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Termpaper, 2001, 20 Pages
Author: Nannette Remmel
Subject: Communications: Theories, Models, Terms and Definitions
Details
Institution/College: Johannes Gutenberg University Mainz (Institut für Publizistik)
Tags: Nachrichtenwerttheorie
Year: 2001
Pages: 20
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13527-6
File size: 239 KB
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Excerpt (computer-generated)
Entwicklung und Kritik der Nachrichtentheorie
Nannette Remmel
Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 1
2 Walter Lippmann: Ursprung in den USA 2
3 Einar Östgaard: Ursprung in Europa 3
4 Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge: Die erste Nachrichtenwert-Theorie 5
4.1 Prüfung der Theorie 7
4.2 Kritik 8
5 Karl Erik Rosengren: Methodologische Kritik 8
6 Winfried Schulz: Konstruktivistische Nachrichtenwert-Theorie 9
7 Jürgen Wilke und Bernhard Rosenberger: Input-Output-Analyse 13
8 Hans Mathias Kepplinger (und Joachim Friedrich Staab): Neuere Kritik 14
9 Schlussbemerkung 17
10 Literaturverzeichnis 19
1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit werden Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwert-Theorie behandelt. Dies geschieht über die Darlegung von ,,einfachen" Überlegungen, differenzierten Theorien und Untersuchungen wichtiger Nachrichtenforscher sowie der Aufdeckung der jeweiligen Schwächen aufgrund derer sich immer wieder neue Ansätze entwickelten.
Besonderen Wert wird auf die Behandlung der folgenden Fragen gelegt, die auch Schwerpunktüberlegungen der verschiedenen Theoretiker und Analytiker waren:
Inwieweit die verschiedenen Ansätze der Nachrichtenwert-Theorie zur Klärung der Frage, ob die Medien die Realität ,,richtig" darstellen, beigetragen haben, wird dabei eine Frage dieser Arbeit sein. Kritik an der Vorstellung, die Medien präsentierten die Realität übte schon Walter Lippmann, als einer der ersten Theoretiker, der den Begriff Nachrichtenwert benutzte1. Im Folgenden wurde seine Idee des öfteren wieder aufgegriffen, wenn neue Ansätze zum Nachrichtenwert oder ganze Nachrichtenwert-Theorien entwickelt wurden.
Weiterhin ist es ja offensichtlich, dass Journalisten täglich dem Zwang der Selektion begegnen, d.h. sie müssen wählen, über welche Ereignisse oder welche Agenturmeldungen sie berichten wollen. Eine ganze Menge von Informationen erreicht sie täglich und sie sind es, die meist unter Zeitdruck entscheiden, welche Nachrichten publiziert werden. Ob es hierbei allgemeine objektive Merkmale dieser Ereignisse oder Meldungen gibt, die sie publikationswürdig machen, oder ob Nachrichten vielmehr aufgrund subjektiver Kriterien ausgewählt werden, wobei dann auch mögliche Intentionen der Journalisten eine Rolle spielen würden, ist eine zweite Fragestellung dieser Arbeit.
Für die Darstellung der einzelnen Kapitel sei noch angemerkt, dass aus Platzgründen nur die wichtigsten Theoretiker und Forscher und deren für die Fragestellungen dieser Arbeit relevanten Überlegungen beschrieben und diskutiert werden.
2 Walter Lippmann: Ursprung in den USA
,,Ohne Standardisierung, ohne Stereotypen, ohne Routineurteile, ohne eine ziemlich rücksichtslose Vernachlässigung der Feinheiten stürbe der Redakteur bald an Aufregungen."2 Dies ist die Erkenntnis des langjährigen Journalisten Walter Lippmanns, die er in seinem Buch ,,Public Opinion" 1922 weiter ausführte. Die Existenz journalistischer Konventionen, die dafür sorgen, dass ein Ereignis zur Nachricht gemacht wird, sprach er als einer der ersten an3.
Journalisten unterliegen danach demselben Dilemma wie alle anderen Menschen auch, weshalb ihre Auswahlentscheidungen auch nicht auf objektiven Regeln beruhen. Die Medien können daher nur eine Reihe spezifischer und stereotypisierter Realitätsausschnitte vermitteln, ob ein Ereignis zur Nachricht wird, hängt von journalistischen Vorstellungen ab, was einen Nachrichtenwert besitzt4. Nachrichtenwerte, die ein Ereignis berichtenswert machen und weshalb es ausgewählt wird, sind nach Lippmann durch insgesamt zehn Aspekte bestimmt: Ungewöhnlichkeit5, Bezug zu bereits eingeführten Themen6, zeitliche Begrenzung7, Einfachheit8, Konsequenzen9, Beteiligung einflussreicher und bekannter Personen10 sowie räumliche Nähe11. Je mehr dieser Aspekte ein Ereignis beinhaltet, desto eher wird es zur Nachricht gemacht12.
[...]
1 Vgl. Lippmann, Walter: Public Opinion. New York 111949. Erstausgabe 1922. Dt. Übersetzung: Die öffentliche Meinung. München 1964. S.345
2 Ebd.
3 Vgl. ebd. S.241
4 Vgl. ebd. S.345, S.354
5 Vgl. ebd. S.235
6 Vgl. ebd. S.239
7 Vgl. ebd. S.240
8 Vgl. ebd. S.231
9 Vgl. ebd. S.231f.
10 Vgl. ebd. S.237
11 Vgl. ebd. S.238
12 Vgl. Staab, Joachim Friedrich: Nachrichtenwert-Theorie: Formale Struktur und empirischer Gehalt. 1990 Freiburg (Breisgau), München. S.41
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