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Diploma Thesis, 2005, 111 Pages
Author: Dipl. Wirtschaftsing. (FH) Jens Malessa
Subject: Industrial Engineering and Management
Details
Tags: Basel, Bedeutung, Mittelstand, Rating
Year: 2005
Pages: 111
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 57 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52138-3
File size: 734 KB
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Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Gießen-Friedberg
Basel II, die Bedeutung für den Mittelstand und Rating
Jens Malessa
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 7
1.1 Problemstellung und Zielsetzung ... 7
1.2 Vorgehensweise ... 9
2. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen ... 10
2.1 Rechtlicher und historischer Hintergrund ... 10
2.2 Basel I ... 12
2.2.1 Verankerung im deutschen Recht ... 12
2.2.2 Bankenaufsicht ... 15
2.2.3 Kreditvergaberegeln ... 15
2.3 Motive für die Novellierung der Vereinbarung ... 17
2.4 Basel II ... 19
2.4.1 Säule 1 - Mindesteigenkapitalanforderungen ... 21
2.4.1.1 Kreditrisiko ... 23
2.4.1.2 Marktpreisrisiko ... 24
2.4.1.3 Operationelles Risiko ... 25
2.4.2 Säule 2 - Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden ... 27
2.4.3 Säule 3 - Transparenz und Marktdisziplin ... 28
2.4.4 Rating-Ansätze ... 31
2.4.4.1 Der Standardansatz ... 31
2.4.4.2 Der Internal - Rating - Based - (IRB) Ansatz ... 34
3. Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland (KMU) ... 41
3.1 Was sind kleinere und mittlere Unternehmen? ... 41
3.2 Quantitative Differenzierung ... 41
3.3 Qualitative Differenzierung ... 44
3.4 Marktbedeutung des Mittelstandes ... 46
3.5 Finanzwirtschaftliche Situation des Mittelstands ... 46
3.5.1 Eigenkapitalsituation ... 48
3.5.2 Außenfinanzierung ... 55
4. Auswirkungen von Basel II ... 60
4.1 Auswirkungen auf die Kreditinstitute ... 60
4.2 Auswirkungen auf den Mittelstand ... 61
5. Rating ... 63
5.1 Begriffsdefinition ... 64
5.2 Klassische Bonitätsprüfung und was wird sich zukünftig ändern? ... 65
5.3 Rating - Verfahren ... 66
5.3.1 Internes vs. externes Rating ... 66
5.3.2 Externes Rating ... 72
5.3.2.1 Anforderungen an die Rating-Agenturen ... 75
5.3.2.2 Kosten und Anbieter externer Ratings ... 77
5.3.3 Bankinternes Rating ... 78
5.4 Das Rating der Sparkassen-Finanzgruppe ... 84
5.4.1 Quantitatives Rating ... 86
5.4.2 Qualitatives Rating ... 89
5.4.3 Basisrating ... 94
5.4.4 Warnsignale ... 97
5.4.5 Haftungsverbünde ... 98
5.5 Vergleichbarkeit des bankinternen Ratings ... 99
6. Schlussfolgerung ... 101
Literaturverzeichnis ... 105
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung, weltumspannender Märkte sowie der immer schnelleren Entwicklung neuer Technologien, stehen Kreditwirtschaft wie auch Unternehmen vor großen Herausforderungen, die zum einen Chancen, zum anderen aber auch erhebliche Risiken mit sich bringen.
Wie diese Risiken aussehen können, haben dabei unlängst Wirtschafts- und Finanzkrisen in Asien und Lateinamerika gezeigt. Banken, die mittels ihrer Finanzpolitik in der Lage sind den Geldumlauf sowie die Güternachfrage maßgeblich zu beeinflussen, tragen hierbei besondere Verantwortung. Dabei kann die Solvenz einer Bank, d.h. die risikoadäquate Eigenkapitalausstattung einen maßgeblichen Einfluss auf die Stabilität einer ganzen Wirtschaft haben.
Somit kommt der Sicherung eines stabilen Finanz- und Bankensystems, welches als Garant für eine stabile Volkswirtschaft gilt, eine besondere Bedeutung zu, die längst nicht mehr alleine von den einzelnen nationalen Aufsichtsbehörden geleistet werden kann. Internationale Standards sind hierfür unentbehrlich.
Im Jahr 1988 wurde vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht mit dem Baseler Akkord (Basel I) ein entscheidender Meilenstein durch die Festlegung von Mindesteigenkapitalstandards für international tätige Banken auf den Weg gebracht. Dieser sah z.B. eine pauschale Eigenkapitalunterlegung in Höhe von 8% des zu vergebenden Kredites an ein Unternehmen vor.
Aber die Akteure auf dem Finanzmarkt sind kreativ und somit nahmen die Umgehungsmöglichkeiten der Regelungen von Basel I durch neue Produkte zu und damit auch die Risiken.
Als negatives Beispiel sei die legendäre Pleite der Barings Bank, ausgelöst von Nick Leeson, im Jahr 1995 genannt.
Auch zahlreiche Nachbesserungen, wie z.B. die Berücksichtigung der Marktrisiken durch das Baseler Markrisikopapier im Jahr 1996, brachten nicht den gewünschten Erfolg. Basel I war insgesamt reformbedürftig, um den veränderten Rahmenbedingungen international tätiger Banken Rechnung tragen zu können.
Im Juni 1999 veröffentlichte der Baseler Ausschuss deshalb einen ersten Entwurf zur Neuregelung mit dem Titel „A New Capital Adequacy Framework“, besser bekannt als Basel II, mit der Zielsetzung, die Missstände des alten Systems zu beheben. Nach zahlreichen Änderungswünschen und Detailregelungen wurde schließlich die überarbeitete Rahmenvereinbarung fünf Jahre später (im Juni 2004) verabschiedet und soll Ende 2006/Anfang 2007 Gültigkeit erlangen.
Kernpunkt und Zielsetzung der Neuregelung ist dabei eine umfassendere und risikosensitivere Beurteilung des Kreditgeschäfts durch differenziertere Bemessungsansätze für das Kreditrisiko sowie die Berücksichtigung des operationellen Risikos, ohne dabei das aufsichtlich zu hinterlegende Eigenkapital insgesamt zu erhöhen.
Da es einen direkten Zusammenhang zwischen der Höhe des zu hinterlegenden Eigenkapitals einer Bank (abhängig vom jeweiligen Risiko) und den Kreditkonditionen gibt, befürchten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die von der Kreditvergabepolitik im verstärkten Maße abhängig sind, dass es mit der Neuregelung zu einer deutlichen Verschlechterung ihrer Kreditkonditionen kommen wird.
Welche wesentlichen Regelungen die Baseler Eigenkapitalvereinbarung mit sich bringt, ob und in wie weit sich die Kreditvergabepolitik seitens der Banken ändern wird und welche Bedeutung dies für den Mittelstand haben wird, soll Gegenstand meiner Arbeit sein. Ferner möchte ich in diesem Zusammenhang auf die besondere Bedeutung des Ratings eingehen, auf dessen Grundlage zukünftig alle Banken, die den „IRB - Ansatz“ verwenden werden, ihre Kreditentscheidung treffen werden.
1.2 Vorgehensweise
In Kapitel 2 soll zunächst neben dem rechtlichen und historischen Hintergrund die Entwicklung von Basel I zu Basel II aufgezeigt sowie auf die Motive, die zu der Novellierung von Basel I führten, eingegangen werden. Im Anschluss daran wird der generelle Aufbau von Basel II, konzipiert als „Drei Säulen Modell“, erläutert und die jeweiligen Verfahren zur Kreditrisikobemessung vorgestellt.
Um die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvereinbarung auf den Mittelstand sowie auf die Banken, untersuchen zu können (Kapitel 4), wird in Kapitel 3 zunächst der Begriff „Mittelstand“ definiert sowie die gesamtwirtschaftliche Bedeutung und die finanzielle Situation der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland dargestellt.
Das fünfte Kapitel befasst sich mit dem Thema Rating. Neben der Klärung des Begriffes „Rating“ sollen in diesem Kapitel die wesentlichen Neuerungen gegenüber der klassischen Bonitätsprüfung beschrieben werden und dabei die Gründe, die für ein externes oder internes Rating sprechen sowie die Unterschiede der beiden Verfahren, verdeutlicht werden.
Nach der Vorstellung der beiden Verfahren wird abschliessend speziell auf das Rating-Verfahren der Sparkassen Finanzgruppe, das so genannte DSGV-Rating sowie auf die Vergleichbarkeit der Rating-Urteile eingegangen.
2. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
2.1 Rechtlicher und historischer Hintergrund
[...]
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