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Target Costing im Logistik-Controlling - Einsatzmöglichkeiten und Grenzen

Termpaper, 2006, 24 Pages
Author: David Pieper
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 24
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 18  Entries
Language: German
Archive No.: V57353
ISBN (E-book): 978-3-638-51845-1
ISBN (Book): 978-3-638-72150-9
File size: 185 KB

Abstract

Besonders seit den 1990iger Jahren ist die deutsche Industrie durch viele negative wirtschaftliche Einflüsse von außen stark beeinträchtigt worden. Dazu zählte hauptsächlich die weltweit einsetzende und auf dem Vormarsch befindliche Globalisierung. Das hatte zur Folge, dass gerade im Bereich des produzierenden Gewerbes (z.B. der Automobilindustrie) die ausländische Konkurrenz auf den deutschen Markt drängte und der hiesigen Industrie Marktanteile abnahm. Um die dadurch verursachten Verluste zu begrenzen, mussten die heimischen Betriebe kurzfristig unvorhersehbare Preisanpassungen und kundenindividuellere Lösungen anbieten. Die dadurch nachträglichen aufgelaufenen Kosten wirkten sich negativ auf die Gewinnerwartung der Unternehmen aus, da sie nicht vorhersehbar waren. In Deutschland war, beziehungsweise ist es zudem bei der Produktentwicklung gängige Praxis, dass hoch entwickelte Produkte hergestellt werden, die für fast jeden Anwendungsfall eine Lösung anbieten. Oftmals wird dieses Überangebot aber von den Kunden gar nicht verlangt oder gar benötigt. Man spricht in solchen Fällen von „Over-Engineering“. Das hat zur Folge, dass auch die ungenutzten Leistungen in den Kaufpreis eines Produktes einfließen. Dies stellt einen deutlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber solchen Lieferanten dar, die Ihre Produkte mit der Hilfe des Target Costing Verfahrens produzieren. Für die Definition des Logistik-Controlling ist es zunächst notwendig die Begriffe Logistik und Controlling getrennt voneinander vorzustellen, da beide die elementaren Bausteine des Logistik-Controlling darstellen. Diese Hausarbeit wird daher zunächst kurz auf die Bedeutung und Funktion der Logistik und des Controlling eingehen, bevor das Logistik-Controlling separat betrachtet wird. Anschließend werden die Begriffsbestimmungen, die Grundlagen sowie die Anwendung und das Einsatzgebiet des Target Costing beschrieben. Im darauf folgenden Abschnitt werden die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen des Target Costing im Bereich des Logistik- Controlling dargestellt.


Excerpt (computer-generated)

Einsatzmöglichkeiten und Grenzen des
Target Costing im Logistik-Controlling

von: David Pieper

Sommersemester 2006

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG 1

1.1 Problemstellung der Hausarbeit 1
1.2 Aufbau der Hausarbeit  1

2 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN UND ABGRENZUNGEN DES LOGISTIK–CONTROLLING 2

2.1 Logistik im Allgemeinen 2
2.2 Definition des Controlling  3
2.3 Logistik im Speziellen: Das Logistik-Controlling 4

2.3.1 Aufgaben und Ziele 4
2.3.2 Strategische Aufgaben 5
2.3.3 Operative Aufgaben 5

3 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN UND GRUNDLAGEN DES TARGET COSTING 6

3.1 Definition des Target Costing 6
3.2 Conjoint Analyse  6
3.3 Zielsetzung des Target Costing 6
3.4 Anwendung  7
3.5 Implementierung im Unternehmen 8

3.5.1 Zielkostenfindung 8
3.5.2 Zielkostenspaltung 12
3.5.3 Überprüfung der Kosten: Das Zielkostenkontrolldiagramm 13

4 TARGET COSTING IM LOGISTIK-CONTROLLING  15

4.1 Einsatzmöglichkeiten  15
4.2 Grenzen  16

5 SCHLUSSBETRACHTUNG 17

6 AUSBLICK 18

7 LITERATURVERZEICHNIS

 


 

1 Einleitung

1.1 Problemstellung der Hausarbeit

Besonders seit den 1990iger1 Jahren ist die deutsche Industrie durch viele negative wirtschaftliche Einflüsse von außen stark beeinträchtigt worden. Dazu zählte hauptsächlich die weltweit einsetzende und auf dem Vormarsch befindliche Globalisierung. Das hatte zur Folge, dass gerade im Bereich des produzierenden Gewerbes (z.B. der Automobilindustrie) die ausländische Konkurrenz auf den deutschen Markt drängte und der hiesigen Industrie Marktanteile abnahm. Um die dadurch verursachten Verluste zu begrenzen, mussten die heimischen Betriebe kurzfristig unvorhersehbare Preisanpassungen und kundenindividuellere Lösungen anbieten.2 Die dadurch nachträglichen aufgelaufenen Kosten wirkten sich negativ auf die Gewinnerwartung der Unternehmen aus, da sie nicht vorhersehbar waren. In Deutschland war, beziehungsweise ist es zudem bei der Produktentwicklung gängige Praxis, dass hoch entwickelte Produkte hergestellt werden, die für fast jeden Anwendungsfall eine Lösung anbieten. Oftmals wird dieses Überangebot aber von den Kunden gar nicht verlangt oder gar benötigt. Man spricht in solchen Fällen von „Over-Engineering“. Das hat zur Folge, dass auch die ungenutzten Leistungen in den Kaufpreis eines Produktes einfließen. Dies stellt einen deutlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber solchen Lieferanten dar, die Ihre Produkte mit der Hilfe des Target Costing Verfahrens produzieren.

1.2 Aufbau der Hausarbeit

Für die Definition des Logistik-Controlling ist es zunächst notwendig die Begriffe Logistik und Controlling getrennt voneinander vorzustellen, da beide die elementaren Bausteine des Logistik-Controlling darstellen. Diese Hausarbeit wird daher zunächst kurz auf die Bedeutung und Funktion der Logistik und des Controlling eingehen, bevor das Logistik-Controlling separat betrachtet wird. Anschließend werden die Begriffsbestimmungen, die Grundlagen sowie die Anwendung und das Einsatzgebiet des Target Costing beschrieben. Im darauf folgenden Abschnitt werden die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen des Target Costing im Bereich des Logistik- Controlling dargestellt.

2 Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen des Logistik–Controlling

2.1 Logistik im Allgemeinen

Damit ein Unternehmen in der Praxis die Erfüllung seiner Aufgaben einhalten kann, wird seine Gesamtaufgabe in Teilaufgaben untergliedert. Es ergeben sich die Hauptfunktionen Beschaffung, Produktion und Absatz.3 Die Unterteilung in die verschiedenen Aufgaben macht das Unternehmen zwar kontrollier- und steuerbar, verursacht auf der anderen Seite aber auch die Trennung von in Verbindung stehenden Abläufen. Die Zerschneidung führt zwangsläufig zu Schnittstellen.4 Schnittstellen wiederum haben eine einschränkende Wirkung auf die Effizienz der Hauptfunktionen.5 Damit zeitliche und sachliche Abweichungen an den Schnittstellen koordiniert und zusammengeführt werden können, findet die Bildung von Prämissen auf beiden Seiten der Schnittstellen statt.6

Abb. 1: Dekomposition von material- und warenflußbezogenen Planungsproblemen als Ausgangspunkt der Logistik7 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Damit trotz der organisatorischen Trennung der Hauptfunktionen in einem Unternehmen keine Verminderung der Effektivität eintritt, bedarf es einer Koordination beim Material- und Warenfluss.8 Die Aufgabe der Logistik ist es daher, die getrennten Funktionen in einem Unternehmen aufeinander abzustimmen, so dass Schnittstellen reduziert oder ganz abgebaut werden können.9 Logistik soll daher die Optimierung der Material- und Warenflüsse sowohl unternehmensintern als auch –extern bewirken.

2.2 Definition des Controlling

In einem Unternehmen hat das Controlling die Aufgabe, Informationen aus allen unternehmerischen Entscheidungsebenen (z.B. von der Leitung der Produktion, des Absatzes, der Logistik) zu sammeln, zentral zu verarbeiten und dem Management komprimiert zur Verfügung zu stellen.10 Damit erfolgreiches Controlling in einem Unternehmen umgesetzt werden kann, müssen zunächst einige Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Dazu zählen:11

• Formulierung messbarer Unternehmensziele in Kombination mit Transparenz,
• Entwicklung und Überprüfung von Handlungsalternativen und deren Konsequenzen,
• Geradlinige Soll/Ist Vergleichsüberwachung,
• Ergreifung von entgegenwirkenden Maßnahmen beim Auftreten von Abweichungen .

[...]


1 Vgl. HORVÁTH 1993, S. 55.

2 Vgl. GLEICH 1996, S. 1.

3 Vgl. WEBER 1993, S. 20.

4 Vgl. NEUMANN 1994, S. 2.

5 Vgl. MÄNNEL 1993, S. 14.

6 Vgl. WEBER 1993, S. 20-21.

7 In Anlehnung an MÄNNEL 1993, S. 13.

8 Vgl. MÄNNEL 1993, S. 13.

9 Vgl. MÄNNEL 1993, S. 14.

10 Vgl. MÄNNEL 1993, S. 89.

11 Vgl. WEBER 1993, S. 34-


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