeden Projekts ist es, die vom Auftraggeber gewünschten Resultate (Zielvorgaben) mit den vorgesehenen Ressourcen innerhalb der vorgegebenen Zeit in der geforderten Qualität zu erreichen. Wurde dies realisiert spricht man von Projekterfolg.8
[...]
1 vgl. Schwarz-Mehrens, E./ Fliers, F. (2001), [Teil 1], S.1
2 vgl. Ronzheimer, M. (2002), S.1
3 vgl. Schwarz-Mehrens, E./ Fliers, F. (2001), [Teil 1], S.1
4 vgl. ebd., S.2
5 vgl. Etzel, H.-J./ Heilmann, H./ Richter, R. (2000), S.3
6 Schelle, H. (1999), S.13
7 vgl. DIN Begriffsnorm 69901 ziteirt nach: Schelle, H. (1999), S.11
8 vgl. Jenny, B. (1998), S.520
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