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Termpaper, 2002, 17 Pages
Author: Magister Artium Johanna Hartmann
Subject: Art - Painting
Details
Institution/College: LMU Munich (Kunstgeschichte)
Tags: Franz, Marc, Blaues, Pferd, Lenbachhaus, München, Propädeutikum
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51897-0
ISBN (Book): 978-3-638-76606-7
File size: 156 KB
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Abstract
Trotz seiner relativ kurzen Schaffensperiode, durchlebte Franz Marcs Kunst sehr viele verschiedene Richtungen. In den Jahren von 1909 bis etwa 1914 vollzog sich in dieser Hinsicht die gravierendste Veränderung. Er entfernte sich zunehmend von der sogenannten „Lokalfarbe“ und wendete sich der „Wesensfarbe“ zu, die sich im „Blauen Pferd I“wiederfindet, das auch Gegenstand dieser Betrachtung ist. Marc zählt zu der Gruppe "Der Blaue Reiter", deren Bilder von einer stark suggestiven Aussagekraft zeugen. Marcs Malerei endete schließlich in der völligen Abstraktion, bei der das Dargestellte nur noch schwerlich zu erkennen ist.
Excerpt (computer-generated)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kunstgeschichte
Seminar: Begriffs- und Formenlehre der Malerei
2. Fachsemester Kunstgeschichte
Franz Marc: Blaues Pferd I, 1911, Lenbachhaus
eingereicht von:
Johanna Sophia Hartmann
04.07.2002
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Die Biographischen Daten von Franz Marc ... 3
3. Franz Marcs „Farbtheorie“ ... 5
4. Franz Marcs Stilentwicklung ... 6
5. Das „Blaue Pferd I“ von 1911 ... 7
5.1 Die technischen Daten ... 7
5.2 Die Bildbeschreibung ... 7
5.3 Die Bildachsen ... 8
5.4 Die Farbanalyse und die Kontraste ... 9
5.5 Die Lichtbehandlung ... 10
5.6 Die räumliche Darstellung ... 11
5.7 Der Farbauftrag ... 11
6. Die Anwendung von Franz Marcs Farbtheorie auf das „Blaue Pferd I“ ... 12
7. Vergleichswerke zum „Blauen Pferd I“ ... 13
7.1 „Studie eines Pferdes“, 1908/1909, Privatbesitz ... 13
7.1.1 Der Vergleich und die Beschreibung ... 13
7.2 „Die gelbe Kuh“, 1911... 14
7.2.1 Der Vergleich und die Beschreibung ... 14
7.2.2 Die Anwendung von Franz Marcs Farbtheorie auf „Die gelbe Kuh“ ... 14
7.3 Der „Tiger“, 1912 ... 15
7.3.1 Die Beschreibung ... 15
7.3.2 Die Farbe beim „Tiger“ ... 15
8. Schlussbemerkung ... 16
Bibliographie ... 17
1. Einleitung
Trotz seiner relativ kurzen Schaffensperiode, die durch seinen frühen Tod bedingt ist, durchlebte Franz Marcs Kunst sehr viele verschiedene stilistische Richtungen. In den Jahren von 1909 bis etwa 1914 vollzog sich in dieser Hinsicht die gravierendste Veränderung. Er entfernte sich zunehmend von der sogenannten „Lokalfarbe“ und wendete sich der „Wesensfarbe“ zu, die sich im „Blauen Pferd I“ wiederfindet, das auch Gegenstand dieser Betrachtung sein soll.1 Zudem bewegte Franz Marcs Kunst sich zunehmend von
impressionistischen Einflüssen weg und wendete sich dem Expressionismus zu.2 Als Expressionismus bezeichnet man eine künstlerische Bewegung, des frühen 20. Jahrhunderts. Die Expressionisten wollten ihrem reinen Malerinstinkt folgen. Ihre Bilder zeugen von einer stark suggestiven Aussagekraft. Marcs Malerei endete schließlich in der völligen Abstraktion, bei der das Dargestellte nur noch schwerlich zu erkennen ist. Auch kubistische Einflüsse werden deutlich. Als Marc 1911 das „Blaue Pferd I“ malte, war er zwar bereits von der natürlichen Farbigkeit abgekommen, was auch in seiner Farbtheorie deutlich wird. Das Pferd ist jedoch noch als solches zu erkennen.
2. Die Biographischen Daten von Franz Marc
Franz Moriz Wilhelm Marc, wurde am 8. Februar 1880, als zweiter Sohn der Familie Marc in München geboren. Sein Vater Wilhelm Marc war ebenfalls Maler. Seine Mutter Sophie Maria Marc erzieht ihn und seinen drei Jahre älteren Bruder Paul sehr streng calvinistisch sowie zweisprachig. „…Marc verlebt eine harmonische, gutbürgerliche Kindheit mit sorgfältiger familiärer Erziehung, gymnasialer Bildung…“ „…und vielen Anregungen in den Bereichen Musik, Literatur und Sport…“.3 1884 wird er konfirmiert, was bei ihm bleibende Spuren hinterlässt, daher beschließt er auch im Jahre 1898 Pfarrer zu werden. Doch bereits 1899 ändert er seinen Wunsch und schreibt sich an der LMU in München für Philosophie ein. Vor Beginn dieses Studiums geht er zum Militär, dort entschließt er sich Maler zu werden. Im Herbst 1990 bewirbt er sich
daraufhin an der Münchner Kunstakademie. In den Jahren 1901 bis 19034 unternimmt Marc Reisen nach Venedig, Padua, Verona, und nach Frankreich, wo er Werke der französischen Impressionisten sieht, sowie diejenigen von Courbet und Delacroix. Daraufhin beschließt Marc nicht mehr an die Akademie zu gehen, sondern er mietet 1904 ein Atelier in München. 1905 lernt er den Tiermaler Jean Bloe’ Niestle’ kennen. Ein Jahr später stirbt sein Vater. 1907 heiratet er die Malerin Marie Schnür wegen ihres unehelichen Kindes, doch bereits ein Jahr später wird die Ehe wieder geschieden. 1909 sieht Marc sowohl eine Ausstellung von Marées als auch von van Gogh, die ihn sehr
beeindrucken. Auch zu diesem Zeitpunkt ist es Marc nicht möglich von seiner Kunst zu leben. Im Jahre 1910 lernt Marc August Macke kennen und die beiden freunden sich sofort, aufgrund ihrer gleichen Gesinnung an. Im Februar kommt Marcs erste Ausstellung zustande. Durch August Macke wird der Fabrikant, Bernhard Koehler auf Franz Marc aufmerksam, und bietet ihm ein festes Einkommen. Im Gegenzug verlangt er die Hälfte von Marcs Bildern. Mit Maria Franck zieht er im gleichen Jahr nach Sindelsdorf.5
[....]
1 Ausst. Kat., Hg. Helmut Friedel, Der blaue Reiter im Lenbachhaus München, München 2000, Bildtafel 45
2 Hg. Helmut Bünemann, Franz Marc, Zeichnungen- Aquarelle, München 1948, S.23
3 Ausst. Kat. Hg. Christian von Holst, Franz Marc: Pferde, Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart 2000,
4 Susanna Partsch, Franz Marc 1880-1916, Köln 2001, S. 94
5 S. Partsch, Köln 2001, S. 94,95
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