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Scholary Paper (Seminar), 2005, 21 Pages
Author: Mona Bieber
Subject: Ethics
Details
Tags: Früheuthanasie, Neugeborenen
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 2,2
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52070-6
File size: 129 KB
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Abstract
Durch den Fortschritt in der Medizin kommt dem Menschen immer mehr Verantwortung zu, da er in den Bereichen Geburt und Tod eingreifen kann. Die moderne Medizin hat uns Mittel verschaffen, die es uns möglich machen, viele – oft auch schwerbehinderte – Neugeborene am Leben zu erhalten, die noch vor ein paar Jahren kurz nach der Geburt gestorben wären. Vor dem Hintergrund der immensen Fortschritte in Biologie und Medizin gewinnt die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem menschlichen Leben zunehmend an Bedeutung. Gerade hier stellen sich einem die Fragen, ob man jedes Kind am Leben erhalten muss, oder sollte der Tod in gewissen Fällen, zum Beispiel wegen einer schweren Schädigung des Neugeborenen, zugelassen oder sogar dazu beigetragen werden? Muss menschliches Leben ungeachtet seiner Qualität grundsätzlich am Leben erhalten werden? Darf man es zulassen, dass schwerbehinderte Neugeborene getötet werden, um somit ihr Leiden zu verkürzen? Medizinisch nützlich ist jede Behandlung die das Leben verlangt, doch ist es auch ethisch vertretbar, wenn ein Neugeborenes am Leben erhalten wird, welches zum Beispiel ein Leben ohne Bewusstsein führen muss?
Excerpt (computer-generated)
Früheuthanasie bei schwerbehinderten Neugeborenen
von
Mona Bieber
1. Einleitung S. 2
2. Definitionen S. 3
2.1 Leben S. 3
2.2 Ethik S. 3
2.2.1 Bioethik S. 3
2.3 Menschenwürde S. 4
2.4 Euthanasie S. 5
2.4.1 Früheuthanasie S. 5
3. Rechtliche Grundlagen S. 6
3.1 Grundgesetz S. 6
3.2 Umgang mit Neugeborenen aus Sicht der Rechtsordnung S. 6
3.3 Einbecker Empfehlung S. 7
4. Euthanasie S. 8
4.1 Aktive Euthanasie S. 8
4.2 Passive Euthanasie S. 8
4.3 Moralische Bewertung der Euthanasie S. 8
4.4 Rechtliche Grundlage der Euthanasie S.11
4.4.1 In Deutschland S.11
4.4.2 In den Niederlanden (als Kontrabeispiel) S.12
5. Singers Ethik S.14
5.1 Die Person Peter Singer S.14
5.2 Utilitarismus S.14
5.3 Differenzierung zwischen Person und Nicht-Person S.15
5.4 Singers Standpunkt S.16
5.4.1 Zur Euthanasie S.16
5.4.2 Zur Früheuthanasie bei schwerbehinderten Neugeborenen S.17
6. Schluss S.19
7. Literaturverzeichnis S.20
1. Einleitung
"Die Tötung eines geborenen Kindes ist in ihren sozialen Nebenfolgen nicht vergleichbar mit der eines Ungeborenen. Auch wenn die Geburt, was den Entwicklungsstand des Kindes betrifft, keine >echte< Grenze ist und eine Frühgeburt weniger weit entwickelt sein kann als ein Ungeborenes vor der Geburt, ist sie doch eine Grenze, was die Wahrnehmung Dritter anbelangt, auf die es wesentlich ankommt. [Und er fährt fort] Von der Abtreibung können wir mit einiger Sicherheit sagen, daß sie von großen Teilen der Gesellschaft >verkraftet< wird. Gilt das aber auch von der Tötung Neugeborener [...]?"
(Birnbacher, D.,1991)1
Durch den Fortschritt in der Medizin kommt dem Menschen immer mehr Verantwortung zu, da er in den Bereichen Geburt und Tod eingreifen kann. Die moderne Medizin hat uns Mittel verschaffen, die es uns möglich machen, viele - oft auch schwerbehinderte - Neugeborene am Leben zu erhalten, die noch vor ein paar Jahren kurz nach der Geburt gestorben wären. Vor dem Hintergrund der immensen Fortschritte in Biologie und Medizin gewinnt die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem menschlichen Leben zunehmend an Bedeutung. Gerade hier stellen sich einem die Fragen, ob man jedes Kind am Leben erhalten muss, oder sollte der Tod in gewissen Fällen, zum Beispiel wegen einer schweren Schädigung des Neugeborenen, zugelassen oder sogar dazu beigetragen werden?
Muss menschliches Leben ungeachtet seiner Qualität grundsätzlich am Leben erhalten werden? Darf man es zulassen, dass schwerbehinderte Neugeborene getötet werden, um somit ihr Leiden zu verkürzen? Medizinisch nützlich ist jede Behandlung die das Leben verlangt, doch ist es auch ethisch vertretbar, wenn ein Neugeborenes am Leben erhalten wird, welches zum Beispiel ein Leben ohne Bewusstsein führen muss?
Im 2. Kapitel werden zum Verständnis zunächst die Grundbegriffe, welche hier häufig auftreten, definiert und im 3. Kapitel dann die dazugehörigen rechtlichen Grundlagen und die besonderen rechtlichen Regelung für Neugeborene erläutert.
Im 4. Kapitel wird auf die verschiedenen Formen der Euthanasie näher eingegangen, sowie die rechtliche Lage im Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden - als Beispiel eines Landes in dem Euthanasie schon legalisiert wurde – dargestellt. Weiter wird die Euthanasie noch unter moralischem Gesichtspunkt analysiert.
Aufgrund der Ethik Peter Singers ist eine heftige Diskussion in Fragen der Euthanasie entfacht und da er eine Tötung von schwerbehinderten Neugeborenen rechtfertigt, gehe ich im 6. Kapitel näher auf seine Ethik ein.
2. Definitionen
2.1 Leben
Was "ein Leben hat", ist in einem bestimmten Maße selbstbewusst. Das heißt, es hat Gefühle, Gedanken, Hoffnungen, Freude, Schmerzen, eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Es ist sich dessen bewusst und hat gewisse positive oder negative Interessen.2 Das Leben an sich hat keinen Wert, der auf irgendeine Weise berechnet werden könnte, denn Leben ist vielmehr die Bedingung dafür, dass irgendetwas Wert haben kann.3 Das Recht auf Leben stellt einen Grundwert dar, deshalb hat die staatliche Ordnung die Aufgabe diesen Grundwert zu schützen und darf nicht Einzelnen überlassen werden.4
2.2 Ethik
Ethik ist eines der zwei Teilgebiete der Philosophie und wird auch die praktische Ethik genannt. Sie setzt sich mit den Prinzipien des guten beziehungsweise schlechten Handelns der Menschen auseinander und befasst sich mit Fragen der Moral, wie zum Beispiel den Grundlagen der Werte, Normen sowie dem Sittlichen.
Zentrale Probleme der Ethik betreffen die Motive, die Methoden und die Folgen menschlichen Handelns.5
[....]
1 Vgl dazu Antor, G.; Bleidick, U., 1995, S.68f
2 Vgl dazu http://medwell24.at/CDA_Master/1,3008,3087_5897_15083,00.html
3 Vgl dazu Antor, G,; Bleidick, U., 1995, S.268
4 Vgl dazu Speck, O., 2003, S.120
5 Vgl dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik
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