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Scholary Paper (Seminar), 2002, 29 Pages
Author: Christian Schreitmüller
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Ansbach (VWL)
Tags: BIP, BNE, Volkswirtschaftliche Kenngrößen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung VGR, Nationales Produktionskonto, Entstehungsrechnung, Verteilungsrechnung, Verwendungsrechnung
Year: 2002
Pages: 29
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13555-9
File size: 654 KB
Sehr dichte Arbeit - einzeiliger Zeilenabstand. 782 KB
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Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Ansbach
Fachbereich Betriebswirtschaft
- S E M I N A R A R B E I T -
Wie wird das BIP berechnet/geschätzt ?
Autor: Christian Schreitmüller
im Studienfach: Empirische Wirtschaftsanalyse
Ort, Abgabetermin: Ansbach, den 15.01.2002
Inhaltsverzeichnis:
Abbildungsverzeichnis ... II
Vorwort ... 1
1 Grundlagen der Volkswirtschaftslehre ... 3
1.1 Methoden der Analyse des Wirtschaftsprozesses ... 3
1.2 Der Wirtschaftskreislauf einer geschlossenen Volkswirtschaft ... 4
1.3 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) ... 5
1.4 Die Bedeutung wirtschaftlichen Wachstums ... 5
2 Begriffsdefinitionen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und andere
volkswirtschaftliche Kenngrößen ... 6
2.1 Das Bruttoinlandsprodukt ... 6
2.2 Die Abgrenzung der Begriffe Bruttoinlandsprodukt und
Bruttonationaleinkommen ... 6
2.3 Die Unterscheidung zwischen nominalem und realem Bruttoinlandsprodukt. ... 7
2.4 Der Preisindex für das Bruttoinlandsprodukt ... 7
3 Das Ergebnis des Wirtschaftskreislaufes ... 8
3.1 Das nationale Produktionskonto ... 8
3.2 Die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes ... 9
4 Die Berechnungs- und Ermittlungsarten des Bruttoinlandsproduktes ... 11
4.1 Die Entstehungsrechnung ... 11
4.1.1 Wirtschaftsbereiche der Entstehungsrechnung ... 11
4.1.2 Exkurs: „Die Drei-Sektoren-Hypothese" ... 12
4.1.3 Berechnungswege der Entstehungsrechnung ... 12
4.2 Die Verwendungsrechnung ... 13
4.3 Die Verteilungsrechnung ... 13
4.4 Die Zusammenhänge der Berechnungsarten im Überblick ... 14
5 Probleme bei der Berechnung des Bruttoinlandsproduktes und anderer
volkswirtschaftlicher Kenngrößen ... 15
5.1 Konzeptprobleme ... 15
5.2 Zuordnungsprobleme ... 15
5.3 Erfassungsprobleme ... 15
5.4 Bewertungsprobleme ... 16
6 Praktische Methoden der Bruttoinlandsproduktprognose ... 17
6.1 Das Prognoseziel ... 17
6.2 Der Indikatorenansatz ... 18
6.3 Die ökonometrische Prognose ... 18
6.4 Die iterativ-analytische Prognose ... 19
7 Aussagefähigkeit des BIP – Kritische Würdigung des BIP als
Wohlfahrtsindikator ... 20
8 Schaubilder zum Bruttoinlandsprodukt in der Bundesrepublik Deutschland ... 21
Literatur- und Quellenverzeichnis ... III
Verzeichnis verwendeter Internetquellen ... IV
Abbildungsverzeichnis:
Abb. 1: „Die Veränderung des BIP im Vergleich zum Vorjahr“ ... 1
Abb. 2: „Teilbereiche der Makroökonomie“ ... 3
Abb. 3: „Das volkswirtschaftliche Kreislaufdiagramm" ... 4
Abb. 4: „Das Nationale Produktionskonto“ ... 9
Abb. 5: „Zusammenhang der Inlandsproduktbegriffe“ ... 10
Abb. 6: „Zusammenhang der Inländerproduktbegriffe“ ... 10
Abb. 7: „Die Berechnungsarten in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen“ ... 14
Abb. 8: „Entstehung des Bruttoinlandsproduktes“ ... 21
Abb. 9: „Verwendung des Bruttoinlandsproduktes“ ... 21
Abb. 10: „Verteilung des Volkseinkommens“ ... 22
Abb. 11: „Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in konstanten Preisen für die BRD (Angaben in Mrd. DM) ... 22
„Wir können glücklich sein, wenn wir 0,8 Prozent erreichen.“1
Ernst Welteke
(Präsident der Bundesbank)
zum Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr
Vorwort::
Nicht nur der eben zitierte Präsident der Deutschen Bundesbank Herr Ernst Welteke, sondern auch jüngste Wirtschaftswachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF), zeichnen für das Jahr 2001 ein düsteres Bild für die konjunkturelle Lage in der Bundesrepublik Deutschland und den führenden Industrienationen.2 Das Wirtschaftswachstum der bedeutensten Volkswirtschaften, das sich an der Veränderung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Vergleich zum Vorjahr ablesen lässt, hat sich dabei dramatisch verringert. Erst 2002 wird sich laut aktueller IWF-Studie die weltweite Wirtschaftslage wieder erholen. Wie nachfolgende Grafik zeigt, fällt dabei die Konjunkturdelle in Italien, Frankreich und Großbritannien geringer aus als in Deutschland und in den Vereinigten Staaten:
[Abbildung in dieser Online-Vorschau nicht enthalten]
Abb. 1: „Die Veränderung des BIP im Vergleich zum Vorjahr“3
Wie eben erwähnt, lässt sich also an der prozentualen Veränderung des Bruttoinlandsproduktes im Verhältnis zum Vorjahr das Wirtschaftswachstum eines Landes ablesen.
Der Wert des Bruttoinlandsproduktes ist somit eine wichtige Kenngröße, die in Deutschland mit Hilfe der sogenannten Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung durch das Bundesamt für Statistik ermittelt wird.
Das Ergebnis dient als Grundlage weiterer wirtschaftspolitischer Entscheidungen. Innerhalb der EU dienen die Angaben zum Bruttonationaleinkommen (BNE) beispielsweise zur Berechnung der Eigenmittel, also der Mitgliedsbeiträge der einzelnen Staaten an die EU. In der vorliegenden Studienarbeit soll deshalb die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes thematisiert werden. Dazu gliedert sich die Studienarbeit inhaltlich in mehrere Abschnitte. In den ersten Kapiteln sollen zunächst grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Begriffsdefinitionen behandelt werden, um dann in den weiteren Kapiteln explizit auf die Berechnung und die verschiedenen Ermittlungsarten des Bruttoinlandsproduktes einzugehen. Gegenstand der weiteren Ausführungen werden die Probleme bei der Berechnung des Bruttoinlandsproduktes und die Thematisierung verschiedener Prognosemethoden zur Schätzung des zukünftigen Bruttoinlandsproduktes sein.
Abschließend soll auf das Bruttoinlandsprodukt in der Bundesrepublik Deutschland eingegangen werden. Dazu sollen aktuelle Zahlen und Entwicklungen in verschiedenen Bereichen des Bruttoinlandsproduktes dargestellt und erörtert werden. Da zu speziellen Teilbereichen von institutioneller Seite keine bzw. kaum Informationen zu bekommen waren, sollen diese Themenbereiche der Studienarbeit theoretisch erörtert werden.
Noch anzumerken bleibt, dass der verspätete Bezug einiger Informationen dazu führte, dass diese nicht mehr hinreichend be- und verwertet werden konnten und daher auch keine Berücksichtigung in dieser Studienarbeit fanden. Auf diese Informationsquellen soll jedoch im Literaturverzeichnis gesondert hingewiesen werden. Für die Bereitstellung von Publikationen und Informationsmaterialien sei an dieser Stelle dem Statistischen Bundesamt, dem Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Betreuer dieser Studienarbeit Herrn Lang herzlichst gedankt.
[Aktueller Nachtrag zum Inhalt des Vorwortes und zur Abbildung 1: „Die Veränderung des BIP im Vergleich zum Vorjahr“:
Im Herbstgutachten der sechs führenden Wirtschaftsinstitute vom 27.10.2001 wurde die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in der Bundesrepublik Deutschland nochmals nach unten korrigiert. Danach erwarten die sechs Wirtschaftsinstitute für das Gesamtjahr 2001 lediglich ein Wirtschaftswachstum von 0,7%.]
Wassertrüdingen, im November 2001
Christian Schreitmüller
1 Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
Im ersten Kapitel dieser Studienarbeit sollen zunächst grundlegende volkswirtschaftliche Sachverhalte dargestellt werden, die zum Verständnis der später beschriebenen Berechnung des Bruttoinlandsproduktes und anderer volkswirtschaftlicher Kenngrößen beitragen sollen.
1.1 Methoden der Analyse des Wirtschaftsprozesses
Die Aufgabe der Volkswirtschaftslehre ist es, den Wirtschaftsprozess einer Volkswirtschaft in seiner Gesamtheit darzustellen und mit Hilfe geeigneter Untersuchungsmethoden zu durchdringen. „Dabei führt man die Analyse zweckmäßigerweise auf zwei Ebenen durch. In einem ersten Schritt erfolgt die Beschreibung des Wirtschaftsprozesses, der dann in einem darauf aufbauenden zweiten Schritt auf seine Entstehungsgründe hin untersucht wird.“5 Nachfolgende Abbildung zeigt die beiden Teilbereiche der Makroökonomie:
[Abbildung in dieser Online-Vorschau nicht enthalten]
Abb.2: „Teilbereiche der Makroökonomie“
Bei der ersten Methode, der Darstellung und Beschreibung des Wirtschaftsgeschehens, (die sogenannte deskriptive Methode) handelt es sich um eine Einteilung der wirtschaftlichen Geschehnisse in gleichartige Kategorien. Für diese Klassifikation ist es zunächst erforderlich, die ökonomischen Größen begrifflich zu bestimmen, also Definitionen zu bilden. Die definierten Variablen lassen sich dann in der Realität ermitteln, d.h. empirisch erfassen. Auch das Bruttoinlandsprodukt, das im Verlauf dieser Studienarbeit noch näher thematisiert werden soll, ist eine definierte volkswirtschaftliche Größe, die in Deutschland vom Statistischen Bundesamt errechnet wird. Im Zuge der Festlegung und Feststellung dieser Größen gilt es zudem, Beziehungen zu identifizieren, die zwischen den unterschiedlichen Variablen bestehen. Dieses Vorgehen mündet in eine Systematisierung des Wirtschaftsprozesses. Dabei bleibt anzumerken, dass dieser erste Teil der Wirtschaftsanalyse rückblickend erfolgt. Für dieses Vorgehen hat sich die Bezeichnung „Ex-post-Analyse“ durchgesetzt.
Während also im ersten Schritt eine rückblickende Bestandsaufnahme des Wirtschaftsgeschehens erfolgt, versucht man in einem zweiten Schritt den Wirtschaftsprozess mit Hilfe von identifizierten Ursache-Wirkungszusammenhängen zu erklären. „Hier steht also die Frage im Mittelpunkt, weshalb sich die wirtschaftlichen Größen in ganz bestimmter Höhe einstellen bzw. weshalb bestimmte Veränderungen zustande kommen.“6
[...]
1 Ernst Welteke: Wirtschaftswoche, Nr. 42, 2001, Seite: 20 / [02.10.2001]
2 vgl. Focus, Nr. 41, 2001, Seite: 256
3 eigene Darstellung in Anlehnung an Focus, Nr. 41, 2001, Seite: 256
5 Mussel, Gerhard „Einführung in die Makroökonomik“, Seite: 4
6 Mussel, Gerhard „Einführung in die Makroökonomik“, Seite: 4
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