Autoren: Gina Mero, Alessandra Gusatto
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)
Details
Institution/Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft)
Jahr: 2004
Seiten: 29
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 24 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 182 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-52141-3
Arbeit mit breitem Rand
Textauszug (computergeneriert)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim
Hauptseminar:
„Sprachvergleich und Übersetzen: Italienisch – Deutsch“
Sommersemester 2004
Hauptseminararbeit:
„Passiv und unpersönliche Konstruktionen
im Italienischen und im Deutschen“
von:
Alessandra Gusatto
Gina Mero
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 1
1. Das Passiv und die Passivierung 2
2. Das Passiv im Italienischen 4
2.1. Das essere-Passiv 4
2.2. Das venire-Passiv 6
3. Passivische Vorstellungen 7
3.1. Das andare-Passiv 7
3.2. Das rimanere-Passiv 8
3.3. Das avere-Passiv 9
3.4. Verbalpariphrase mit dem Infinitv 9
4. Unpersönliche Konstruktionen im Italienischen 10
4.1. Das si-impersonale 10
4.2. Das si-passivante 11
4.3. Weitere Wiedergabemöglichkeiten 13
5. Das Passiv im Deutschen 14
5.1. Allgemeines zum Passiv im Deutschen 14
5.1.1. Bildung des Passivs im Deutschen 16
5.1.2. Formen des Verbs im Passiv 16
5.1.3. Agensangabe beim Passiv 17
5.2. Das werden- oder Vorgangspassiv 17
5.2.1. Typ 1 17
5.2.2. Typ 2 18
5.2.3. Typ 3 18
5.2.4. Verben ohne Passivfähigkeit 18 5.2.5. Konkurrenz- bzw. Parallelformen des Vorgangspassivs 19
5.3. Das sein- oder Zustandspassiv 21
5.3.1. Typ 1 21
5.3.2. Typ 2 22
6. Unpersönliche Konstruktionen im Deutschen 23
6.1. Unpersönliche Konstruktionen mit es 23
6.2. Unpersönliche Konstruktionen mit man 24
Schlusswort 25
Bibliografie 26
Einleitung
In der vorliegenden Seminararbeit soll das im Rahmen des sprach-wissenschaftlichen Hauptseminars "Sprachvergleich und Übersetzen: Italienisch - Deutsch" behandelte Grammatikthema "Passiv und unpersönliche Konstruktionen im Italienischen und im Deutschen" kontrastiv dargestellt werden.
Ziel dieser Arbeit ist es, neben dieser kontrastiven Darstellung die übersetzungsrelevanten Schwierigkeiten beider grammatikalischer Kategorien zu verdeutlichen und an gegebener Stelle Übersetzungsvorschläge zu liefern.
Dabei wird zu Beginn eine kurze begriffliche Erläuterung der Kategorie Passiv geliefert. Auf einen modelltheoretischen Ansatz, wie etwa bei Milan, wird allerdings nicht allzu sehr eingegangen. Nichtsdestotrotz findet sein Werk Beachtung.
Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit wird die im ersten Teil vorgenommene Untersuchung des Vorkommens, der Bildung und der Funktion des Passivs und der unpersönlichen Konstruktionen im Italienischen und im Deutschen sein. Dabei werden sowohl die beiden Sprachen als auch die einzelnen grammatikalischen Kategorien getrennt voneinander behandelt.
Es sei darauf hingewiesen, dass die schriftliche Ausführung des Referates ebenfalls als gemeinsame Arbeit entstanden ist.
1. Das Passiv und die Passivierung
Im folgenden Kapitel soll ein Einblick in die Terminologie gegeben werden. Es wird erklärt, was unter dem häufig benutzten Ausdruck passiv,- bzw. aktiv zu verstehen ist. Des Weiteren wird erklärt, wie Passivsätze im Italienischen gebildet werden.
In Anlehnung an Carlo Milans Vorstellung von Passiv und Aktiv soll hier eine Definition beider Begriffe geliefert werden. Sie richtet sich nach morphologischen und relationellen Kriterien und erfolgt in zwei Schritten.
In einem ersten Schritt ist unter Passiv [...] "die Menge der durch die Verbalsyntagmen (...) essere/venire + PP gekennzeichneten Konstruktionen zu verstehen." (Milan, 1985, 57) Dieser erste Schritt ist aber insofern unzureichend, da Sätze wie:
"Il treno è arrivato da Roma à ′?Roma arriva il treno′" (Milan, 1985, 57)
zwar die Voraussetzung essere + PP erfüllt, aber bei dem Versuch, ihn umzustellen und ein Passiv daraus zu machen, scheitern. Bereits an dieser Stelle wird deutlich, dass ein weiteres Kriterium erfüllt werden muss.
Milan stellt an dieser Stelle ein theoretisches Modell, das Konversenmodell vor. Entsprechend diesem Modell ist das Passiv
[...] "als die Menge derjenigen durch die Verbalsyntagmen (...) essere/venire + PP gekennzeichneten Konstruktionen (zu) definieren, die in der zweifachen Relation der Konverse und der Konversion zu den entsprechenden, (...) Konstruktionen, stehen." (Milan, 1985, 58)
Unter dem Begriff der ′Konverse′ ist die formale Veränderung des verbalen Prädikats zu verstehen. (Milan, 1985, 58)
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