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Essay, 2005, 11 Pages
Author: Claudia Giehl
Subject: Pedagogy - Pedagogic Sociology
Details
Institution/College: University of Trier
Tags: Bürokratie, Geschichte, Theorie, Empirische, Praxis, Seminar
Year: 2005
Pages: 11
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51767-6
ISBN (Book): 978-3-638-88283-5
File size: 136 KB
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Abstract
Das Wort Bürokratie ist ein Kunstwort; zusammengesetzt aus den Wörtern bureau (französisch: Büro) und kratia (griechisch: Herrschaft) und bedeutet somit übersetzt „Büroherrschaft“. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit: der Begriffserklärung: Bürokratie steht für die Verwaltung eines Staates bzw. einer Kommune, aber auch eines Unternehmens bzw. einer Organisation der Geschichte: Im 19. Jahrhundert lösen bürokratische Formen das feudalistische System ab. Als Grund für die moderne Ausgestaltung des Amtes sieht Max Weber die Entwicklung der Geldwirtschaft. der Theorie: Das Bürokratiemodell von dem Soziologen Max Weber wird vorgestellt. Weber hat sich zwar nicht als erstes mit Bürokratie beschäftigt, aber er ist der Erste, der dies in einer so umfassender und prägnanter Weise tut. der Empirische Praxis: Die Verwaltung in der Bundesrepublik Deutschland kommt am ehesten einer Wächter-Bürokratie gleich. Diese definiert als staatstragend und staatsrepräsentierend.
Excerpt (computer-generated)
Bürokratie
von: Claudia Giehl
Sommersemester 2005
Inhaltsverzeichnis
Begriffserklärung 3
Geschichte 4
Theorie 5
Empirische Praxis 8
Literatur 11
Begriffserklärung
Das Wort Bürokratie ist ein Kunstwort; zusammengesetzt aus den Wörtern bureau (französisch: Büro) und kratia (griechisch: Herrschaft) und bedeutet somit übersetzt „Büroherrschaft“. Umgangssprachlich wird das Wort oft als Vorwurf benutzt, um eine übertriebene empfundene Einhaltung von Verwaltungsregeln auszudrücken. Eigentlich steht Bürokratie jedoch für die Verwaltung eines Staates bzw. einer Kommune, aber auch eines Unternehmens bzw. einer Organisation. Es handelt sich bei Bürokratie um ein „hierarchisches Verwaltungssystem, in dem Kompetenzen und Verantwortung klar festgelegt sind, und in dem Funktionsträger hauptberuflich nach Vorschriften arbeiten. Entscheidungen erfolgen schriftlich und durch Aktenführung nachvollziehbar“ (Lexikon der Sozialpädagogik und Sozialarbeit 2000, S. 107). Die Bürokratie soll durch die festen Regelungen von Abläufen und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen eine Gleichbehandlung aller Bürger sicherstellen und Willkür unterbinden.
Geschichte
Im 19. Jahrhundert lösen bürokratische Formen das feudalistische System ab. Als Grund für die moderne Ausgestaltung des Amtes sieht Max Weber die Entwicklung der Geldwirtschaft. Die Geldwirtschaft und das feste Steuersystem führen zu gesicherten Bezügen der Beamten und zu einer amtsgerechten Erfüllung ihrer Aufgaben. Ebenso mindert das Steuer- und Abgabensystem die Gefahr der Bereicherung von Beamten.
Zur Etablierung der Bürokratie helfen die Massenparteien (Beispiel: Sozialdemokratische Partei in Deutschland), die aus rein quantitativen Erwägungen eine straffe bürokratische Verwaltungsstruktur herausbilden. Ein ebenfalls entscheidender Grund für die Ausgestaltung der Bürokratie ist die qualitative Erweiterung des Aufgabenfeldes der Verwaltung. Der Staat übernimmt im 19. Jahrhundert unter anderem die Sozialpolitik, den öffentlichen Verkehr, die öffentliche Sicherheit. Diese wachsenden Ansprüche an den Staat machen die Bürokratisierung notwendig.
Als ausschlaggebenden Grund für das Vordringen der Bürokratie sieht Max Weber jedoch die ‚technische Überlegenheit’ gegenüber jeder anderen Verwaltungsform. So stellt er den Vergleich zwischen der Bürokratie und einer Maschine an. Vorteile der Bürokratie zeigen sich für ihn durch den Einsatz von geschulten Beamten, Präzision, Schnelligkeit, Eindeutigkeit, Aktenkundigkeit, Kontinuierlichkeit, Diskretion, Einheitlichkeit, straffe Unterordnung, Ersparnisse an Reibung und sachliche sowie persönliche Kosten (vgl. Weber 1956, S. 709 – 719).
Theorie
Im Folgenden werde ich mich weiter auf Max Weber beziehen und sein Bürokratiemodell vorstellen. Weber hat sich zwar nicht als erstes mit Bürokratie beschäftigt, aber er ist der Erste, der dies in einer so umfassender und prägnanter Weise tut. Der Soziologe beschäftigt sich mit dem Prozess der Rationalisierung, wozu sein bürokratisches Modell als Wesen einer effizienten Verwaltung gehört. Für Max Weber bedeutet Herrschaft, dass Befehle bei einer Gruppe von Menschen Gehorsam finden (vgl. Weber 1956, S. 157). Für die Ausübung von Herrschaft bedarf es eines Stabes von Menschen (Verwaltungsstab). Die Motive des Gehorsams dieses Stabes hängen von den Typen der Herrschaft ab.
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