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Stress im Grundschulalter

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 12 Pages
Author: Monique Schwertfeger
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology

Details

Institution/College: University of Potsdam
Tags: Stress, Grundschulalter
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 12
Grade: 1,6
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V58459
ISBN (E-book): 978-3-638-52645-6
ISBN (Book): 978-3-640-36661-3
File size: 155 KB

Abstract

Im ersten Teil der Arbeit werden zentrale Ursachen, Symptome, Folgen und Befunde zu Stress beschrieben. Im zweiten Teil werden die Konzeption und Wirksamkeit von Stresspräventionstrainings und -maßnahmen für Kinder im Grundschulalter vorgestellt. Die Arbeit basiert grundlegend auf folgenden Fragestellungen: • Woher kommt Stress? • Was sind Ursachen für Stress bei Kindern? • Was sind mögliche Folgen von Stress, und wie kann man sich schützen?


Excerpt (computer-generated)

Stress im Grundschulalter

von: Monique Schwertfeger

 


1 Einleitung  2

2 Stress im Kindesalter 3

2.1 Ursachen 3
2.2 Symptome 3
2.3 Folgen 4

3 Formen der Stressbewältigung im Kindesalter  6

4 Stresspräventionstraining für Kinder im Grundschulalter  7

5 Zusammenfassung 11

6 Literaturverzeichnis 12


 

 

1 Einleitung

“Stress ist unser ständiger Begleiter, solange wir leben. Er sitzt mit uns am Tisch, er geht mit uns schlafen, er ist dabei, wenn leidenschaftliche Küsse ausgetauscht werden. Manchmal geht uns seine Anhänglichkeit auf die Nerven; dennoch verdanken wir ihm jeden persönlichen Fortschritt und erreichen durch ihn immer höhere Stufen geistiger und körperlicher Weiterentwicklung. Er ist die Würze des Lebens.”1 (Hans Selye) Andererseits wies der Begründer der medizinisch-biologischen Stresstheorie Hans Selye frühzeitig darauf hin, “dass Stress unser Immunsystem schwächt und verschiedene Krankheiten auslösen kann”2.

Kinder im Stress! Sagt man diesen Satz, stößt man oftmals auf Unverständnis. Zu weit ist der Gedanke verbreitet, es gäbe nur Erwachsene, die Stress empfinden. Doch schon ein Großteil der Kinder im Grundschulalter erleben ein hohes Ausmaß an Stress und weisen zum Teil starke Belastungssymptome, wie Kopf- und Bauchschmerzen, Unkonzentriertheit, Schlafprobleme Fingernägelkauen und Lustlosigkeit, auf. 20% der bundesdeutschen Schulkinder leider unter schwerwiegenden, weitere 55% unter mäßigen oder leichten Lern- und Verhaltensstörungen. Nur jedes vierte Kind kann gänzlich frei von Verhaltensauffälligkeiten gelten.3 Nie zuvor wurde von den Kindern mehr verlangt als heute. Viele von ihnen stehen unter höchster Anspannung. Selektion und Leistungsforderung beherrschen den schulischen Alltag. Kinder sind in dem Zwang, Bedürfnisse der Schule und des Elternhauses zu befriedigen. Das führt zum Stress. Allerdings wissen die Kinder wenig über die Auslöser von Stress und Möglichkeiten der Bewältigung. Stresspräventionsprogramme sollen Kindern helfen, Stressreaktionen frühzeitig wahrzunehmen und angemessene Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Im ersten Teil der Arbeit werden zentrale Ursachen, Symptome, Folgen und Befunde zu Stress beschrieben. Im zweiten Teil werden die Konzeption und Wirksamkeit von Stresspräventionstrainings und -maßnahmen für Kinder im Grundschulalter vorgestellt. Die Arbeit basiert grundlegend auf folgenden Fragestellungen:

• Woher kommt Stress?
• Was sind Ursachen für Stress bei Kindern?
• Was sind mögliche Folgen von Stress, und wie kann man sich schützen?

2 Stress im Kindesalter

2.1 Ursachen

Stress bei Kindern tritt überwiegend im schul- und leistungsbezogenen Kontext auf. Am häufigsten sind hierbei Unterschiede zwischen gestellter Anforderung und der momentanen Bewältigungsmöglichkeiten. Immer mehr Auswirkungen hat jedoch auch der Stress im sozialen Bereich („Freizeitstress“) wie z.B. unterschiedliche Hobbys bzw. Interessen (Erlernen eines Musikinstrumentes, Sportaktivitäten, Freunde treffen etc.) zu vereinbaren. Dauerhafte Belastungen für Kinder können außerdem folgende Faktoren darstellen: die Veränderung der familiären Lebensformen, Umweltverschmutzung, unsere konsumorientierte Freizeitwelt (Die Kinder streben z.B. ständig danach, was andere Kinder haben, können es sich aber nicht leisten. Das führt ggf. zu einem andauernden Anerkennungswunsch/-druck und somit zu Stress), zu wenig Raum für freies Spiel und für die Entdeckung einer natürlichen Umwelt usw.4

Dies sind u.a. Merkmale einer veränderten Kindheit, wie sie heutzutage an Grundschulen deutlich und manchmal auch zum Problem werden. Dauert der Druck, der durch bestimmte Lebenssituationen ausgelöst wird zu lange, verlernt der Körper sich zu entspannen.5 Man muss sich bewusst machen, dass der Stress, der Kinder auf Dauer krank macht, nicht auf momentanen Problemen wie z.B. einer schweren Mathearbeit beruht, sondern ein Folge von Dauerbelastung oder permanent zu hohen Anforderungen ist. Beispiele hierfür sind ernsthafte und langfristige Probleme zu Hause (z.B. andauernde Streitigkeiten zwischen den Eltern bzw. eine Scheidung)oder die ständige Überforderung in der Schule.

2.2 Symptome

[...]


1 Vgl. Seefeldt: Stress, 1989, S. 9.

2 Vgl. Hecht: Gesund im Stress, 1994 S. 15.

3 Vgl. Rosemann: Kinder im Schulstress, Berlin, 1976.

4 Vgl. Drews: Einführung in die Grundschulpädagogik, Weinheim; Basel 2000. S. 14ff.

5 Vgl. Bornhaupt; Hurrelmann: Kinder im Streß?!, Weinheim; Basel 1991, S. 12ff.


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