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Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen Umfelds auf die Lesekompetenz

Termpaper, 2005, 27 Pages
Author: Daniela Schmitt
Subject: German Studies - Miscellaneous

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 27
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V58126
ISBN (E-book): 978-3-638-52405-6
ISBN (Book): 978-3-638-66275-8
File size: 245 KB

Abstract

Seit der Fernseher in den 1950-er Jahren Einzug in unsere Wohnzimmer gehalten hat, wurden immer wieder Bedenken geäußert, dass der Fernsehkonsum schädliche Wirkungen haben könnte. Neben Befürchtungen im Hinblick auf die soziale und emotionale Entwicklung wird heute vor allem die Beeinträchtigung der Sprach- und Lesefertigkeiten von Kindern diskutiert. Über die Folgen des Fernsehens bei Kindern und Jugendlichen wird viel debattiert. Zu nennen sind hierbei hauptsächlich die schlechteren Schulleistungen der Kinder und Jugendlichen, welche täglich mehrere Stunden vor dem Fernsehgerät verbringen. Diese Beobachtung legt die Vermutung nahe, dass diese Entwicklung auf die geringe Lesehäufigkeit solcher so genannten Viel-Seher, welche sich durch erhöhten Fernsehkonsum auszeichnen, zurückzuführen ist. Die folgende Hausarbeit beleuchtet verschiedene Forschungsansätze, welche hemmende, wie auch fördernde Einflüsse des medialen Umfeldes auf die Entwicklung von Lesekompetenz aufzeigen. Zum besseren Verständnis erfolgt im zweiten Gliederungspunkt eine Hinleitung zur Thematik, indem der Stellenwert des Buches und des Lesens in der heutigen Zeit herausgestellt wird. Im Anschluss daran wird ein kurzer Überblick über Leseerziehung und Leseverhalten gegeben, sowie ein Einblick in das Medienangebot, als auch die Mediennutzung, insbesondere des Fernsehens. Im Folgenden werden die verschiedenen Forschungsansätze vorgestellt, die seit der Einführung des Fernsehens diskutiert wurden und zu der heutigen Erkenntnis über hemmende und fördernde Einflüsse auf das Leseverhalten geführt haben. Hierbei wird klar ersichtlich, dass die Forschung eher die hemmenden Einflüsse des medialen Umfeldes auf Kinder und Jugendliche postuliert, während fördernde Einflüsse eher als Begleiterscheinung der Studien einhergingen. Abschließend werden die Ergebnisse in einer Schlussbetrachtung gesichert.


Excerpt (computer-generated)

Universität Mannheim, Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptseminar: Lesesozialisation in der Mediengesellschaft
SS 2005

Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen
Umfelds auf die Lesekompetenz

von: Daniela Schmitt

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Vergleich der Medienangebote 3

2.1 Stellenwerte des Buches und des Lesens  3
2.2 Der Zusammenhang zwischen Leseerziehung und Leseverhalten  4
2.3 Medienangebot und Mediennutzung 7
2.4 Lesekompetenz als Voraussetzung für Medienkompetenz 10

3 Hemmende Einflüsse des medialen Umfelds bei der Entwicklung von Lesekompetenz  12

3.1 Forschungsergebnisse  12

3.1.1 Hemmungshypothesen  12

3.2 Ursache und Wirkung 13
3.3 Relevante Erkenntnisse aus der pädagogisch-psychologischen Lese- Rechtschreib-Forschung 16
3.4 Befunde der Würzburger Studie zum hemmenden Einfluss des Fernsehens auf Lesekompetenzen  17

4 Fördernde Einflüsse des medialen Umfelds bei der Entwicklung von Lesekompetenz  19

5 Fazit  22

6 Literaturverzeichnis  24



 

 

1 Einleitung

Fernsehen stellt für viele Kinder und Jugendliche eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen dar und hat somit den Klassiker „Buch“ stellenweise verdrängt. Flüchtig betrachtet lässt sich ein hauptsächliches Motiv für das Fernsehen in einer Besserung der Stimmung und einer Abwechslung vom Alltag finden. Die Ablenkung wird oberflächlich gesehen, durch das Fernsehen einfacher erreicht, als durch das Lesen. Der Zuschauer erhält beim Einschalten sofort eine Zerstreuung von Alltagsproblemen und erfährt in dieser Form Entspannung und Abwechslung. Auf diese Weise wird Fernsehen leicht zur Gewohnheit und kann sogar einen Suchteffekt hervorrufen.

Seit der Fernseher in den 1950-er Jahren Einzug in die Wohnzimmer gehalten hat, wurden immer wieder Bedenken geäußert, dass der Fernsehkonsum schädliche Wirkungen haben könnte. Neben Befürchtungen im Hinblick auf die soziale und emotionale Entwicklung wird heute vor allem die Beeinträchtigung der Sprach- und Lesefertigkeiten von Kindern diskutiert. Über die Folgen des Fernsehens bei Kindern und Jugendlichen wird viel debattiert. Zu nennen sind hierbei hauptsächlich die schlechteren Schulleistungen der Kinder und Jugendlichen, welche täglich mehrere Stunden vor dem Fernsehgerät verbringen. Diese Beobachtung legt die Vermutung nahe, dass diese Entwicklung auf die geringe Lesehäufigkeit solcher so genannten Viel-Seher, welche sich durch erhöhten Fernsehkonsum auszeichnen, zurückzuführen ist.

Die folgende Hausarbeit beleuchtet verschiedene Forschungsansätze, welche hemmende, wie auch fördernde Einflüsse des medialen Umfeldes auf die Entwicklung von Lesekompetenz aufzeigen. Zum besseren Verständnis erfolgt im zweiten Gliederungspunkt eine Hinleitung zur Thematik, indem der Stellenwert des Buches und des Lesens in der heutigen Zeit herausgestellt wird. Im Anschluss daran wird ein kurzer Überblick über Leseerziehung und Leseverhalten gegeben, sowie ein Einblick in das Medienangebot, als auch die Mediennutzung, insbesondere des Fernsehens. Im Folgenden werden die verschiedenen Forschungsansätze vorgestellt, die seit der Einführung des Fernsehens diskutiert wurden und zu der heutigen Erkenntnis über hemmende und fördernde Einflüsse auf das Leseverhalten geführt haben. Hierbei wird klar ersichtlich, dass die Forschung eher die hemmenden Einflüsse des medialen Umfeldes auf Kinder und Jugendliche postuliert, während fördernde Einflüsse eher als Begleiterscheinung der Studien einhergingen. Abschließend werden die Ergebnisse in einer Schlussbetrachtung gesichert.

2 Vergleich der Medienangebote

2.1 Stellenwerte des Buches und des Lesens

Das Lesen konkurriert heute mit einer Vielzahl verschiedener Freizeitaktivitäten und Medienangeboten um die Aufmerksamkeit von Kindern, Jugendlichen, wie auch von Erwachsenen. Der Informationsfluss ist schon längere Zeit nicht mehr nur auf Printmedien, wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher beschränkt, sondern weißt in der Zwischenzeit eine enorme Bandbreite auf. Möchte sich der Leser aktuelle Informationen besorgen, greift er zwar nach wie vor zur Tageszeitung. Für oberflächliche Unterhaltung jedoch, zieht der Leser, wie auch der Nicht- Leser, das Fernsehen den anderen Medien vor. Im Gegenzug dienen Zeitschriften zum Einen der Unterhaltung, zum Anderen der Informationsbeschaffung.1 Verschiedenste Bedürfnisse werden offenbar durch das Lesen von Büchern und anderen Printmedien erfüllt, da trotz des enormen Angebotes an neueren Medien, ein Drittel der Jugendlichen noch regelmäßig zu Büchern greift.2 Das Buch wird offenbar von der Bevölkerung genutzt, um tiefere Entspannung zu finden und dem Alltag ein wenig zu entfliehen.3

Wenn Jugendliche alleine sind, ist das Buch noch durchaus konkurrenzfähig und steht, laut verschiedenster Umfragen, mit dem Musikhören und Fernsehen auf einer Stufe. Wenn es darum geht, von den Alltagsproblemen Abstand zu gewinnen, greifen Kinder und Jugendliche somit viel eher zum Medium Buch. Das Fernsehen stellt hier keine Alternative dar, um vollkommen in eine andere Welt abzutauchen.4 Laut dem Lesebarometer fällt es Kindern und Jugendlichen mit zunehmendem Alter schwerer, ein Buch zu lesen. Gründe hierfür lassen sich im Zeitmangel, der fehlenden Ruhe und hohen Anforderungen in der Schule finden. Hier werden von den Schülern, allem Anschein nach, andere Prioritäten gesetzt.5

[...]


1 Harmgarth, F. (1999): S. 39.

2 Vgl. ebd., S. 25.

3 Vgl. ebd., S. 39.

4 Vgl. ebd., S. 26.

5 Vgl. Harmgarth, F. (1999): S. 28.


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