Autor: Susanne Mascow
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Eberswalde (Fachbereich Wirtschaft und Landschaftsnutzung/Naturschutz)
Jahr: 2005
Seiten: 29
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 22 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 262 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-52434-6
ISBN (Buch): 978-3-638-66581-0
Zusammenfassung / Abstract
Kaum ein anderes Entwicklungsland hat sich das Label Ökotourismus so auf die Fahnen geschrieben wie Ecuador. Ökotourismus kann eine echte Einkommensalternative für lokale Gemeinden sein und gleichzeitig zur Erhaltung der Biodiversität beitragen – Ökotourismus ist aber auch eine beliebte Marketingstrategie und das Angebot dahinter entspricht nicht immer unbedingt den damit verbundenen ökologischen, soziokulturellen und sozioökono-mischen Kriterien. Die Frage ist nun: Erfüllt Ecuador, wenn es mit Ökotourismus wirbt, auch wirklich die Kriterien für Ökotourismus oder folgt es lediglich einer boomenden Mar-ketingstrategie...? Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist Ökotourismus in den Páramos, d.h. dem Hoch-land Ecuadors. Diese Region wurde ausgewählt, da sie zum einen landschaftlich überaus reizvoll ist und zum anderen wenig Literatur darüber existiert. Veröffentlichungen über Ökotourismus in Ecuador konzentrieren sich meistens auf Projekte im Amazonasgebiet. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, einen möglichst umfassenden Überblick über das Ökotourismus-angebot in den Páramos Ecuadors zu vermitteln. Desweiteren soll untersucht werden, ob der vorhandene Ökotourismus tatsächlich den Kriterien für Ökotourismus entspricht. Diese Zielsetzung ist eine weiterer Grund für die Konzentration auf nur ein Ökosystem, da nur durch diese Eingrenzung eine detaillierte Be-trachtung möglich ist. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die Ökotourismusan-gebote im Páramo durchaus repräsentativ sind für ähnliche Projekte im ganzen Land. Nach einer knappen Einführung in das Land Ecuador sowie das Ökosystem Páramo, wird kurz auf Rahmenbedingungen und Definition von Ökotourismus in Ecuador einge-gangen, bevor dann die ausführliche Darstellung verschiedener Ökotourismusangebote er-folgt und ein abschließendes Fazit gezogen wird.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Eberswalde
Fachbereich Wirtschaft und Landschaftsnutzung/Naturschutz
Masterstudiengang „Nachhaltiger Tourismus“
Modul: Ökotourismus
Ökotourismus in den Páramos Ecuadors
von: Susanne Mascow
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 3
2. ECUADOR 4
2.1. DIE ANDINEN PÁRAMOS 4
2.2. ÖKOTOURISMUS IN ECUADOR 5
2.2.1. RAHMENBEDINGUNGEN UND -AKTEURE 5
2.2.2. DEFINITION ÖKOTOURISMUS 7
3. ÖKOTOURISMUS IN DEN PÁRAMOS 10
3.1. UNTERKÜNFTE 10
3.2. GEMEINDEBASIERTE ÖKOTOURISMUSPROJEKTE 22
3.3. REISEANBIETER 24
4. FAZIT 26
5. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 28
1. EINLEITUNG
Kaum ein anderes Entwicklungsland hat sich das Label Ökotourismus so auf die Fahnen geschrieben wie Ecuador. Ökotourismus kann eine echte Einkommensalternative für lokale Gemeinden sein und gleichzeitig zur Erhaltung der Biodiversität beitragen – Ökotourismus ist aber auch eine beliebte Marketingstrategie und das Angebot dahinter entspricht nicht immer unbedingt den damit verbundenen ökologischen, soziokulturellen und sozioökonomischen Kriterien. Die Frage ist nun: Erfüllt Ecuador, wenn es mit Ökotourismus wirbt, auch wirklich die Kriterien für Ökotourismus oder folgt es lediglich einer boomenden Marketingstrategie...? Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist Ökotourismus in den Páramos, d.h. dem Hochland Ecuadors. Diese Region wurde ausgewählt, da sie zum einen landschaftlich überaus reizvoll ist und zum anderen wenig Literatur darüber existiert. Veröffentlichungen über Ökotourismus in Ecuador konzentrieren sich meistens auf Projekte im Amazonasgebiet. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, einen möglichst umfassenden Überblick über das Ökotourismusangebot in den Páramos Ecuadors zu vermitteln.
Desweiteren soll untersucht werden, ob der vorhandene Ökotourismus tatsächlich den Kriterien für Ökotourismus entspricht. Diese Zielsetzung ist eine weiterer Grund für die Konzentration auf nur ein Ökosystem, da nur durch diese Eingrenzung eine detaillierte Betrachtung möglich ist. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die Ökotourismusangebote im Páramo durchaus repräsentativ sind für ähnliche Projekte im ganzen Land. Nach einer knappen Einführung in das Land Ecuador sowie das Ökosystem Páramo, wird kurz auf Rahmenbedingungen und Definition von Ökotourismus in Ecuador eingegangen, bevor dann die ausführliche Darstellung verschiedener Ökotourismusangebote erfolgt und ein abschließendes Fazit gezogen wird.
2. ECUADOR
„Ein ganzer „Kontinent“ voller Naturwunder und magischer Exotik...“ (Feser, 2002, S. 13). Ecuador ist mit einer Fläche von 272.000 Quadratkilometern1 der kleinste der Andenstaaten und doch gleichzeitig eines der vielfältigsten Länder Südamerikas – sowohl in kultureller als auch geographischer Hinsicht. Die Bevölkerungszahl liegt bei etwa 13 Millionen Einwohnern – darunter 13 verschiedene indigene Stämme des Amazonasgebietes und der Andenregion, Afroamerikaner, Mestizen, Europäer und Asiaten. Eine ähnliche Vielfalt bietet die in vier Regionen unterteilte Landschaft: im Osten das noch wenig besiedelte Amazonas-Gebiet – im Innern das Andenhochland mit bis zu 6.300 m hohen schneebedeckten Vulkangipfeln – im Westen das tropische Küstentiefland – und ca. 1.000 km vom Festland entfernt, das im Pazifik gelegene Galápagos-Archipel (a.a.O., S. 13). Das Besondere an Ecuador ist, dass – mit Ausnahme von Galapagos – alle diese komplett unterschiedlichen Landschaftsformen nur wenige Autostunden voneinander entfernt liegen. In anderen südamerikanischen Ländern erfordert ein ähnlich kontrastreiches Programm mitunter mehrere Tagesreisen. Diese Arbeit wird sich geographisch auf die Andenregion, speziell die Páramos konzentrieren, weshalb diese nachfolgend etwas näher beschrieben werden.
2.1. DIE ANDINEN PÁRAMOS
Als Páramos bezeichnet man die andinen Hochebenen – i.d.R. weite offene Grassteppen mit gelegentlichen Gruppen von Sträuchern in geschützteren Gegenden. In den ecuadorianischen Anden liegen die Páramos i.d.R. auf einer Höhe von 3.500m bis 4.500m über dem Meeresspiegel2 – wobei sie allerdings in bestimmten Zonen mitunter auch schon bei 2.800m beginnen. Das ist entweder klimatisch bedingt oder die Folge menschlicher Eingriffe. 3 Die Páramos bedecken etwa ein Zehntel der Landesfläche Ecuadors, sind Heimat hunderttausender überwiegend indigener Bewohner, die in kleinen Dorfgemeinschaften von der Landwirtschaft leben und sie stellen ein wichtiges Ökosystem dar. Die klimatischen Bedingungen im Hochland – warme bis heiße Tage und eisige Nächte – sowie die vulkanischen
Abb. 1: Landschaftsregionen Ecuadors [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Aktivitäten haben eine Vielzahl interessanter und einzigartiger, endemischer Pflanzenformen hervorgebracht. Typisch sind u.a. grasartige Pflanzen (Páramogras) und Kletterpflanzen – sehr herausragend und bekannt sind die riesigen Frailejones (Mönchspflanzen) im Norden sowie die Polilepsisbäume (Papierbaum-Wälder). Páramos sind ebenfalls der ideale Lebensraum für eine Reihe von Tieren, u.a. Kondore, Lamas, Pumas, Tapire und Bären4. Insgesamt sind sie Heimat für mehr als 2000 Pflanzen- und Tierarten5. Das Andenhochland ist außerdem ein bedeutsames Wasserreservoir. Der Gras-Páramo dient als natürlicher Filter für sauberes Wasser. Viele kleine Seen sammeln das Regen- sowie das Gletscherschmelzwasser und sichern so die Trinkwasserversorgung der in den Tälern lebenden Bevölkerung (a.a.O.).
Der Páramo gehört zu den – zumindest theoretisch – am besten geschützten Ökosystemen in Ecuador. Vierzehn von insgesamt 35 Schutzgebieten beinhalten Páramo- Landschaften, z.T. sogar als dominantes Ökosystem6. Im Laufe der letzten Jahre hat die Diskussion um das Management und den Schutz des Páramos stark zugenommen, da man sich endlich seiner ökologischen und kulturellen Bedeutsamkeit und nicht zuletzt auch seiner touristischen Attraktivität bewusst geworden ist7. Diese weiten Hochebenen, aus denen sich dann und wann majestätisch ein gigantischer schneebedeckter Vulkan erhebt, bergen mit ihrer abwechslungsreichen Schönheit ein enormes touristisches und v.a. ökotouristisches Potential. Ecuador hat diese Nische für sich entdeckt und versucht, sich international als die Ökotourismusdestination zu profilieren8.
2.2. ÖKOTOURISMUS IN ECUADOR
2.2.1. RAHMENBEDINGUNGEN UND -AKTEURE
[...]
1 entspricht etwa der Fläche der alten Bundesrepublik
2 bis zur Gletschergrenze
3 http://www.condesan.org/ppa/Ecuador.htm (Consorcio para el Desarollo Sostenible de la Ecoregión Andina)
4 http://www.ecuaworld.de/discover/sierra.htm
5 http://www.ecuador-travel.net/information.biodiversity.ecosystems.paramo.htm
6 http://www.condesan.org/ppa/Ecuador.htm (Consorcio para el Desarollo Sostenible de la Ecoregión Andina)
7 http://www.paramosecuador.org
8 http://www.ecoturismo.gov.ec/paginas/ecoturismo.htm (offiz. Ökotourismus-Seite des Ministerio de Turismo)
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