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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 25 Pages
Author: Anett Senftleben
Subject: English Language and Literature Studies - Literature
Details
Institution/College: University of Rostock (Institut für Anglistik/ Amerikanistik)
Tags: Arthur, Miller, Crucible, Analyse, John, Proctors, Sozialgefüges, Hauptseminar, American, Classics, O`Neill
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 2,6
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52090-4
File size: 221 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Rostock, Institut für Anglistik/ Amerikanistik
HS: American Classics: O`Neill, Miller, Williams and Albee
Arthur Miller "The Crucible" und eine Analyse
John Proctors Sozialgefüges."
von: Anett Senftleben
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Motive für die Hexenjagd – ein Überblick 5
3. Gesellschaft in Salem und ihre Ängste 10
4. Characteresierung der zwischenmenschlichen Beziehungen von Proctor zu Elizabeht, Abigail und Reverend Paris 15
5. “Die Hexenjagd“ eine Metapher für sozialpolitische Gesellschaft Amerikas in den 50er Jahren 21
6. Zusammenfassung 24
7. Quellenverzeichnis 25
1. Einleitung
Das Drama The Crucible spielt 1692 in Salem und erstreckt sich über einen Zeitraum von Frühjahr bis Herbst. Eine Gruppe von Mädchen um Abigail Williams wird beim Tanzen im Wald bei Nacht von Reverend Parris beobachtet. Daraufhin bricht eine Teufelshysterie aus, anfangs wird Angst vor seinen Gegnern und den schauspielerischen Einlagen der Mädchen geschürt. Die erste Anklage der Mädchen erfolgt aus der Not heraus. Nachdem nächtlichen Tanzen im Wald liegt Betty krank im Bett und Parris drängt die Mädchen zu einer Erklärung. Er glaubt Abigail nicht als sie ihm sagt, dass das nur zu Spaß war. Durch sein Drängen belasten sie Tituba. Alle Anschuldigungen, die dieser folgen, machen die Mädchen aus Spaß. Aus Angst vor der Verurteilung zum Tode gestehen sie einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Die Hysterie kann nicht mehr gestoppt werden.
Millers zentrales Thema ist die gescheiterte Ehe des John Proctors, der seine Frau zuvor mit seiner Dienstmagd Abigail Williams betrogen hat. Als seine Frau davon mitbekommt, kündigt sie Abigails Arbeitsverhältnis. Daraufhin rächt sich Abigail, indem sie Mrs. Proctor der Ketzerei bezichtigt, mit dem Ziel Mr. Proctor für sich zu gewinnen. Miller schreibt in seiner Biographie, dass er die Anregung zum zentralen Thema der gescheiterten Ehe des John Proctors aus Charles W. Upham`s Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert Salem Witchcraft bezogen hat.1
Er benutzt in The Crucible die Hexenjagd, um auf die Kommunistenverfolgung in Amerika am Anfang der 50er Jahre durch den Senator McCarthy aufmerksam zu machen. In seiner Biographie schreibt er, dass er durch Marion Starkey`s The Devil in Massechuttes die Erinnerungen an seinen Geschichtsunterricht über die Geschichte von Salem wieder zu Tage kamen.
Fernsehübertragungen von Verhören vermeintlicher Kommunisten bzw. Anhängern veranlassen ihn dazu, nach Salem zu fahren und in den Verhörprotokollen von 1692 zu recherchieren.2 Miller schildert die Situation: “McCarthy`s rise was only beginning, and no one guessed that it would grow beyond the power of the president himself, until the army, [...] finally brought him down. My decision to attempt a play on Salem witchcraft trail was tentative, [...] I would not only be writing myself into the wilderness politically but personally as well.”3
Diese Ereignisse der Kommunistenverfolgung zeigen Miller deutlich wie “the shifts of interests that turned loving husbands and wives into stony enemies, loving parents into indifferent supervisors or even exploiters of their children, and so forth”4 zwischenmenschliche Beziehungen beeinflussen. Ihn stört es, und er kommt darüber nicht hinweg “That all relationships had become relationships of advantage or disadvantage“.5 Nachdem einer seiner Freunde und verdacht gerät, beginnt er mit seinen intensiven Recherchen in Salem. Seine Schilderungen in “Timebends“ in Zusammenhang mit The Crucible zeigen eindeutig autobiographische Bezüge auf.
In dieser Arbeit wird sich auf das Sozialgefüge des John Proctors konzentriert, da Proctor als Protagonist des Dramas eine wichtige Rolle zu Teil wird. Weiterhin wird bearbeitet aus welchen Gründen es zu dieser Hexenhysterie kam. Dabei sind Rivalitäten, Neid, Rache und Angst von große Bedeutung. Der Glaube ist dabei von besonders großer Bedeutung. Unter dem Deckmantel des Glaubens versuchen die Kläger sich ihren Rivalen zu entledigen. Wäre bei den Puritanern Ehebruch nicht so hart bestraft worden, hätte Proctor schon viel früher den Ehebruch gestanden. Er will sein Image und geschätztes Ansehen nicht verlieren. Anfangs hat er die Gerüchte um die Anschuldigungen nicht ernst genommen und die Situation beobachtet ohne einzuschreiten. Aber als dann plötzlich seine Frau beschuldigt wird, ist es zu spät. An der Glaubhaftigkeit der Mädchen, besonders Abigail, zweifelt niemand mehr, nicht einmal als Proctor die Zeugin Mary Warren präsentiert, die durch ihre Aussage die Anklagen und Verurteilungen beenden kann.
2. Motive für die Hexenjagd – ein Überblick
Die folgende Tabelle gibt einen chronologischen Überblick der Anschuldigungen der Ketzerei anhand von ausgewählten Textstellen, wobei diese Übersicht sich nur auf die Anklagen bezieht, wo der Grund der Klage im Drama angegeben wird.
Tab. 1 Übersicht der Anklagen [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]
[...]
1 Miller, Arthur (1987). Timebends. New York: Grove Press, S. 337.
2 Ibid. S. 331.
3 Ibid. S. 332.
4 Ibid. S. 334.
5 Ibid. S. 333.
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