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Die Rolle der öffentlichen Meinung im Krieg am Beispiel des Dritten Golfkrieges

Autor: Marco Müller
Fach: Soziologie - Krieg und Frieden, Militär

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Details

Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2004
Seiten: 12
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 88 KB
Archivnummer: V58233
ISBN (E-Book): 978-3-638-52487-2

Textauszug (computergeneriert)

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Seminar für Soziologie

Die Rolle der öffentlichen Meinung im Krieg am Beispiel des Dritten Golfkrieges

Schriftliches Referat zum Hauptseminar:
Soziologie des Krieges

von

Marco Müller

 

 

Inhalt

Einleitung  3

1. Der Vietnamkrieg und der zweite Golfkrieg  4

2. Der dritte Golfkrieg  6
2.1. Informationspolitik und Propagandaapparat der Bush-Administration  6
2.2. Die öffentliche Meinung während der Operation ‚Iraqi Freedom’  7

Schlusswort  11

Literaturverzeichnis  12

 

 

Einleitung

Im Frühjahr dieses Jahres starteten die USA eine beispiellose Militäroffensive gegen den Irak. Obwohl dem von langer Hand geplanten Krieg ein Mandat des UNO-Sicherheitsrates fehlte und er gegen geltendes Völkerrecht verstieß, stand der größte Teil des amerikanischen Volkes geschlossen hinter der Bush-Administration und den Soldaten im Irak.

Die folgende Arbeit soll darlegen, inwiefern die öffentliche Meinung in einer Kriegsituation beeinflusst werden kann. Es sollen hier vor allem die US-amerikanische Informations- und Propagandapolitik sowie die Rolle der US-Medien und deren Auswirkungen auf die öffentliche Meinung aufgezeigt werden.

Um die Auswirkungen des dritten Golfkrieges besser verstehen zu können, werden im ersten Teil dieser Arbeit vergangene militärische Konflikte der USA in Bezug auf Informationspolitik und die Rolle der Medien dargelegt. Dabei werden vor allem der Vietnamkrieg sowie der zweite Golfkrieg in den Mittelpunkt der Betrachtungen rücken.

Im zweiten Teil sollen jene Aspekte hinsichtlich des dritten Golfkriegs betrachtet werden. Dabei soll analysiert werden, aus welchen Gründen die Öffentlichkeit während des Krieges in großem Maße hinter ihrem Präsidenten gestanden hat. In diesem Zusammenhang soll aufgezeigt werden, inwiefern die Regierung George W. Bush Jr. mit den Medien umgeht und diese in geschickter Weise für sich nutzt.
Die Kriegsberichterstattung betreffend hat der dritte Golfkrieg sicherlich eine vollkommen neue Dimension erreicht. Viele Journalisten warfen das eigentliche Berufsethos, investigative und kritische Arbeit, fast vollkommen über Bord. Dieser Problematik soll in der vorliegenden Arbeit ebenfalls nachgegangen werden, da insbesondere die Art der Kriegsberichterstattung ein Hauptausschlag gebender Faktor für die Bildung einer öffentlichen Meinung darstellt.

1. Der Vietnamkrieg und der zweite Golfkrieg

Um die US-amerikanische Zensur- und Informationspolitik und dessen Auswirkungen auf die öffentliche Meinung besser nachvollziehen zu können ist es ratsam das Vorgehen der USA während vergangener militärischer Konflikte und dessen Effekte auf die öffentliche Meinung kurz zu betrachten. Diesbezüglich sollen in diesem Abschnitt vor allem der Vietnamkrieg sowie der zweite Golfkrieg in den Mittelpunkt der Ausführungen rücken.

Im Vietnamkrieg erlebten die amerikanischen Soldaten auf zahlreichen Schlachtfeldern zum Teil bittere Niederlagen und mussten wesentlich größere Verluste in Kauf nehmen, als dies zuvor befürchtet worden war.

Im Kriegsgebiet waren viele freie Journalisten vor Ort, die die Geschehnisse unverschleiert in die Heimat übertrugen. So wurden mitunter brisante Einzelheiten über die amerikanische Kriegsführung bekannt: Zahlreiche Übergriffe gegen die vietnamesische Zivilbevölkerung sowie Gräueltaten wie etwa das Massaker von My Lai traten an die Öffentlichkeit und lösten weltweit Entrüstung und Entsetzen aus. Auch die so genannten Pentagon Papers, Geheimdokumente des amerikanischen Verteidigungsministeriums zur Vorgeschichte des US-Engagements in Vietnam, die 1971 unter anderem in der New York Times veröffentlicht worden waren, trugen maßgeblich zur Diskreditierung der US-Regierung bei.1

Diese Art der Kriegsberichterstattung hatte zur Folge, dass sich große Teile der US-Bevölkerung gegen den Krieg wandten. So formierte sich Ende der 60er Jahre ein breiter Protest sowie zahlreiche Friedensbewegungen, die nicht nur in den USA, sondern weltweit aktiv waren.

[....]


1 Vgl.: http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB48/

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