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Scholary Paper (Seminar), 2004, 21 Pages
Author: Magister Artium Johanna Hartmann
Subject: Philosophy - Philosophy of the 19th Century
Details
Institution/College: LMU Munich (Religionswissenschaft)
Tags: William, James, Philosophie, Pragmatismus, Proseminar
Year: 2004
Pages: 21
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51895-6
ISBN (Book): 978-3-638-76605-0
File size: 182 KB
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Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich nicht nur mit der philosophischen Richtung des Pragmatismus, sondern vor allem mit der Beleuchtung des religionsphilosophischen Standpunktes von William James im Spiegel des Pragmatismus. William James sieht den Pragmatismus subjektiv und psychologisch. Geprägt ist sein Begriff von Pluralismus, radikalem Empirismus und seinem Buch " The will to believe „.
Excerpt (computer-generated)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Lehrstuhl für Missions- und Religionswissenschaft
WiSe 2003/2004
Seminar: Zur Diagnose des religiösen Zeitgeistes. Der Ansatz von William
James und seine Rezeption durch C.Taylor: Die Formen des religiösen in der Gegenwart.
Hausarbeit
William James und die Philosophie des Pragmatismus
eingereicht von:
Johanna Sophia Hartmann
15.04.2004
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die Geschichte des Pragmatismus seine wichtigsten Vertreter und die Abgrenzung des Terminus zu Pragmatik und pragmatisch 1
2.1. Die Geschichte des Pragmatismus und seine Begründer 1
2.2. William James 2
2.3. John Dewey und Ferdinand C. S. Schiller 3
2.4. Die Abgrenzung des Terminus Pragmatismus zu Pragmatik und pragmatisch 3
3. Der Wahrheitsbegriff des Pragmatismus 4
4. Der Wille zum Glauben 6
5. Der Gottesbeweis des Pragmatismus bzw. die „Hypothese von Gott“ 8
6. Der Pragmatismus und die Religion 9
7. Spiegelt das Buch „Varieties of religious experience“ William James Pragmatismusbegriff wieder? Prüfung anhand der II und XVII Vorlesung 10
7.1. Die II Vorlesung 10
7.2. Die XVII Vorlesung 12
8. Die „Gesunden und die Kranken“, zwei menschliche Daseinsformen 15
9. Schlusswort 18
10. Quellenverzeichnis 19
1. Einleitung
Auch wenn der Pragmatismus für die amerikanische Philosophie eine entscheidende Rolle spielt, so wurde er Klaus Oehler zufolge in Deutschland strikt abgelehnt, da er z.B. im Philosophielexikon der Universität Jena keine Erwähnung findet. Dies änderte sich erst im Jahre 1989.1
Die Ursache für die Ablehnung sieht Oehler in der deutschen Ideologie. Er glaubt, dass es an dem „ Festhalten an Idealismus und Romantik in der deutschen Philosophie…“2 liegt, dass sich der Pragmatismus nur schlecht etablieren konnte. In dieser Arbeit soll es aber nicht nur um die philosophische Richtung des Pragmatismus gehen, sondern vor allem um die Beleuchtung des religionsphilosophischen Standpunktes von William James im Spiegel des Pragmatismus.
2. Die Abgrenzung des Terminus Pragmatismus zu Pragmatik und pragmatisch, die Geschichte des Pragmatismus und seine wichtigsten Vertreter
2.1. Die Abgrenzung des Terminus Pragmatismus zu Pragmatik und pragmatisch
Eine Unterscheidung zwischen den Begriffen Pragmatismus, Pragmatik und pragmatisch zu treffen ist entscheidend, weil diese Termini in keinerlei Zusammenhang zueinander stehen. Zwar stammen alle drei Begriffe etymologisch betrachtet aus dem griechischen von pragma ab, was soviel wie Handlung bzw. Tat bedeutet, jedoch versteht man unter Pragmatik: 1. die Sachkunde, im speziellen die Geschäftsordnung im Staatsdienst, vor allem in Österreich und 2. eine Teildisziplin der Semiotik. Der Begriff pragmatisch ist entweder sach- oder handlungsbezogen an der Praxis und ist an bestimmten Zielsetzungen orientiert. Im Besonderen ist das Pragmatische in der ethischen Handlungsweise und der Geschichtsschreibung als Betrachtungsweise zu finden.3
2.2. Die Geschichte des Pragmatismus und sein Begründer
Pragmatismus ist die Bezeichnung für eine philosophische Strömung, die von Charles Sanders Pierce und William James im späten 19. Jahrhundert begründet wurde. Zuerst fasste W.T. Krug sowie Schelling 1803 die „... Zielsetzung und Methode der » pragmatisch « verfahrenden Geschichtsschreibung…“4 unter dem Schlagwort Pragmatismus zusammen. Trotzdem war es nach eigenen Angaben Charles Sanders Pierce, der den Begriff 1870 das erste Mal benutzte. Der Entstehungsort war der sogenannte „Metaphysische Club“ in dem Peirce und James verkehrten. Dort soll Peirce den Begriff das erste Mal benutzt haben.5
Peirce formuliert die Pragmatistische Maxime folgendermaßen:
„»Überlege, welche Wirkungen, die denkbarerweise praktische Relevanz haben könnten, wir dem Gegenstand unseres Begriffes in unserer Vorstellung zuschreiben. Dann ist unser Begriff dieser Wirkungen das Ganze unseres Begriffs des Gegenstandes.»“6
Diese Definition bzw. Maxime ist die Methode der Begriffserklärung nach der der Bedeutungsgehalt eines Begriffs in seinen denkbaren Handlungsfolgen besteht. Als Beispiel zur Verdeutlichung nehmen wir einen Stein. Der Stein ist der Gegenstand und wir schreiben ihm z.B. die Eigenschaften zu, dass er hart ist und nicht schnell zerbricht. Schlagen wir nun mit einem Hammer auf den Stein so ist die Wirkung, dass er nicht zerbricht. Dann ist der Begriff, also das “hart sein“ dieser Wirkung also des nicht Zerbrechens, das ganze unseres Begriffs des Gegenstandes, also dem Stein. Die Sinnerklärung folgt „… durch die Vorstellung der im Gedankenexperiment begrifflich erschlossenen praktischen Konsequenzen“7.Die Wahrheit entsteht durch den „... kommunikativen Prozeß...“ und die Übereinstimmung aller Handelnden und Forschenden. Der Gegenstand der Wahrheit ist der reale.8
[....]
1 Hrsg. Klaus Oehler, William James Pragmatismus, Ein neuer Name für einige alte Wege des Denkens, Akademie Verlag,, Berlin 2000, S. 1
2 ebenda S.3
3 dtv- Lexikon, Hrsg. F.A. Brockhaus GmbH, Bd.14, Nördlingen 1992
4 Historisches Wörterbuch der Philosophie, Hrsg. Ritter, Joachim und Gründer, Karlfried, Bd.7, Schwabe Verlag, Basel 1989, S. 1245/1246
5 ebenda S. 1245/1246
6 dtv- Atlas Philosophie, Kunzmann, Peter, Burkhard, Franz-Peter, Wiedmann, Franz ,10. Auflage, München 2002, S.173
7 ebenda S.173
8 ebenda S.173
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