Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Marshall McLuhan: Das Medium ist die Botschaft - Diskussion einer grundlegenden ... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Marshall McLuhan: Das Medium ist die Botschaft - Diskussion einer grundlegenden These der Medientheorie im 20. Jh.

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 21 Pages
Author: Sarah Trede
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 21
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V58094
ISBN (E-book): 978-3-638-52381-3

File size: 224 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Athen WS 2005/06
Hauptseminar: Literaturwissenschaft und Medien
Fachbereich Deutsche Sprache und Literatur

Marshall McLuhan: Das Medium ist die Botschaft - Diskussion
einer grundlegenden These der Medientheorie im 20. Jh.

von: Sarah Trede

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographischer Abriss: Herbert Marshall McLuhan

3. McLuhans Medientheorie

3.1. „Das Medium ist die Botschaft“
3.2. Anthropologische Erklärungsansätze zur Medienwirkung
3.3. Sprache und Schrift – „Die Gutenberg Galaxis“

4. Ansichten McLuhans im Vergleich

4.1. Sprachkrise: Hofmannsthal und Schiller
4.2. Sinneswahrnehmung: Walter Benjamin
4.3. Buchdruck und Film: Béla Balász

5. Kritik und Schlussbemerkungen

6. Literaturverzeichnis


 

 

1. Einleitung

Seine Thesen wie die vom „globalen Dorf“ oder „Das Medium ist die Botschaft“ sind zwar allgemein geläufig und werden häufig phrasenartig verwendet, deren theoretischer Unterbau ist jedoch weitgehend unbekannt und auch mit dem Namen Marshall McLuhan kann, außerhalb der USA und Kanada, kaum jemand etwas verbinden. Und das, obwohl sich auch heute noch ein Großteil der Medientheoretiker wenigstens teilweise auf seine Thesen bezieht.

Der geringe Bekanntheitsgrad des Inhalts seiner Thesen liegt sicher zum einen daran, dass McLuhan seine Theorien, die er in seinen Werken vorstellt, nicht kausal beschreibt, sondern „die Form der Linearität durch die Figur eines Mosaiks“1 ersetzt, was es einigermaßen schwierig macht, seine Werke und Thesen linear darzustellen und zu veranschaulichen. Denn seine Bücher sind „absichtlich unlogisch: Sie bewegen sich im Kreise, enthalten häufige Wiederholungen, sind unqualifiziert, gnomisch, zügellos.“2 Einerseits finden sich dadurch Ausschnitte aus seinen Werken bruchstückartig in vielen Medientheorien3, andererseits wurde er durch diese Darstellungsweise oft als „Wirrkopf“ angesehen und abgelehnt.

Seine Anfang der 60er Jahre erschienen Werke „The Gutenberg Galaxy“ und „Understanding Media“ trafen in den USA und Kanada den Nerv der Zeit und seine These der Entstehung einer neuen Ära der Elektronik wurden von den Vertretern der Pop-Art und der Protest-Jugendkultur begrüßend aufgenommen, sowie auch in akademischen Kreisen heftig diskutiert; wohingegen seine Ideen in der BRD keine Akzeptanz fanden. Dies lag zum größten Teil an der Tatsache, dass die politische Linke ihn als ideologischen Gegner einstufte.4

So beurteilt ihn Hans Magnus Enzensberger in seinem Werk „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ (1970) als „unfähig zu jeder Theoriebildung“ und sieht seine Thesen generell als indiskutabel an, da er sich „aufgrund mangelnden politischen Bewusstseins“ vom Kapitalismus vereinnahmt haben lasse.5 Während seine Thesen damals provozierten und die Öffentlichkeit spalteten, werden sie heute eher auf sachlicher Ebene diskutiert, wobei jedoch eine breite Für-und-Wider- Fraktion immer noch existent ist.6

Die Tatsache aber, dass sich immer noch mit ihnen auseinander gesetzt wird und sie also an Aktualität auch nach 50 Jahren nicht verloren haben, liegt wohl daran, dass die großflächige und in alle Lebensbereiche hineinragende Medialisierung der (zumindest westlichen) Welt, mit derem Wesen McLuhan sich zentral beschäftigt, erst heute (bzw. die letzten 10 Jahre) wirklich so eingetroffen und präsent ist. Dadurch können seine Werke heute fast eher als zum Zeitpunkt ihres Erscheinens Denkanstöße zur Macht der Medien liefern und zu einem gewissen Grad erläutern, warum und wodurch ein Medium bzw. die Medialisierung in unsere Gesellschaft eingreift und diese eventuell grundlegend verändert. Ich möchte hierbei so vorgehen, dass ich nach einem kurzen Überblick über das Leben Marshall McLuhans, einige seiner Hauptthesen vorstelle und zu erläutern versuche, um diese danach auf Parallelen zu unserem Seminar bzw. zu anderen Theoretikern zu untersuchen. Schließlich soll abschließend der Frage nach der Nutz- und Anwendbarkeit seiner Theorie nachgegangen, sowie Kritikpunkte angesprochen werden.

2. Biographischer Abriss: Herbert Marshall McLuhan (1911-1980)

Zu McLuhans Biographie möchte ich nur stichwortartig anmerken, was, meiner Meinung nach, für seine Werke von Relevanz ist. Geboren und aufgewachsen in Alberta, Kanada, studiert McLuhan Anglistik in Manitoba und später in Cambridge, wo er beginnt, sich mit der modernen englischen Literatur (v.a. Edgar Allan Poe, Ezra Pound und James Joyce) und mit der Literaturtheorie des „New Criticism“ zu beschäftigen, was sein eigenes Werk später stark beeinflussen soll.7 Nach seinem Examen 1936 in Cambridge lehrt er als Dozent an verschiedenen Universitäten der USA und Kanada.

[...]


1 Kloock/Spahr: „Medientheorien“, 1997. S. 41.

2 Stearn: “McLuhan Für & Wider, 1969. S. 69.

3 In Kloock/Spahr, S. 40 zu diesem Phänomen: „Auffällig verbreitet ist dabei das Verfahren, seine Schriften nicht als einheitliche Theorie zu behandeln, sondern als Steinbruch, aus dem bestimmte Ideen genutzt werden können und andere nicht. So beruft sich eine Vielzahl, teilweise konträrer Positionen auf ihn.“

4 Vgl. Kloock/Spahr, S. 39f.

5 Kloock/Spahr, S. 40.

6 Siehe hierzu v.a. Stearn.

7 Vgl. Kloock/Spahr, S. 46f.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/58094/marshall-mcluhan-das-medium-ist-die-botschaft-diskussion-einer-grundlegenden
please wait Please wait