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"Allein in der Wildnis" - Eine Analyse des Abenteuerromans von Gary Paulsen für die Lektüre im Unterricht in einer 6. Klasse Hauptschule

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 33 Pages
Author: MA Ulrike Ziegler
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Event: Hauptseminar: Das Jugendbuch im Deutschunterricht
Institution/College: University of Passau
Tags: Allein, Wildnis, Eine, Analyse, Abenteuerromans, Gary, Paulsen, Lektüre, Unterricht, Klasse, Hauptschule, Hauptseminar, Jugendbuch, Deutschunterricht
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 33
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 22  Entries
Language: German
Archive No.: V57370
ISBN (E-book): 978-3-638-51854-3

File size: 263 KB
Notes :
"Eine hervorragende Arbeit", so die Bewertung. Behandelte Themen sind - neben der Sachanalyse und Stundenvorschlägen - Lesekompetenz, Lesesozialisation, Lesemotivation und Lesetagebuch. Eines der Arbeitsblätter kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht mitgeliefert werden - der Link hierzu ist aber enthalten.



Excerpt (computer-generated)

Universität Passau
Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur
HS „Das Jugendbuch im Deutschunterricht“

„Allein in der Wildnis“
Eine Analyse des Abenteuerromans von Gary Paulsen
mit Überlegungen für die Lektüre
im Unterricht in einer 6. Klasse Hauptschule

eingereicht von:
Ulrike Ziegler
7. Semester
LA Hauptschule
Deutsch, Mathematik
 Biologie, Kath. Religion

SS 2005

 

Inhaltsverzeichnis

1. Lesen in der Hauptschule – eine Standortbetrachtung ... 3

2. Sachanalyse des Romans «Allein in der Wildnis» ... 4
2.1 Inhalt ... 4
2.2 Zentrale Themen des Romans ... 4
2.3 Das Genre der Abenteuerliteratur bzw. der Robinsonade ... 7
2.4 Erzählstruktur, Aufbau und Sprache ... 9

3. Einordnung in den Lehrplan ... 11

4. Pädagogische und entwicklungspsychologische Überlegungen  ... 12

5. Didaktische Überlegungen ... 14

6. Methodische Umsetzung im Unterricht ... 17
6.1 Exkurs: Allgemeines zum Lesetagebuch ... 17

7. Durchführung im Unterricht ... 18
7.1 Übersicht ... 19
7.2 Einzelstunden ... 20

8. Schlusswort ... 26

9. Anhang: Materialvorschläge ... 27

10. Literaturverzeichnis ... 3

 

1. Lesen in der Hauptschule - eine Standortbetrachtung

Lesen ist eine der wichtigsten Kulturtechniken. Allerdings ist Deutschlands Lesekultur ein „Pflegefall“, wie Friederike Harmgarth provokativ feststellt.1 Besonders Hauptschüler und Hauptschülerinnen verlassen das Schulsystem, ohne auf eine nennenswerte literarische Erfahrung innerhalb des Deutschunterrichts zurückblicken zu können. Nach den Ergebnissen mehrerer Studien zählen vor allem die Schüler dieser Schulart eher zu den Weniglesern. In der Untersuchung von Irmgard Harmgarth, meinen 45 % der Schüler der 7. bis 9. Klasse, dass sie wenig bis sehr wenig Interesse am Lesen hätten.2 Mit der Lesekompetenz, an der die Motivation ja oftmals scheitert, sieht es ähnlich aus. Auch Wirtschaftsverbände klagen, dass Hauptschulabgängern bzw. Lehrstellenbewerbern zunehmend Grundkompetenzen im Lesen fehlen und sie deshalb für einen Ausbildungsberuf ungeeignet wären. Ohne Lesekompetenz, die in der PISA – Studie ja als Momentaufnahme von 15 – Jährigen Schülern betrachtet wurde, bleiben die Tore für eine befriedigende Lebensführung verschlossen, denn die „Flut an textuellen Informationen ist im Steigen begriffen, ihre Darbietungsformen werden im Geleitzug von Multimedia immer schwerer durchschaubar. Die Lesekompetenz bekommt angesichts dieser Entwicklung einen neuen Stellenwert.“3 Das Rennen – und nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern in beinahe allen Lebensbereichen – macht derjenige, der sich Informationen beschaffen und diese dann selektieren kann. Lesen ist und bleibt also eine Schlüsselqualifikation.

Sowohl mit Blick auf den Arbeitsmarkt, der gerade für Hauptschulabsolventen immer enger wird, als auch für die persönliche Entwicklung. Es geht bei einer Klassenlektüre also nicht nur darum, die Lesefreude zu wecken. Ganz elementar dient sie auch der Vertiefung der Lesekompetenz, der Reading Literacy und der Berücksichtigung motivationaler, emotionaler und interaktiver Teilkompetenzen, die am Schüler orientiert sind.4

2. Sachanalyse

Gehen wir nun aber in medias res. Thema der folgenden Ausführungen soll nun der Abenteuerroman „Allein in der Wildnis“ von Gary Paulsen sein, der für eine Lektüre gut geeignet ist.

2.1. Inhalt

Der Roman „Allein in der Wildnis“ handelt vom 13-jährigen Brian Robeson, der in einem kleinen Flugzeug auf dem Weg zu seinem Vater nach Kanada ist. Während des Fluges stirbt der Pilot an einem Herzinfarkt. Brian meistert eine Notlandung auf einem See mitten in der Wildnis. Hier beginnt das Abenteuer für den Jungen aus der Großstadt: In der Wildnis muss er lernen zu überleben und ist einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt. Er hat keine Nahrung bei sich - lediglich ein Beil5, das er am Gürtel trägt. Die belastende Scheidung seiner Eltern tritt unter diesen Umständen für ihn in den Hintergrund. Erst nach 54 Tagen wird er gerettet. In der Wildnis verändert er sich, wird reifer und steht den Selbstverständlichkeiten des Stadtlebens sensibler und kritischer gegenüber.

[...]


1 Harmgarth, Friederike (Hrsg.): Das Lesebarometer. Lesen und Umgang mit Büchern in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme zum Leseverhalten von Erwachsenen und Kindern 1995 – 1997. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 1999. S. 7.

2 Ebd. S. 7.

3 Hahn, Manfred: Leseerziehung in der Hauptschule. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 1999. S. 1.

4 Zur breiten Thematik der Reading Literacy und der Ausweitung des Begriffs der Lesekompetenz kann ich hier nicht weiter eingehen und verweise deshalb auf den Aufsatz von Hurrelmann, Bettina: Lesen. Lesen als Basiskompetenz in der Mediengesellschaft. In: Lesen + Schreiben. Friedrichs Jahresheft 2003, S. 4-10.

5 Der amerikanische Titel lautet „The Hatchet“, also „Das Beil“.


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