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Scholary Paper (Seminar), 2006, 23 Pages
Author: Simone Strasser
Subject: Pedagogy - General
Details
Institution/College: Klagenfurt University
Tags: Unverwechselbarkeit, Sexarbeiterinnen, Zwangsprostituierten, Status, Gesellschaft, Frauenhandel, Migrationskontext
Year: 2006
Pages: 23
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51822-2
ISBN (Book): 978-3-638-66528-5
File size: 189 KB
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Abstract
Ich werde diese Arbeit aufbauen, indem ich vorerst eine Unterscheidung zwischen Sexarbeiterinnen (Prostituierten) und Zwangsprostituierten treffe. Die restliche Arbeit wird vorwiegend darin bestehen, anhand von theoretischen Erkenntnissen und Haltungen, eine Diskussion über diese Thematik zu führen, da viele Punkte vielschichtiger zu sehen sind. Besonderen Stellenwert lege ich bei dieser Diskussion auf die Opferrolle, welche Prostituierte automatisch zugeschrieben bekommen – egal, ob sie ihre Dienstleistung freiwillig oder unfreiwillig anbietet. Natürlich ist aber auch der Stellenwert von Prostituierten in unserer Gesellschaft ein Thema, welches zum Nachdenken anregen sollte. Ich kann mich aufgrund der zahlreichen Argumente von verschiedenen Seiten, zu keiner einheitlichen Position bekennen und werde daher diese Argumente in dieser Arbeit anzuführen um dazu in weiterer Folge auch Stellung zu nehmen.
Excerpt (computer-generated)
Die Unverwechselbarkeit von Sexarbeiterinnen und
Zwangsprostituierten und ihr Status in der Gesellschaft
von: Simone Strasser
Inhaltsverzeichnis
1.) Vorwort
2.) Definitionen und der Unterschied zwischen Zwang und Freiwilligkeit in der Prostitution
a) Prostitution
b) Der Strich
c) Zwangsprostitution
d) Sexarbeiterinnen
3.) Der Status von Prostituierten in unserer Gesellschaft
4.) Sind Prostituierte „Opfer“?
5.) Lösungsweg: „Freier kriminalisieren“?
6.) Rechtliche Zugänge zur Regelung von Prostitution
7.) Schlusswort
1.) Vorwort:
Das Seminar „Frauenhandel im Migrationskontext“ hat für mich einige spannende Themen aufgetan, welche dazu anregen, eine Arbeit über einige angesprochene Themen zu verfassen. Da in mir aufgrund der Diskussionen als auch der Bearbeitung unserer Talkshow große Interesse zur Thematik „Sexarbeiterinnen und Zwangsprostituierte“ entstanden ist, habe ich mich dazu entschlossen, dieses Thema genauer zu behandeln. Ich werde diese Arbeit aufbauen, indem ich vorerst eine Unterscheidung zwischen Sexarbeiterinnen (Prostituierten) und Zwangsprostituierten treffe. Die restliche Arbeit wird vorwiegend darin bestehen, anhand von theoretischen Erkenntnissen und Haltungen, eine Diskussion über diese Thematik zu führen, da viele Punkte vielschichtiger zu sehen sind. Besonderen Stellenwert lege ich bei dieser Diskussion auf die Opferrolle, welche Prostituierte automatisch zugeschrieben bekommen – egal, ob sie ihre Dienstleistung freiwillig oder unfreiwillig anbietet. Natürlich ist aber auch der Stellenwert von Prostituierten in unserer Gesellschaft ein Thema, welches zum Nachdenken anregen sollte. Ich kann mich aufgrund der zahlreichen Argumente von verschiedenen Seiten, zu keiner einheitlichen Position bekennen und werde daher diese Argumente in dieser Arbeit anzuführen um dazu in weiterer Folge auch Stellung zu nehmen.
2.) Definitionen und der Unterschied zwischen Zwang und Freiwilligkeit in der Prostitution:
Dieses Kapitel möchte ich gerne dafür nützen, relevante Definitionen welche der Verständnisgrundlage dienlich sind, aufzuzeigen:
a) Prostitution:
„Prostitution im engeren Sinne ist eine Dienstleistung, die in der Ausübung, Erduldung und Stimulation von sexuellen Handlungen gegen Entgelt besteht. Prostitution ist eine Strategie weiblicher Existenzsicherung im patriarchalen Kontext. Für Frauen ist es immer wieder nahe liegend, in die Prostitution einzusteigen, da andere, sichere Lebensperspektiven nicht ausreichend vorhanden sind. Frauen entscheiden sich für prostitutive Tätigkeit, um ihre ökonomische Existenz durch den Verkauf der Ware „sexuelle Handlung" zu sichern.“ (http://www.feministischepartei.de/seite23.htm) Girtler versteht unter dem Begriff „Prostitution“ eine zum Teil gesetzlich und zum Teil informell geregelte und sozial geduldete soziale Einrichtung, bei der Frauen Geschlechtsverkehr gegen Geld ermöglichen. (vgl. Ottermann zit. nach Girtler (2004), 2005, S. 4) Bestimmt ist die Kultur der Prostitution lt. Girtler durch das Geld: Viel Geld zu haben und ein gutes luxuriöses Leben wären ein Ziel der Gesamtgesellschaft – eine Prostituierte würde lediglich andere Mittel anwenden, um dieses Ziel zu erreichen. (vgl. ebd., 2005, S. 5)
b) Der Strich:
„Unter Strich versteht GIRTLER, etwas abweichend vom (heute) allgemein üblichen Sprachgebrauch, jeden Ort – also Straße, Wohnung oder Bordell – an dem Prostituierte ihre Geschäfte eingehen und zum Teil auch abwickeln. An diesen Orten gelten sowohl einige gesetzliche als vor allem auch etliche informelle, gleichwohl nicht unverbindliche Verhaltensnormen, die die sozialen Interaktionen und Beziehungen zwischen Prostituierten, Kunden und Zuhältern regeln.“ (Ottermann zit. nach Girtler (2004), 2005, S. 4)
c) Zwangsprostitution:
„Unter Zwang versteht man eine Einwirkung von Außen auf ein Individuum, durch welche dessen Handlungsspielraum beschnitten wird. Zwang ist eine vielfältige und vieldeutige, sowohl alltägliche als auch existenzielle Erfahrung. Sie kann passiv erfahren und erlebt, aber auch aktiv ausgeübt werden (von Personen, Institutionen, Umwelt und Natur). (www.wikipedia.org/wiki/Zwang) Frauen und/oder Kinder, die zugerichtet werden, damit an ihnen weitere Gewalttaten verübt werden, sind keine Prostituierten im klassischen Sinne. Sie sind Sklavinnen, denn ihre Körper und Seelen werden mit der Hilfe von Gewaltandrohung gnadenlos ausgebeutet und zerstört.“ (Gerstendörfer, 1994, S. 111)
d) Sexarbeiterinnen:
[...]
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