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Termpaper, 1999, 17 Pages
Author: Bettina Dettendorfer
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Details
Institution/College: University of Trier (Allgmeine Pädagogik)
Tags: Bildung, Rahmen, Kulturpolitik, Bildung, Aufgabe, Gesellschaft
Year: 1999
Pages: 17
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-52569-5
File size: 144 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Trier Pädagogik
Seminars: Bildung als kulturelle Aufgabe der Gesellschaft
Wintersemester 1998/1999, 3. Fachsemester
Bildung im Rahmen von Kulturpolitik
von: Bettina Dettendorfer
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung S. 1
2 Definitorische Abgrenzung S. 1
2.1 Bildung S. 1
2.2 Kulturpolitik S. 2
3 Neue Kulturpolitik S. 3
3.1 Soziokultur/Alltagskultur S. 3
3.2 Demokratisierung/“Kultur für alle“ S. 3
4 Kulturelle Bildung S. 4
4.1 Aspekte der kulturellen Bildung S. 5
4.1.1 Sozialer Aspekt S. 5
4.1.2 Kreativer Aspekt S. 6
4.1.3 Kommunikativer Aspekt S. 6
4.2 Konzeptionelle Bereiche der kulturellen Bildung S. 7
4.2.1 Freizeit-kulturelle Bildung S. 7
4.2.2 Musisch-kulturelle Bildung S. 7
4.2.3 Sozio-kulturelle Bildung S. 8
4.3 Zielfunktionen der kulturellen Bildung S. 8
4.3.1 Emanzipatorische Funktion S. 8
4.3.2 Kompensatorische Funktion S. 9
4.3.3 Heilpädagogische Funktion S. 9
5 Kulturmanagement S. 10
5.1 Definition S. 10
5.2 Funktionen und Ziele S. 10
5.3 Instrumente der Finanzierung S. 12
6 Zukunft der Bildung im Rahmen von Kulturpolitik S. 13
7 Literaturverzeichnis S. 15
1 Einleitung
Das kulturelle Ereignis und Erlebnis macht nach Ansicht von KulturpolitikerInnen mit der Welt des Kreativen umfassende Bildung erst möglich. In der Kultur findet sich jederzeit das reflexive Moment der Bildung, wobei ein Berührungsbereich von Kultur und Bildung entsteht, der oft ausgeblendet wird1. Es gibt eine enge Verbindung zwischen Kultur und Bildung mit dem Bezugspunkt im Individuum.2
In dieser Arbeit soll untersucht werden, welchen Stellenwert Bildung im Rahmen von Kulturpolitik einnimmt. Dazu sollen zunächst einmal die Begriffe Bildung und Kulturpolitik definiert und so voneinander abgegrenzt werden. Ein erster Schwerpunkt dieser Arbeit beschäftigt sich damit, die bildungsrelevanten Merkmale der sogenannten Neuen Kulturpolitik der 60er und 70er Jahre herauszuarbeiten. Darüber hinaus liegt ein weiteres Gewicht auf dem Feld der kulturellen Bildung, so sie als Teilwissenschaft der Erziehungswissenschaft verstanden wird. Unter diesem Gesichtspunkt sollen Aspekte, konzeptionelle Bereiche und Zielfunktionen der kulturellen Bildung betrachtet werden. Einen dritten thematischen Schwerpunkt stellt die Kulturpolitik der neunziger Jahre dar, das Kulturmanagement. Die Definition des Begriffes, die Ziele des Kulturmanagements und seine Instrumente sollen aufzeigen, inwieweit in einer Kulturpolitik, die als Management verstanden wird, Bildung möglich ist.
2 Definitionen
2.1 Bildung
Bildung wird als das „Verhältnis des Einzelnen zur Kultur“3 begriffen. Dieses Verhältnis wird von der äußeren Umwelt veranlaßt und geschieht durch die Aufnahme von Eindrücken oder Momenten. Erdberg, ein Berliner Erwachsenenpädagoge und starker Verfechter der deutschen Volksbildungsbewegung, geht davon aus, daß nur dann von Bildung gesprochen werden kann, wenn eine innere Vertiefung der äußeren Eindrücke erfolgt. Bildung kann als das „Intensitätsverhältnis“4 zur Kultur verstanden werden, wo das Individuum in eine Wechselwirkung mit der Kultur und mit seiner Umwelt tritt und nicht nur als Subjekt agiert, das Eindrücke aufnimmt, sondern in diesem Intensitätsverhältnis gleichermaßen zum Objekt wird. Die „Auseinandersetzung“5 mit der Kultur steht also im Vordergrund. Bildung ist an sich kein statisches Moment sonder ein „(...) Prozeß (..), der das ganze Leben begleitet“6. Bildung sollte Mannigfaltigkeit ermöglichen und somit allen zugänglich und strukturell herstellbar sein, um diese Vielfältigkeit zu garantieren. Im Vordergrund der Bildung stehen nicht Anpassung, sondern die Freiheit der Kräfte und die Stärke des Individuums. Die strukturelle Ermöglichung von Bildung zu gewährleisten, ist nun auch Aufgabe der Kulturpolitik.
2.2 Kulturpolitik
Kulturpolitik wird im klassischen Sinne grundsätzlich als „die Bemühungen vor allem des Staates, aber auch anderer gesellschaftl. Kräfte um die (...) Kultur“7 definiert. Sie vollzieht sich im offenen Raum und schafft eine bestimmte Ordnung, in der Rahmenbedingungen vorgegeben werden, die der Entfaltung und „Bildung geistiger und künstlerischer Fähigkeiten des Menschen dienen“8.
Kulturpolitik bemüht sich günstige Voraussetzungen für kulturelle Angebote vor allem durch die Bereitstellung sachlicher Mittel zu gewährleisten. Sie stellt sich prinzipiell als die unterschiedliche Teilhabe von gesellschaftlichen Gruppen an der Kultur dar, weil die staatliche Kulturpolitik nicht staatstragend ist, sondern der kulturellen Verpflichtung unterliegt, den Pluralismus der verschiedenen Kräfte in den Vordergrund zu stellen. So begreift sich die staatliche Kulturpolitik der Nachkriegszeit als „Daseinsfürsorge“9. Die Gestaltung der Kulturpolitik, die somit auch in öffentlicher Verantwortung liegt, muß ermöglichen, daß ein Intensitätsverhältnis zur Kultur eingegangen werden kann und daß das Neue im Raum eine Möglichkeit zur Entfaltung findet.
So kann man also erkennen, daß die Kulturpolitik den Rahmen stellt, in dem die Bildung der geistigen und künstlerischen Kräfte erst möglich wird. Inwieweit sich nun bildungsrelevante Merkmale in der Kulturpolitik feststellen lassen, soll im Kommenden erörtert werden.
3 Neue Kulturpolitik- die Grundsätze
3.1 Soziokultur/Alltagskultur
[...]
1 Glaser, Hermann, Behagen und Unbehagen in der Kulturpolitik, Regensburg, 1992, S. 7
2 Vgl, Ki-Hong, Kim, Theorie und Praxis der kulturellen Bildung im Verhältnis von Erwachsenenbildung und Kulturpolitik S.40ff
3 Erdberg, Robert von, Die Grundbegriffe der Volksbildung, in: Volksbildungsarchiv 2, Berlin 1911, S. 363
4 ebenda, S. 366
5 Becker, Hellmut, Widersprüche aushalten- Aufgaben der Bildung unserer Zeit, München, 1992, S. 23
6 ebenda, S. 23
7 Sofsky, Günther, Stichwort „Kulturpolitik“ in: Herzog, R. u.a. (Hg.) Evangelisches Staatslexikon, Stuttgart, 1987, S. 1934
8 ebenda, S. 1934
9 ebenda, S. 1938
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