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Presentation (Elaboration), 2004, 15 Pages
Author: Eva Fründt
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Institution/College: University of Osnabrück
Tags: Frauenbild, NS-Staat, Diagnostik, Beratung, Förderung, Umgang, Geschlechterdifferenz, Schule
Year: 2004
Pages: 15
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51928-1
ISBN (Book): 978-3-638-92209-8
File size: 181 KB
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Abstract
Frauenbilder wurden im NS-Staat gezielt zu politischen Zwecken entwickelt und prägten das gesellschaftliche Leben. Doch wie sahen diese Frauenbilder aus? Um dies zu beantworten, wird die Autorin zunächst die im Nationalsozialismus angestrebten Wesenseigenschaften der Frau beschreiben, bevor sie die Bilder der Ehefrau und Mutter sowie das sog. „negative Bild“ der Frau herausgreift und mit der Frage abschließt, warum sich Frauen auf jene Frauenbilder im Nationalsozialismus eingelassen haben.
Excerpt (computer-generated)
Universität Osnabrück
Seminar: Schule II; Diagnostik, Beratung, Förderung:
Zum Umgang mit Geschlechterdifferenz in der Schule
4. Semester, SS 2004
Das Frauenbild im NS-Staat
von: Eva Fründt
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Gedichte über die Frau 3
2.1 Frauenrecht 3
2.2 Frauen 3
2.3 Interpretation der Gedichte 3
3. Das Wesen der Frau 4
4. Das Idealbild der Mutter 8
5. Das Idealbild der Ehefrau 9
6. Das negative Bild der Frau 11
7. Warum ließen sich Frauen auf jene Frauenbilder ein? 12
8. Literaturverzeichnis 14
1. Einleitung
Das Bild der Frau im Nationalsozialismus ist gegensätzlich zu dem der heutigen Zeit. Aus diesem Grunde möchte ich in dieser Arbeit versuchen, dem Frauenbild des Nationalsozialismus’ etwas näher zu kommen. Da die damaligen Frauenbilder gezielt zu bestimmten Zwecken entworfen worden sind, müssen sie der Realität nicht entsprechen. Und dennoch hatten sie im Nationalsozialismus große Wirkungen auf das gesellschaftliche Leben. In meinen Texten werde ich Frauenbilder aus der Sicht der Frau dieser Zeit und aus der Sicht des Mannes betrachten, hingegen ich mich mit dem Männerbild, welches Adolf Hitler im Nationalsozialismus geschaffen hat, nicht auseinandersetzen werde, es wird jedoch indirekt in meinen Texten durchschimmern.
Beginnen werde ich mit zwei Gedichten, welche Frauen in der NS-Zeit verfasst haben. Um dem Leser den Inhalt der Gedichte näher zu bringen, fahre ich mit einer Interpretation dieser fort. Auf diese Weise möchte ich das Plenum mit dem Thema „Frauenbild“ vertraut machen. Im Anschluss werden die Wesenseigenschaften der Frau im Frauenbild dieser Zeit näher beschrieben. Um dabei einen direkten Bezug zur NS-Zeit aufzubauen, werde ich eine Rede Hitlers an die deutschen Frauen vom 8. September 1934 und eine Geschichte aus dem „Völkischen Beobachter“, einer Zeitung der NSDAP, aufführen. Mit der Geschichte werde ich zu dem Idealbild der Mutter überleiten. Fortfahren werde ich mit einer Beschreibung des Idealbildes der Ehefrau, wobei ich unter anderem auf die „Zehn Gebote der Gattenwahl“ eingehen werde.
Sowohl das Mutterbild wie auch das Bild der Ehefrau stellten im Nationalsozialismus relativ positive Frauenbilder dar. Denen wurden „negative Frauen“ gegenübergestellt. Dabei handelte es sich um Feministinnen, welche ihr Leben selbst bestimmen und sich von dem patriarchalischen System losreißen wollten. Die Schlussbetrachtung meiner Arbeit möchte ich mit der Frage verbinden, warum sich Frauen im Nationalsozialismus auf die oben genannten Frauenbilder eingelassen haben.
2. Gedichte über die Frau
2.1 Frauenrecht. 1
Das Recht, zu dienen und zu lieben,
das Recht, Barmherzigkeit zu üben,
das Recht, die Kindlein sanft zu hegen,
zu ziehen, lehren, mahnen, pflegen,
das Recht, wenn alles schläft, zu wachen,
das Recht, im Dunkel Licht zu machen,
das Recht, gekrönt mit sanfter Würde,
zu tragen andrer Last und Bürde,
das Recht, wenn trübe Zweifel walten,
den Glauben fest und treu zu halten,
das Recht, ohn’ End zu verzeihn,
das Recht, ein gutes Weib zu sein
voll wahrer Güte, fromm und echt,
das ist das schönste Frauenrecht!
Dora Rappard
2.2 Frauen2
Wir sind die Erde.
Erhaft fest verbunden
Dem Weltensinn, der uns erschuf.
Wir können nichts als wachsen oder sinken
So tief verwurzelt sind wir unserem Sein.
Ihr aber schreitet...
Bleibt bei uns und geht vorüber.
Das Leben treibt euch hin durch tausend Welten.
Uns bleibt nur Eins:
Stille sein und warten
Und sein für Euch solch letzte Erdengabe
Wie Heimat und wie Mutter sein...
Wie Erde...
J.P.
2.3 Interpretation der Gedichte
[...]
1 Benz, 1997, S. 107; Das Gedicht war Lesestoff für die neue deutsche Schule.
2 Lehker, 1984, S.27; abgedruckt in: Nationalsozialistische Frauenkorrespondenz , München, 2. Jg., Nr.16, 22.4.1933; Es konnte nicht ermittelt werden, wer „J.P.“ ist. Nach dem lyrischen Ich zu beurteilen, handelt es sich bei dem Verfasser des Gedichtes um eine Frau.
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