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St. John de Crevecoeurs "Letters from an American farmer, letter III: What is an American?"

Subtitle: Eine Textanalyse im geschichtlichen Kontext

Scholary Paper (Seminar), 2005, 13 Pages
Author: Ingo Westermann
Subject: American Studies - Culture and Applied Geography

Details

Event: Introduction to American and British Studies
Institution/College: Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Tags: John, Crevecoeurs, Letters, American, What, American, Introduction, American, British, Studies
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 13
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V57505
ISBN (E-book): 978-3-638-51957-1
ISBN (Book): 978-3-638-79243-1
File size: 164 KB
Notes :
Textorientierte und Kontextorientierte Auswertung des Letters III, "What is an American?" aus St. John de Crevecoeurs Sammlung "Letters from an American farmer"


Abstract

Text- und Kontextorientierte Auswertung des Letters III, "What is an American?" aus St. John de Crevecoeurs Sammlung "Letters from an American farmer", die sowohl eine Inhaltsangabe und eine sprachliche Analyse umfasst, als auch den geschichtlichen Kontext mit entsprechenden Interpretationsansätzen aufzeigt.


Excerpt (computer-generated)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Landeswissenschaften
Introduction to American and British Studies
Hausarbeit

Auszug aus St. John de Crevecoeurs Essaysammlung
“Letters from an American Farmer, letter III: What is an American?” (1782)

eingereicht von:
Ingo Westermann

WS 05/06

 

Inhaltsverzeichnis

1. Textorientierter Teil
1.1. Inhaltsangabe
1.2. sprachliche Analyse

2. Kontextorientierter Teil
2.1. geschichtlicher Kontext
2.2. Interpretation in Bezug auf geschichtlichen Kontext

3. Literaturverzeichnis

 

1. Textorientierter Teil
1.1. Inhaltsangabe

Der Auszug “What is an American” aus dem “Letter III” aus St. John de Crevecoeurs Gesamtwerk “Letters from an American Farmer“ (veröffentlicht 1782) thematisiert den Einfluss, den der amerikanische Kontinent auf den europäischen Immigranten des späten 18.Jahrhunderts ausübt, sowie die Charakteristika und Merkmale der entstehenden amerikanischen Gesellschaft und ihrer Strukturen.

Letter III, wie alle dieser Briefe geschrieben aus der Perspektive des Farmers James, beginnt mit einem Wunsch des Autors: Wäre es ihm doch möglich, an den Gefühlen und Gedanken eines Engländers teilzuhaben wenn dieser zum ersten Mal den neuen Kontinent Amerika betritt. (Zeile: 1-31)

Darauf folgt eine Darstellung verschiedener Kennzeichen, die für den Farmer James  das Gesellschaftsbild des amerikanischen Kontinents seiner Zeit typisieren. Diese Kennzeichen erscheinen meist im Vergleich mit den Umständen und Verhältnissen im zurückgelassenen Europa. So skizziert Farmer James ein Bild von der Struktur der Gesellschaft, die auf Gleichwertigkeit basiere und sich nicht wie in Europa durch Titel und Standeszugehörigkeit konstituiere. Dies zeige sich sowohl in der kaum vorhandenen Kluft zwischen Arm und Reich, der Art und Beschaffenheit von Unterkünften und Behausungen, als auch in einem völlig neuartigen Arbeitsgeist und einer Fleißbereitschaft, die primär auf einen, für den Einzelnen ersichtlichen Nutzen gründe (Subsistenzwirtschaft) und ebenfalls die Prinzipien Gleichwertigkeit und Freiheit widerspiegele (Zeile 4-21).

Diese angenehme Gleichwertigkeit sei zudem keineswegs nur eine zeitlich knapp bemessene Übergangsphase, sondern erscheine aufgrund der ungeheuren Größe und der bis dato unbekannten Ausmaße des amerikanischen Kontinents schier unbegrenzt. Die enorme Weite des Landes biete jedem mehr als genug Chancen ein neues Leben in Amerika aufzubauen und biete Raum für Vermutungen und Spekulationen über die Möglichkeiten und Potentiale die ihm innewohnen mochten, (Zeile 23-29).

Einmal in Amerika angekommen, spiele die frühere Staatszugehörigkeit keine Rolle mehr.  Es bestehe auch überhaupt keine Veranlassung sich weiterhin mit einem Staat in Verbindung zu bringen, der nichts für sein Volk getan hat, es ausgebeutet und unterdrückt hat (Zeile 30-36).

Ein Transformationsprozess finde statt, der es dem (Neu-)Amerikaner ermögliche sich selbst zu verwirklichen, Fuß zu fassen und eine neue, eigene Identität zu bilden (Zeile 40-47). Möglich gemacht werde dies in erster Linie von den nachgiebigen Gesetzen, die sowohl Schutz bieten, aber auch Freiheit in einem bis dahin unbekannten Ausmaß, was wiederum eine Vorraussetzung für die Selbstverwirklichung darstelle (Zeile 48- 55).

Dieser „neue Mensch“ ,der Amerikaner zeichne sich zunächst durch seinen europäischen Hintergrund aus, von dem er sich, da er sich nun im Schmelztiegel Amerika befinde, weitestgehend befreie um sich dann neue, amerikanische Denk- und Verhaltensweisen anzueignen und auf diese Weise schließlich zum „wirklichen“ Amerikaner zu werden (Zeile 59-68). Der Auszug schließt mit einem Ausblick des Farmers, der dem Land und seinen Bewohnern großen Einfluss und Veränderungspotential im Weltgeschehen prophezeit und, nach dem Hinweis auf religiöse Freiheit, noch einmal den Transformationsprozess darstellt, der letztlich für die Entstehung des Amerikaners ausschlaggebend ist. (Zeile 70-81).

1.2. Sprachliche Analyse

Ein hervorstechendes sprachliches Mittel, dessen sich de Crevecoeur bedient, sind Vergleiche. Bemerkenswert hieran ist, dass alle Vergleiche den amerikanischen Kontinent in einem absolut positiven Licht erstrahlen lassen und Europa größtenteils negative Aspekte zugesprochen werden.

Als Beispiel hierfür kann z.B Zeile 5/6 herangezogen werden: „ … not composed as in Europe, of great lords who possess everything…“, oder auch Zeile 14-18: „ he views not the hostile castle…contrasted with the clay-built hut… a pleasing uniformity of decent competence appears throughout our habitations…”.

Bereits hier wird de Crevecoeurs pro-amerikanischer Standpunkt deutlich, der sich wie ein roter Faden durch den gesamten Textauszug zieht. Für ihn ermöglicht das neue Land einen Transformationsprozess von mittellos zu reich, von obdachlos und unterdrückt zum gleichberechtigten Hausbesitzer.

[...]


1 Der Zeilenangaben liegt eine Durchnummerierung des Textes aus dem Reader auf Seite 7 zugrunde.


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