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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 22 Pages
Author: Nadine Kröschel
Subject: Romance Languages - French Linguistics
Details
Institution/College: University of Marburg ( Institut für Anglistik und Amerikanistik)
Tags: Wortstellung, Informationsstruktur, Französischen, Seminar, Funktionale, Satzperspektive
Year: 2005
Pages: 22
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52443-8
File size: 170 KB
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Excerpt (computer-generated)
Philipps-Universität Marburg
FB 10 Institut für Anglistik und Amerikanistik
SE: Funktionale Satzperspektive
Sommersemester 2005
Wortstellung und Informationsstruktur des Französischen
von: Nadine Kröschel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die Informationsstruktur des Französischen 2
2.1. Das Konzept der Thema-Rhema-Gliederung 2
2.2 Die Topic-Comment Struktur 5
3. Thematische Progression im modernen Französisch 9
3.1. Lineare Progression 10
3.2. Progression mit durchlaufendem Thema 10
3.3 Progression mit abgeleitetem Thema 11
3.4 Aktiv-Passivkonstruktionen 11
4. Herausstellungsstrukturen 14
4.1. Die Extraposition des Subjekts 15
4.2. Die Inversion des Subjekts 15
5. Satzsegmentierung 17
5.1. Linksversetzung 18
5.2. Rechtsversetzung 19
6. Schlussfolgerung 20
7. Literatur 21
1. Einleitung
Im Rahmen der Funktionalen Satzperspektive (FSP) gliedert sich im Allgemeinen die Aussage in zwei Teile, nämlich das Thema oder den Gegenstand der Aussage und das Rhema oder das, was über den Gegenstand der Aussage gesagt wird. Diese beiden Teile stellen zwei komplementäre Mitteilungsfunktionen von verschiedenen semantischen Bestandteilen einer Aussage dar. Die FSP befasst sich mit dem Konzept der Gliederung in Thema und Rhema bzw. Topic und Comment, wobei die kommunikative Funktion der Elemente für die jeweilige Perspektive entscheidend ist. Die FSP, auch Mitteilungsperspektive (MP) oder Thema-Rhema Gliederung (TRG) genannt, untersucht des weiteren die Verteilung der Information in Sätzen.
Die TRG bietet verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Informationen nach ihrem Schwerpunkt zu gewichten. Hierzu wird neben der thematischen Progression (TP), Aktiv-Passiv- Konstruktionen und verschiedener Herausstellungsstrukturen, wie beispielsweise die Extraposition des Subjekts oder dessen Inversion, auch die Satzsegmentierung angewandt. Bereits die Linguisten der Prager Schule, sowie führende amerikanische Linguisten befassten sich mit der Wortstellung und der Informationsstruktur von Sprache im Allgemeinen. Jedoch muss hierbei die Funktionale Satzanalyse streng von der Formalen unerschieden werden. Die FSP beschreibt die Organisation einer Aussage aus einem bestimmten Blickwinckel heraus. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die FSP des Fränzösischen geben. Hierzu werden sowohl die Aufteilung der Aussage in Thema und Rhema bzw. Topic und Comment, als auch thematische Progression, das Verhältnis von Aktiv- und Passivsätzen im Textzusammenhang, sowie die für das Französische typischen Herausstellungsstrukturen berücksichtigt. Anhand dieser Grundlagen der Funktionalen Satzperspektive soll in der vorliegenden Arbeit die Wortstellung und die Informationsstruktur des moderne Französisch beschrieben werden.
2. Die Informationsstruktur des Französischen
Zur Beschreibung der Informationsstruktur wird häufig der von der Prager Schule eingeführte Begriff der Funktionalen Satzperspektive (FSP), die eine Zweiteilung der Aussage in Thema und Rhema vollzieht, verwendet. Eingeführt wurden diese beiden Begrifflichkeiten von Vilém Mathesius:
„ A closer examination of sentences from the viewpoint of assertiveness shows an overwhelming majority of all sentences to contain two basic elements : a statement and an element about which the statement is made. <…>The element about which something is stated may be said to be the basis of the utterance or the theme, and what is stated about the basis is the nucleus of the utterance or the rheme.” (Mathesius 1975: 81)
Diese Terminologie erlaubt es, die ursprüngliche Lateinische Teilung und Subjekt und Prädikat beizubehalten. Demnach ist das Thema dem Subjekt und das Rhema dem Prädikat das am nächsten stehende Element. Folglich waren also diese beiden Termini schon lange vor Mathesius entwickelt worden, nur wählte er andere Bezeichnungen.
Thema und Rhema nehmen Bezug auf den Bekanntheitsgrad und den Mitteilungswert der Satzteile. Dagegen befassen sich Topic und Comment mit dem Zusammenhang von Aussagegegenstand und Aussageinhalt (Tschida 1995). Eine Trennung dieser beiden Begriffspaare erweist sich daher des öfteren als äußerst schwierig.
2.1 Das Konzept der Thema-Rhema-Gliederung
Thema und Rhema ermöglichen es, die Informationsstruktur einer Aussage genauer zu betrachten, während sich die Termini Subjekt und Prädikat eher der syntaktischen Struktur einer Aussage widmen.
Der sprachliche Ausdruck kann, bedingt durch seine Stellung im Satz, entweder Thema oder Rhema sein, wobei seine Stellung vom jeweiligen Informationsschwerpunkt im Textzusammenhang abhängig ist. So ist beispielsweise das Thema im modernen Französisch meist mit Front-, das Rhema dagegen meist mit Endstellung verbunden:
[...]
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